Im Reich der Eisprinzessin

titel

Zum Ende dieser zwei mäßigen Frostperioden im Januar und Februar waren in der Sächsischen Schweiz, nach den drei milden Wintern endlich wieder wunderschöne Eisgebilde zu bestaunen. Durch langsam und stetig austretendes Grundwasser aus den Felsen, versetzt mit unterschiedlichen Sedimenten entstanden nach vielen Tagen mit Temperaturen unter Null Grad verschiedenfarbige, riesengroße Eiszapfen und überdimensionale „Wasserfälle“, die von ganz klar mit eingeschlossenen Luftbläschen bis hin zu einer gelb-braun-rötlichen Färbung sein können.

Der Weg führte uns aus dem Polenztal, durch die Schlucht am Schindergraben hinauf zum Bärengarten unterhalb von Hohnstein und auf den Hangweg Richtung Brand Baude. Herrlich!!! Leider war aber der 19 m lange Wasserfall in der Gautschgrotte nicht komplett zugefroren gewesen und dadurch schon abgebrochen. Ein Schutthaufen von bis zu 1,5 m langen Eisbrocken zeugte aber von einem gewaltigen Naturschauspiel. Im Winter 2012 (siehe die letzten beiden Bilder) und 1996 war dieser Wasserfall letztmalig komplett durchgefroren. Es gibt Berichte, wonach zwischen 1950 und 1970 dieser „Eiszapfen“ von Bergsteigern erklettert wurde. Nichts desto trotz war auch dieses Jahr unterhalb von Hohnstein Eisklettern wieder möglich.

Das Reich der Eisprinzessin ist einfach wunder wunder wunderschön….. 🙂 (mb)

Veröffentlicht unter Aus aller Welt, Besondere Wetterphänomene und Atmosphärische Erscheinungen, Sonstiges | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

Riesengebirgssicht und verzerrte Sonne

Morgendliches Panorama in Richtung Osten. Hinter dem markant spitzen Kegel des Milleschauer ist deutlich das Riesengebirge zu sehen.

Morgendliches Panorama in Richtung Osten. Hinter dem markant spitzen Kegel des Milleschauer ist deutlich das Riesengebirge zu sehen.

Die letzten beiden Tage gab es über einer scharf abgetrennten Inversionsschicht einen Sonnenaufgang mit stark verzerrter Sonne und Grünen Strahl, auf den wir in nächster Zeit nochmals genauer eingehen werden (weil unsere Fülle an Material diesen Artikel sprengen würde). Als kleinen Vorgeschmack – hier eine Collage vom Sonnenaufgang am Valentinstag, wo alles dabei war, was eine Frau sich wünscht: Goldene Teller, Vasen, Grüne Smaragde, Hüte und Pilze – und das alles in Gold gefaßt 😉

collage-sonnenaufgang

Am Valentinstag war in den Morgenstunden bereits ganz schwach und stark gespiegelt das Riesengebirge zu erahnen. Aber bei dem Blick, der sich uns gestern morgen in Richtung Schneekoppe und Co. bot, war selbst Gerd Franze, der seit 1978 auf dem Fichtelberg arbeitet und seit 1981 in der Wetterwarte wohnt, völlig aus dem Häuschen. Selbst die Schneegrubenbaude auf dem Hohen Rad (1509 m), welche heute als Fernseh- und Rundfunksender dient und die Aufbauten der Schneekoppe waren teilweise deutlich zu sehen. Das Isergebirge war zum Greifen nah und die stark verzerrten Gipfel des Zittauer Gebirges waren wie eine Perlenkette aufgereiht. Was für ein atemberaubender Anblick!

Verwendete Abkürzungen bei der Bildbeschriftung und Entfernungen:
Böhmisches Mittelgebirge (B), 50-80km; Zittauer Gebirge (Z)/Lausitzer Gebirge (L), 120-130km; Jeschkengebirge (J), 150km; Isergebirge (I), 170km; Riesengebirge (R), 200km

Mit dem sonnigem Wetter geht es nun leider erst einmal zu Ende. Südskandinavientief PIERRE verdrängt Hoch ERIKA zunehmend. Bereits in der kommenden Nacht erreicht es uns mit etwas Niederschlag, der oberhalb von 800m als Schnee fällt. Das bedeutet: Endlich Neuschnee für den Fichtelberg!!! 🙂 (ch)

Veröffentlicht unter Besondere Wetterphänomene und Atmosphärische Erscheinungen | Verschlagwortet mit , , , , | 3 Kommentare

70 Treppen zur Sonne

img_9792b

Die Strahlungsmessgeräte auf dem Dach registrierten oberhalb der Wolken Sonne.

Auf dem Fichtelbergplateau gab es gestern ganztägig dichten Nebel, teilweise lagen die Sichtweiten nur bei 20-30 Meter. Stieg man aber auf den Turm der Wetterwarte oder des Fichtelberghauses, dann wurde es plötzlich gleißend hell und man befand sich über den Wolken in der Sonne. Auf dem benachbarten Kleinen Fichtelberg schaute meist nur der Mast heraus. Lediglich der 30 Meter höhere Keilberg präsentierte sich als kleine Insel inmitten des tosenden Wolkenozeans. Was für ein umwerfender Anblick!

Zudem entstand auf der sonnenabgewandten Seite ein wunderschöner fast runder Nebelbogen. Wie bei einem Regenbogen wird das Sonnenlicht an den Wassertröpfchen gebrochen. Aber da Nebeltröpfchen viel kleiner und zahlreicher sind, als Regentropfen, überlagern sich die Farben und ergeben einen fast weißen Bogen. In der Mitte des Nebelbogens befindet sich der Schatten des Beobachters von einer farbigen Glorie umringt, die in diesem Artikel erklärt ist. Zudem kann man bei derartigen Wetterlagen Schattenspiele im Nebel beobachten, weil der Nebel wie eine Leinwand wirkt und die Schatten um ein vielfaches vergrößert nach oben hin abbildet. (ch)

Veröffentlicht unter Besondere Wetterphänomene und Atmosphärische Erscheinungen | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen

Luftspiegelungen

titel

Doppelte Luftspiegelung am Isergebirge (ch)

In den letzten beiden Monaten gab es auf dem Fichtelberg oberhalb einer Inversionsschicht oft sehr gute Sichtweiten (siehe auch Artikel: Extrem gute Fernsicht nach Osten), stark verzerrte Sonnenauf- und Sonnenuntergang mit mehrfach Grünem Strahl (Videos: 123) sowie Luftspiegelungen am Bayrischen Wald, Fichtelgebirge, Thüringer Wald, Isargebirge und Riesengebirge. Auch der stark erhöhte Brocken schaute am leider sehr dunklen Horizont hervor. Da zum Teil sonst unsichtbare Berge über den Horizont gehoben und Objekte bis zur Unkenntlichkeit verzerrt waren, lassen sich die Luftspiegelungen nicht immer eindeutig zuordnen, insofern können wir keine Garantie auf die Richtigkeit der Beschriftungen geben 🙂

Bayrischer Wald / Böhmerwald (160-180km)

Thüringer Wald (140-150km) und Harz (220km)

Lausitzer Gebirge, Isergebirge, Riesengebirge (170-200km)

Da auch in den kommenden Tagen Hochdruckeinfluss zu einer Inversionswetterlage führen soll, werden Luftspiegelungen wieder wahrscheinlich. Am häufigsten sind sie am Bayrischen Wald zu sehen. Mit Fernglas kann man die stetige Veränderungen der Zerrbilder wunderbar beobachten. (ch)

Veröffentlicht unter Besondere Wetterphänomene und Atmosphärische Erscheinungen | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen

Carlsfeld hat den Größten

Die ersten beiden Wochen des neuen Jahres waren von vielen Schneefällen geprägt. In Carlsfeld lag die maximale Schneehöhe bei 70cm (eigene Messung). Entsprechend hoch türmten sich die Schneehäufen entlang der Straße auf. Als etwa Mitte Januar Hochdruckeinfluss die Oberhand erlangte und kaum Neuschnee hinzukam, sollten die Straßenränder vom Schnee befreit werden. Doch wohin mit dem weißen Zeug?

Aus einer Schnapsidee während einer Geburtstagsfeier entstand der Plan zum Bau eines riesen großen Schneemanns. Was zunächst irrsinnig klingt, wurde von Initiator Ingo Sommer und einigen freiwilligen Helfern in nicht einmal einer Woche in die Tat umgesetzt. Am letzten Januarwochenende „gossen“ sie das Fundament, aus dem die ersten beiden Kugeln entstehen sollen. Dazu bauten sie einen Kasten, der nach und nach mit Schnee voll gefräst wurde. Schon dessen Maße von 6m x 6m x 5,5m ließen großes erahnen.Bis in die Nacht hinein wurde gearbeitet. Den Schnee ließ man eine Woche gut durchfrieren. Da die Temperaturen besonders nachts in den mäßigen Frostbereich sanken, funktionierte das wunderbar.

dsc_0190hdr

„Sapparino der Erschte“ in der Abenddämmerung mit Schaulustigen

Als die Erbauer schließlich die Wände des Kastens beseitigten, war die Anspannung groß, ob das Fundament dem wirkenden Druck standhalten wird. Doch alles ging gut. Wie ein Schneemann sah das Ergebnis aber noch lange nicht aus. Als erstes wurde per Hand Schaufel für Schaufel Schnee für den Kopf auf die beiden unteren Kugeln gebracht, da die Schneefräsen den Schnee nicht so hoch befördern konnten. Schließlich setzten die Schneemannbauer den Hut darauf, steckten die 1,6m lange Nase in den Kopf, gaben der mittleren Kugel eine runde Form und versahen den Schneemann mit Augen, Mund und Knöpfen.

Am 05. Februar war es dann endlich so weit: Nachdem der Schneemann noch einen 39m langen, von den Carlsfelder Frauen handgestrickten Schal bekam, sollte die Höhe offiziell vermessen werden. Dazu kamen viele Schaulustige von Nah und Fern in den Ort, es wurde gegrillt und musiziert. Und dann stand die Höhe fest: Vom Boden bis zur Hutspitze sind es 15,43m. Damit ist der als Maskottchen für den kommenden Skifasching gedachte Schneemann der aktuell Größte in ganz Deutschland. Mit viel Kraft und freiwillig investierter Freizeit ist hier ein doch ungewöhnliches Projekt verwirklicht wurden!

 „Sapparino der Erschte“, wie er liebevoll getauft wurde, prägt nun das Ortsbild von Carlsfeld gegenüber der Kirche. Auch an den beiden vergangenen Tagen zog er viele Neugierige an. Für das leibliche Wohl wurde und wird ebenfalls gesorgt. (kf)

Veröffentlicht unter Wetterwissen | Kommentar hinterlassen

Der Böhmische Wind

Teil II – Böhmischer Wind im Erzgebirge

Am nördlichen Abfall des Erzgebirges ist Süd-/Südostwind die zweithäufigste Windrichtung und als Böhmischer Wind bekannt. Besonders ausgeprägt ist er immer dann, wenn die eingeflossene Luftmasse im Böhmischen Becken ein paar Tage Zeit und Ruhe hatte, deren Eigenschaften anzunehmen – im Winter bodennah kalt und feucht.

Diese Windsituation kann über Tage, zum Teil Wochen anhalten und mit dem Wetterbericht Katz und Maus spielen. Alle sprechen von Tauwetter und Regen, aber im Elbtal und in der Lausitz  ist strahlend blauer Himmel und Frost. Das obere Osterzgebirge steckt in den Wolken, wobei sich dort starke Nebelfostablagerungen bilden können. Dazu pfeift ein eisiger Südwind, der zu enormen Schneeverwehungen führen kann. Zur gleichen Zeit sind aber am Nordrand des Erzgebirges rund um Annaberg-Buchholz, Chemnitz, Mittweida, Oederan, Aue und Stollberg im Erzgebirgsföhn 10 bis 15 Grad und Sonnenschein möglich (Zinnwald häufig -7°C, zum Teil auch kälter und Nebel, Fichtelberg +5°C und mehr, bei strahlendem Sonnenschein), während in Nordwestsachsen Wolken aufziehen, aus denen es etwas regnet.

Durch Föhnwirkung des Böhmischen Windes (besonders im Winter, Frühjahr und Herbst) haben die Gegenden um Annaberg, Aue, Chemnitz und Königsbrück, Kamenz, Bautzen, Löbau die meisten jährlichen Sonnenstunden in Sachsen aufzuweisen. (mb)

Teil I – Der Böhmische Wind und seine Entstehung

Veröffentlicht unter Besondere Wetterphänomene und Atmosphärische Erscheinungen | Kommentar hinterlassen

Der Böhmische Wind

boehmischer-nebel1

Böhmischer Nebel am Keilberg (ch)

In der letzten Woche hat er wieder entscheidend das Wettergeschehen auf dem Erzgebirgskamm geprägt – der Böhmische Wind. Diesem regionalen Phänomen möchten wir uns in zwei Teilen näher widmen.

Teil I – Der Böhmische Wind und seine Entstehung

Beim Böhmischen Wind handelt es sich um ein regionales Windsystem. Eine Vorbedingung für seine Entstehung ist ein nahezu ortsfestes Hochdruckgebiet über dem östlichen Mitteleuropa, in dem die Luft großräumig absinkt. Im Böhmischen Becken herrscht dann höherer Luftdruck als westlich davon. Zudem bildet sich im Winterhalbjahr im Einflussbereich des Hochs oft eine über mehrere Tage anhaltende Inversion (stabile Schichtung der Atmosphäre, bei der die Temperatur mit der Höhe zunimmt), sodass sich das Böhmische Becken mit einer etwa 800 bis 1000 Meter mächtigen Kaltluftschicht anfüllen kann. Aufgrund der Tatsache, dass kalte Luft schwerer ist als warme, sinkt sie zu Boden. Daher bildet sich dort ein kleinräumiges Kältehoch. Die nun vor Ort lagernde Kaltluft neigt wegen des fehlenden Austauschs mit darüber liegenden Luftschichten außerdem noch zu Nebel- und Hochnebelbildung. Ins angrenzende Sachsen und Bayern kann sie sich aufgrund der Orografie nicht ausbreiten. Nicht nur, aber auch dadurch, herrscht in Sachsen und Bayern aber relativ gesehen niedrigerer Luftdruck. Nun ist die Natur bestrebt, diese Unterschiede auszugleichen, was durch Wind geschieht, welcher bekanntlich vom hohen zum tiefen Luftdruck weht. Jedoch behindern die Randgebirge, durch die Böhmen von drei Seiten umgeben ist, diesen Ausgleich. Dieser ist nur auf zwei verschiedenen Wegen möglich:

Einerseits kann die Inversionsobergrenze etwas höher liegen als die Kammlagen des Osterzgebirges. Dann schwappt die Kaltluft über die Kammlagen, wo sie für eine ziemlich dicke „Nebelsuppe“ sorgt. Die Kaltluft, die über den Kamm streicht, weht als Fallwind in die Täler. Weiter westlich ist das Erzgebirge höher, weshalb dort die Kamm- und Gipfellagen wolkenfrei und wärmer sind. Veranschaulicht wird dies durch die Grafik.

Andererseits kann die Kaltluft auch bei niedrigerer Inversionsobergrenze direkt in die Durchbruchtäler als kalter Fallwind abfließen. Der Wind wird in den Durchbruchstälern durch Kanalisationseffekte noch verstärkt. Aufgrund des Gefälles fließt die Kaltluft im Tal selbst immer schneller, sodass Sturmböen, teilweise sogar schadensträchtige Orkanböen, auftreten können.

Außerdem liegen die Temperaturen im Elbtal und in der Lausitz aufgrund der einfließenden Kaltluft deutlich niedriger als im Umland, im Winter herrscht oft Dauerfrost, mit zum Teil erheblichen Schneeverwehungen. (M. Sc. Met. Stefan Bach)

boehmwind

Veröffentlicht unter Besondere Wetterphänomene und Atmosphärische Erscheinungen | Kommentar hinterlassen

3.02.17 – Bisher heißester Tag des Jahres

img_9702b

Heute wurde auf dem Fichtelberg mit einer Temperatur von +5,6°C der bisher heißeste Tag des Jahres registriert. Die herrliche Winterlandschaft, welche im Dezember so mühsam Stück für Stück auf den Gipfel gezaubert wurde, brach unter der Hitze zusammen und wurde grau und unansehlich.

Aber zum Glück, der Winter kommt bald zurück! Bereits am Sonntagabend wird der Regen oberhalb 600m wieder in Schnee übergehen und kommende Woche könnten zumindest in den Kammlagen die Temperaturen wieder in den zweistelligen Minusbereich fallen. Auch neuer Schnee wird kommen, wieviel, ist allerdings noch nicht ganz klar.

Da wir uns weigern, von diesem Tauwetter Bilder zu zeigen, gibt es alternativ den Sonnenuntergang am bisher letzten Winterabend vergangenen Mittwoch zu sehen. Die Kamera holen wir nun erst wieder mit dem nächsten Neuschnee hervor. (ch)

Veröffentlicht unter Aktuelle Wetterinfos, Fotostrecken und Videos | 1 Kommentar

Fichtelbergwetter Januar 2017

0117

Nach dem sehr trockenen Dezember sorgte hoher Luftdruck auch im Januar für sonnenscheinreiches, aber auch sehr winterliches Wetter. So war der Monat das erste Mal seit 2010 wieder zu kalt, wenn auch auf dem Berg in geringerem Ausmaße wie in den Tälern (siehe als Vergleich: Wetterrückblick von Olbernhau). Während die meisten Gebiete in Deutschland aber zu trocken ausfielen, profitierte das Erzgebirge von der nordwestlichen Zugrichtung der Sturmtiefs AXEL und EGON, die im Nordstau des Erzgebirges große Mengen an Schnee abluden und zudem für heftige Schneeverwehungen sorgten. AXEL wütete vom 2.-5. Januar mit Windstärken bis 126 km/h und brachte dem Fichtelberg über einen halben Meter Neuschnee. Wintersturm EGON stellte viele Autofahrer vor eine große Herausforderung, da der feine Pulverschnee mit Windspitzen bis 149,4 km/h derart verweht wurde, dass die Sicht gegen Null tendierte. Vor allem an der B174 bei Marienberg steckten am Straßenrand abgestellte Autos bis zu zwei Meter tief im Schnee.

Ansonsten brachten die Hochs BRIGITTA, CHRISTA und DORIS kalte Luftmassen, die zudem in den klaren Nächten über dem Schnee zusätzlich auskühlten und sich zäh in den Tälern hielten. Der Fichtelberg lag häufig über dieser gedeckelten Kaltluft (Inversion) und bestach nicht selten mit atemberaubenden Fernsichten und vor allem in der zweiten Monatshälfte mit viel Sonne.

In Zahlen ausgedrückt lag die Monatsmitteltemperatur auf dem Fichtelberg mit -6.1 °C um 1.0°C unter dem langjährigen Mittel von -5.1 °C. Die Monatshöchsttemperatur von 4.6 °C wurde am 27. des Monats oberhalb einer starken Inversion gemessen, die Monatstiefsttemperatur erreichte am 07. Januar -17.1 °C. Es gab 24 Eistage (Höchsttemperatur < 0 °C), 31 Frosttage (=Tiefsttemperatur < 0 °C.) und 10 kalte Tage (Tiefsttemperatur <10°C.) in diesem Monat.

Die Sonne schien insgesamt 90.9 Stunden. Dies entspricht 142 % des Normalwertes von 63.8 Stunden. Der Monatsniederschlag lag bei 102.3 mm (117 %). Den höchsten Tagesniederschlag gab es am 04. Januar mit 18.1 mm. An allen Tagen lag Schnee . Die größte Gesamtschneehöhe von 114 cm wurde am 17. des Monats gemessen.

Die höchste Windgeschwindigkeit brachte Sturmtief EGON mit 149.4 km/h. Starker Wind (Windstärke 6) wehte an 26 Tagen und stürmischer Wind (Windstärke 8) an 11 Tagen.

An 6 Tagen betrug die Fernsicht mehr als 150km, an einem Tag war sogar das Riesengebirge deutlich zu sehen. 3 Mal gab es Luftspiegelungen an entfernten Bergen und an 6 Tagen wurde der Grüne Strahl beobachtet. (ch)

Monatswerte Fichtelberg

Wetterrückblick Olbernhau von Dirk Christoph

Deutschlandwetter im Januar 2017, Pressemitteilung des DWD

Wetterrückblick des Observatoriums Hoher Peißenberg in den bayrischen Voralpen

Veröffentlicht unter Wetterrückblick | Verschlagwortet mit , | Kommentar hinterlassen

Vorträge im Wiesenthaler K3

img_5196

Im Februar wiederholen zwei Mitarbeiter der Wetterwarte Fichtelberg im Rahmen des im letzten Jahr statt gefundenen 100-jährigen Jubiläums ihre Vorträge im Wiesenthaler K3:

Wetterwarte Fichtelberg – Geschichte und Geschichten einer 100-Jährigen
Gerd Franze, der seit über 30 Jahren Leiter der Wetterwarte Fichtelberg ist, erzählt Begebenheiten und Interessantes rund um die Warte auf dem Fichtelberg.
Zeit: 16.02.2017, 20.00 Uhr
Ort: Wiesenthaler K3, Karlsbader Straße 3 in Oberwiesenthal
Eintritt: 4,00 €
Ankündigung auf dem Plakat des Wiesenthaler K3

Vom Regenbogen zum Polarlicht
Claudia Hinz wird uns auf eine bebilderte Reise ins Reich optischer Naturerscheinungen, wie Regenbögen, Polarlichter, Brockengespenstern und Halos entführen sowie die Entstehung derartiger Wetterphänomene erläutern.
Zeit: 23.02.2017, 20.00 Uhr
Ort: Wiesenthaler K3, Karlsbader Straße 3 in Oberwiesenthal
Eintritt: 4,00 €
Ankündigung auf dem Plakat des Wiesenthaler K3

Veröffentlicht unter Museen, Ausstellungen und Veranstaltungen | Kommentar hinterlassen