Wochenrückblick: Frost, Hitze, Niederschlag und Waldbrand

In der letzten Woche war es ziemlich wechselhaft. Es gab Höchsttemperaturen bis 35°C (Aue am 25.), aber auch morgendlichen Frost von -2,5°C und Bodenfrost bis -5,0°C in Kühnhaide (→ Artikel).

Und vor allem am Wochenende gab es im Großraum Erzgebirge zumindest in den meisten Gebieten wieder nennenswerten Niederschlag. Am meisten fiel in Sankt Egidien-Kuhschnappel im Landkreis Zwickau (59,9mm) und Treuen (45,8mm), am wenigsten im Landkreis Osterzgebirge-Sächsische Schweiz, also dort, wo es derzeit am dringendsten gebraucht wird.

Familiär bedingt verbrachte ich das Wochenende in Bad Schandau, welches im Katastrophenschutzgebiet liegt. Der immer wieder sichtbare aufsteigende Rauch, der beißende in der Luft liegende Qualmgeruch, die morgendlichen Sirenen, die endlose Hubschrauberkolonne, welche nonstop Wasser aus der Elbe schöpft, die erschöpften Feuerwehrmänner und Einsatzkräfte am Straßenrand, die verkohlten Bäume, die man in der Ferne sieht, das alles lässt das Herz zusammenkrampfen. Man möchte am liebsten helfen, kann aber nichts tun. Regen könnte es, aber der kommt einfach nicht. Alle in der Region sind verzweifelt, haben Angst um ihre Heimat und um ihre Existenz, denn die meisten Touristen sind abgereist. Verständlich, denn man kommt ja zum Wandern in die Sächsischen Schweiz, aber sämtliche Waldwege sind gesperrt. Kritik wird laut, dass jahrelang der Borkenkäfer alles nach Herzenslust kahlfressen konnte und das Totholz im Wald verblieben ist. So konnte sich das Feuer rasant ausbreiten. In der schwer zugänglichen Region wird es ohne Regen wohl noch Wochen dauern, bevor die Feuer und Glutnester gelöscht sind. Drücken wir also die Daumen, dass Petrus ein Einsehen hat!

Nachfolgend einige Handyfotos von Ostrau bei Bad Schandau von Angela Hetze und mir. (ch)

Dieser Beitrag wurde unter Aktuelle Wetterinfos veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Wochenrückblick: Frost, Hitze, Niederschlag und Waldbrand

  1. Anette Aslan schreibt:

    Die Brände in Sachsen stimmen mich sehr, sehr traurig, Wollen wir hoffen, dass alles einen höheren Sinn hat und es noch schöner wird als je zuvor, wie einstmals im Yellowstone Park, wo man nach den verheerenden Bränden an keine Zukunft für den Nationalpark mehr glaubte. Totholz hat scheinbar in unmittelbarer Nähe von touristischen Orten doch keinen Sinn.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s