Frostige Temperaturen in den erzgebirgischen Kälteinseln und in der höheren Atmosphäre

Alle reden von der ersten Hitzewelle, die uns am kommenden Wochenende wohl die ersten heißen Tage >30°C bescheren werden. Außer wir, wir frönen lieber der Temperaturen im Frostbereich 🙂

Die gab es nämlich in den letzten beiden Nächten an unseren Hochtälern Jelení (Hirschenstand), Kühnhaide, Hammerunterwiesenthal und Deutschneudorf-Brüderwiese.

Auch wir haben nahe Schwarzenberg ziemlich gefroren (private Station Oswaldtal: 4,6°C am 13./14. und 5,9°C am 14./15.06.), als wir die kalten Schönheiten der Mesopause beobachtet haben. Aufgrund der interhemisphärischen Zirkulation treten hier in 80-85km Höhe sehr tiefe Temperaturen unter minus 140°C auf und es können sich Eiskristalle bilden, die dann von der Erde aus in der Dämmerung als zarte silbrig leuchtende Wolken zu sehen sind.

Noch etwas schwach auf der Brust startete nämlich in der letzten Nacht bei uns die (visuelle) Saison der Leuchtenden Nachtwolken. Und zwar genau pünktlich, denn der 15. Juni ist (nach eigener 20-jähriger Reihe) für unsere Breiten der mittlere Beginn. Zu sehen waren sie von 22.45-23.45 und 01.40-03.40. Noch bis Ende Juli können wir uns mit ein bisschen Glück in klaren Nächten über weitere Beobachtungen freuen. Überwiegend treten sie am Nordhorizont auf, aber gerade die letzten Jahre haben gezeigt, dass sich durchaus auch ein Blick gen Zenit oder an den Südhimmel lohnen.

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