Nebensonnen

Gestern zeigte sich über Deutschland typisches Novemberwetter. Unterhalb einer Inversionsschicht blieb es fast überall grau. Lichtblicke gab es nur auf den höchsten Berggipfeln (Brocken, Feldberg im Schwarzwald, Großer Arber im Bayrischen Wald und Alpen) und in einem schmalen Streifen nördlich des Erzgebirges. Dort hatte man am Nachmittag Blick auf die aufziehenden hohen Schleierwolken von Orkantief ULRICH, welches heute über Nordeuropa hinweg stürmt. In diesen entstanden leuchtend helle Nebensonnen, wie sie schon lange nicht mehr aufgetreten sind. Nebensonnen sind nach 22°-Ring die zweithäufigste Haloarten und entstehen durch Lichtbrechung an waagerecht schwebenden hexagonalen Eisplättchen der hohen Cirrenwolken und befinden sich bei tiefen Sonnenstand jeweils im 22°-Abstand links und rechts der Sonne. Steigt die Sonne höher, wandern die Nebensonne nach außen hin weg, wie die Simulation auf meteoros.de zeigen.

Nachfolgend Fotos von Joachim Anger vom Emmlerweg nahe Schwarzenberg und von mir aus dem Schwarzenberger Oswaldtal, wo der Tag mit einer schönen Lichtsäule endete.

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