Das Wetter im Osterzgebirge im Oktober 2021

Das Feiertagswochenende zeigte den Beginn des Goldenen Oktobers. In den Niederungen wurden über 20 °C gemessen, die Sonne wurde nur von hohen Wolken (Cirrus/Cirrostratus) verschleiert, jedoch wehte der Wind spürbar aus Süd.
Der Schönwetterphase folgte am 05. eine leichte Troglage mit ein paar Litern Niederschlag.
Aber schon wenige Tage später maßen die Pyranometer schon wieder fleißig Solarstrahlung. Die „Hochdruckbrücke Nila/Lioba“ ließ aber auch die Nächte merklich abkühlen, wodurch alle Stationen am Morgen des 10. leichten Frost meldeten. Zudem wurde fast im gesamten Landkreis Nebel beobachtet.
Ab dem 11. strömte mit „Hoch Oldenburgia“ maritime Subpolarluft nach Sachsen. Bis zum 15. wechselten sich Wolken, Regen und Sonnenschein ab.
Danach begann wieder der Atlantik unser Wetter zu bestimmen. Es wurde milder, besonders die Nächte. Anfangs blieb es trocken und windarm. Doch am 19. erreichte uns die Warmfront von „Orkan Hendrik“ mit leichtem Regen. Der Folgetag begann bereits mit über 5 °C auf dem Kamm und über 10 °C im Tiefland. Bis zum Mittag stieg die Temperatur im Warmsektor auf 14,7 °C (Zinnwald – Landmarkt) bis 22,8 °C (Dohna). Kurz darauf prallte die Kaltfront gegen die Warmluft. In der Oberlausitz gewitterte es. Die Windspitzen erreichten: 76 km/h (Dohna), 82 km/h (Bannewitz), 87 km/h (Köttewitz), 92 km/h (Zinnwald) und 115 km/h (Zinnwald-Georgenfeld).
Darauf folgte nur wenig Regen und der Monat endete wieder mit vermehrtem Sonnenschein. Der Morgen des 24. war frostig. Eine Südwestlage verhinderte eine nächtliche Ausstrahlung, sodass auch im Obererzgebirge kein Winter in Aussicht war.

Thermisch war der Oktober nicht spektakulär. Die Anomalien der Monatsmitteltemperaturen von 5,9 °C (Zinnwald-Georgenfeld) bis 10,3 °C (Köttewitz), zum 30-jährigen Mittel, lagen bei max. + 0,5 °C. Frost maßen die Sensoren an 3 Tagen – bis auf Köttewitz (1). Für den Oktober ein leicht unterdurchschnittlicher Wert. Niederschlag fiel zwar an gewöhnlichen 9 bis 12 Tagen, jedoch belief sich die Monatssumme auf magere 8,5 mm (Dohna) bis 33,2 mm (DWD-Station) und somit nur 20 % vom Soll und immerhin 50 % im Obererzgebirge. Im Flachland war es somit der trockenste Oktober seit 1988! Da wundert es nicht, dass aus dem ein sehr sonniger Oktober resultierte. Messbar war die Sonnenstrahlung an stolzen 29 Tagen mit einer Gesamtdauer von ca. 150 h (ca. 130 %) und somit der sonnigste seit 2011. Der Luftdruck zeigte mit 37 hPa eine starke Amplitude – geschuldet dem Orkantief. Das Monatsmittel lag bei 1020 hPa (+ 2 hPa). Windstärke 6 erreichten die Stationen an 3 Tagen (Dohna) bis 20 Tagen (Zinnwald-Georgenfeld). Windstärke 8 maßen alle Anemometer. Aber nur in Zinnwald nicht ausschließlich am 21., sondern 3 x. Die milden Oktobernächte lösten im Dresdner Raum die Haselblüte aus und das ein oder andere Insekt war zu sehen und abends zu hören. Der Mais stand stellenweise bis zum 31. Die Flüsse führten Niedrigwasser.

Ihr Sebastian Wetzel und Norbert Märcz, Wetterverein Zinnwald-Georgenfeld e.V.

Das Wetter im Vergleich:

Dieser Beitrag wurde unter Aktuelle Wetterinfos veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s