18.10.2021 – Halophänomen mit Parrybogen

Halophänomen bei Freital. Foto: Heiko Ulbricht

Am Montag wurde das bis dato über Deutschland dominierende Hoch PHILINE mit den ersten Ausläufern der nahenden Sturmtiefs IGNAZ und HENDRIK konfrontiert (mehr zum Sturmtief morgen). Hohe Schleierwolken (Cirren) zeigten zunehmende Feuchtigkeit an. Zudem begünstigten Hebungsprozesse durch den Zustrom ungewöhnlich warmer Subtropikluft die Wolkenbildung.

Vor allem in Thüringen, Sachsen und Bayern konnten an diesem Tag Halophänomene beobachtet werden. Von einem Phänomen spricht man, wenn gleichzeitig 5 oder mehr Haloarten sichtbar waren. Im Erzgebirge dominierten neben normalen Halos vor allem der Zirkumzenitalbogen, der Supralateralbogen, der Horizontalkreis mit beiden 120°-Nebensonnen sowie der Parrybogen das Geschehen.

Der Parrybogen ist eine recht seltene Haloart, die ein geübter Beobachter oft nur einmal alle paar Jahre sehen kann. Die je nach Sonnenhöhe konkav oder konvex über dem oberen Berührungsbogen liegende Haloart wurde nach William Edward Parry benannt, der den Bogen am 8. April 1820 während einer Polarexpedition erstmals in seinem Tagebuch skizzierte.

Simulation des Parrybogens bei unterschiedlichen Sonnenhöhen

Der Parrybogen war an diesem Tag nicht nur an der Sonne, sondern sogar am Abend sogar am Fast-Vollmond zu sehen. Das ist von der Häufigkeit schon fast, wie ein Fünfer im Lotto …

Nachfolgend Aufnahmen von Wolfgang Weigert aus Adorf, Heiko Ulbricht aus Freital und von mir aus Schwarzenberg (ch).

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