Das Wetter im Osterzgebirge im August 2021

Der Trend eines nassen und eher angenehm temperierten Sommers setzte sich auch im August fort. In der 1. Dekade regnete es an 8 – 9 Tagen – häufig in Begleitung mit Gewittern. Die Sonne verhielt sich im 1. Monatsdrittel reserviert. Die Tiefsttemperaturen lagen bei 10 bis 14 °C. Tagsüber erwärmte sich die Luft wenigstens auf 15 °C bis 22 °C – zum Dekadenende immerhin ansteigend.
Die anhaltenden Trog- oder Westlagen mit ihren wolken- und regenbelastenden Luftmassen verdrängte ab dem 11. eine Hochdruckbrücke („Hoch Elfi“). Somit konnten die Hundstage zumindest größtenteils ihren Namen gerecht werden. Bis zum 16. bemühte sich Klärchen um Wiedergutmachung und Niederschlag war bis zum 21. lediglich in geringen Mengen ein Thema, wodurch die Böden bereits oberirdisch wieder abtrockneten. Einzig der aktive Wind, mit Starkwindcharakter um den 16., lies es einen frieren, als man aus dem Wasser kam. „Hoch Fridoline“ ermöglichte am 13. (in Zinnwald am 15.) den wärmsten Tag des Monats mit wenigstens knapp > 30 °C unterhalb 400 m. In Zinnwald wurden 24,4 °C und in Dohna 32,4 °C gemessen. Nur wenige Tage später meldete das DWD-Thermometer in Zinnwald seinen Monatstiefstwert mit 6,6 °C am 17.August „Tief Manfred“ & „Tief Nick“ ließen uns am Monatsende den Frühherbst spüren. Ab dem 20. lagen die 2 Tiefs nacheinander fast stabil über Mitteleuropa. Es kam zu einem anhaltenden Temperaturabsturz auf das Niveau des Folgemonats. Regen fiel beinahe täglich. Während es unsere Böden an die Sättigungsgrenze und darüber hinaus brachten führten die Weiße Elster, das Riesengebirge und Bayern mäßige Hochwässer. Bei gedrosseltem Sonnenschein trübte sich auch die bodennahe Luft öfters ein. Am Morgen des 25. sanken die Temperaturen auf 7,0 °C (Dohna), 7,4 °C (Bannewitz) und 7,9 °C (Köttewitz) und somit die jeweiligen Monatstiefstwerte.

Nach 31 Tagen kann gesagt werden, dass wir einen deutlich zu kühlen, nassen und trüben August hinter uns haben. Die Monatsmittel von 12,9 °C (Zinnwald) bis 17,5 °C (Köttewitz) wichen auf dem Kamm -0,2 K und im Tiefland -1,6 K vom Mittel ab. Während die Anzahl an Tropentagen >30°C (max. 3 in Dohna) gar nicht so gering war, mangelte es hingegen an Sommertagen. Die 25 °C-Grenze überschritten nur die „Flachlandstationen“. 5 x war dies in Bannewitz der Fall und in Dohna immerhin 11x. Regen vermieste uns an 19 – 24 Tagen den Sommerausflug. Die akkumulierten Mengen von 112,4 mm (Dohna) bis 173,5 mm (Zinnwald) überschritten das Soll um 30 – 50 % im Erzgebirgsvorland und um 70 % im Obererzgebirge. Im Norden Dresdens regnete es den Sommer über zuletzt 1987 so viel. Dass die Gewässer unserer Region kein Hochwasser führten haben wir der Tatsache zu verdanken, dass der Regen nicht in kürzester Zeit fiel und unser Nachbarland bis dahin einen trockenen Sommer hatte. Die Sonne schien mit 151 bis 163 h rund 3/4 von üblicher Dauer und somit so rar wie zuletzt 2006. Gewitter wurden an 3 (Bannewitz) bis 7 Tagen (Dohna/Köttewitz) gemeldet. Nebel bildete sich an 2 Tagen über dem Elbtal bis ins Müglitztal, sowie an 12 Tagen an der Zinnwalder Wetterwarte. Angesichts des feuchten Monats sogar recht wenig.

Ihr Sebastian Wetzel und Norbert Märcz, Wetterverein Zinnwald-Georgenfeld e.V.

Das Wetter im Vergleich:

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