Das Wetter im Osterzgebirge im Juni 2021

Einzig der 13. war ein – für dieses Datum – zu kühler Tag. Zinnwald maß an diesem Morgen sein Monats-minimum von 6,2 °C. Im Tagesverlauf erwärmte sich die Luft auf 11,9 °C. Wärmste Station dieses Tages war Dohna (18,2 °C). Die monatlichen Tiefstwerte traten in den niederen Stationen aber alle am 1. auf: In Dohna 5,0 °C, in Bannewitz 6,6 °C und in Köttewitz 6,8 °C.
Vom 2. – 12. erlebten wir die 1. Hitzeperiode. Sie war geprägt von einer zyklonalen Nordostlage mit minimaler Luftströmung. Am 4./5. hielt sich die Sonne ein bisschen im Hintergrund und am 12. blieb sie fast ganz verborgen. Entstandene Gewitter, so wie am 5., 8., 10. wütenden fast stationär, sodass der Eindruck entstand, es habe sich eine Innertropische Konvergenzzone über uns gebildet. Nennenswerter Niederschlag fiel am 5. in Zinnwald (12,6 mm) und am 10. in Dohna (24,7 mm).
Das Britische Hoch „Yona“ verlagerte nach einer Atempause am 13./14. schnell nach Südeuropa und diese Witterung gelangte nun zu uns. Bis zum 20. blieb es trocken, heiß. Sogar tropische Nächte (Tmin. ≥ 20,0 °C) gingen in die Statistik ein, wenn auch nur in Köttewitz. Den Höhepunkt der Hitzewelle stellte der 19./20. dar. Die Thermometer übermittelten Werte von 26,8 °C (Zinnwald) bis 35,6 °C (Dohna).
Die 3. Dekade zeigte sich weiterhin warm und wie fast der gesamte Monat sehr schwül. Beinahe täglich schauerte oder gewitterte es. Die Sicht war nicht immer klar. Eine labile Südströmung war die Ursache mit einer groben Zugbahn Alpenvorland – Bayrischer Wald – Egerbecken – Erzgebirge – Niederlausitz. Einen Starkniederschlagstag (≥ 20,0 mm) sammelten sich am 21., 23. und 29. im Zinnwalder Hellmann. Auch die anderen Messgefäße erreichten diesen Parameter: Bannewitz und Köttewitz am 29., Dohna verpasste die Marke um einen halben Liter pro Quadratmeter.

Der Juni war im Mittel 16,1 °C (Zinnwald) bis 20,6 °C (Dohna/Köttewitz) und somit 3 °C (im Tiefland) bis 4,5 °C (Kammlage) zu warm. Es war der 5. wärmste Juni in der Dresdner Region. 4 Sommertage meldete Zinnwald, 20 Bannewitz & Köttewitz und 23 Dohna. Einen Tropentag (Tmax. ≥ 30,0 °C) dokumentieren die Wetterbeobachter 5 x in Bannewitz & Köttewitz und 7 x in Dohna. Beide Parameter traten doppelt so häufig auf, wie im langjährigen Mittel. Selbst Tropennächte sind in diesem Bericht zu erwähnen. Es waren 2 in Köttewitz und 1 in Dohna. Zur meisten Zeit war die Erde staubtrocken aber durch ungleichmäßige Regenfälle erreichten doch alle Stationen mit 70,0 mm (Bannewitz) bis 90,5 mm (Wetterwarte Zinnwald) 95 % (Zinnwald) bis 129 % (Köttewitz) vom Soll. Die Regenmengen verteilten sich auf 10/11 Tage. Die Verdunstung in Köttewitz lag 32 mm über dem Niederschlag. Die Sonne schien nicht außergewöhnlich lang aber mit rund 250 h immerhin ca. 25 % zu viel. Nur an 1 Tag blieb es ohne Sonnenstunden. An 8 (Köttewitz) bis 10 (Zinnwald) Tagen wurden Gewitter beobachtet – doppelt so viel wie üblich. Es war ein sehr windarmer Monat. Selbst auf dem Erzgebirgskamm erreichte die stärkste Böe nur 70 km/k (Bft 8). Windstärke 6 gaben die Anemometer lediglich an 8 Tagen in (Zinnwald) und 3 Tagen (Köttewitz).

Ihr Sebastian Wetzel und Norbert Märcz, Wetterverein Zinnwald-Georgenfeld e.V.

Das Wetter im Vergleich:

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