Windige Gesellen

Abendlicher Schauer auf dem Fichtelberg (ch)

In den letzten Tagen brachten die Sturmtiefs KLAUS und LUIS heftige Windböen und einige Schauer, die im oberen Bergland als Schnee fielen. Sturmtief Klaus traf am 11.03. auf Skandinavien und schwächte sich dort in den Folgetagen ab. Es war kein „Monsterorkan“, wie einige Medien vorhergesagt haben, aber an der Küste wurden verbreitet Windspitzen über 100km/h gemessen und sorgten für umgestürzte Bäume, Störungen im Bahnverkehr und gesperrte Autobahnen. Die höchste Bö registrierte der Leuchtturm Alte Weser mit 129,6km/h. Höhere Windgeschwindigkeiten meldeten die Bergstationen. Diesmal war allerdings nicht wie gewohnt der Brocken Spitzenreiter, sondern der Feldberg im Schwarzwald mit 150,1km/h.

Folgesturm Luis war nicht mehr ganz so stark, zog aber direkt über Norddeutschland und brachte die höchsten Windspitzen im Westen Deutschlands. So wurde am 13.03. die höchste Windspitze Deutschlands mit 139,7km/h auf dem markanten 554 m hohe Weinbiet bei Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz) registriert. Interessant wäre hier der Messwert vom Feldberg im Schwarzwald gewesen, leider war die automatisierte Station ausgefallen. An der Nordseeküste gab es erneut Windspitzen über 100km/h. Das Erzgebirge wurde von beiden Stürmen weniger stark getroffen und die Spitzenwerte auf dem Fichtelberg waren nicht viel höher, als beispielsweise bei starken Böhmischen Wind. Im erzgebirgischen Tiefland wurden bei Windspitzen bis 80km/h vereinzelt Dächer beschädigt und kleinere Bäume entwurzelt, große Schäden sind aber nicht bekannt.

Aber die Stürme sorgten auch für Regenbögen und unglaubliche Wolkenstimmungen. So gab es im Großraum Berlin/Potsdam riesige Mamatuswolken, die zum Beispiel in einer Galerie von Wetteronline zu bestaunen sind. Auch im Erzgebirge gab es herrliche Sonnenuntergänge.

In den nächsten Tagen bleibt uns das windige und kühle Aprilwetter erhalten und es gibt immer wieder Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer. Im Erzgebirgsstau können diese auch ergiebiger ausfallen und für mehrere Zentimeter Neuschnee und zusammen mit dem Wind auch für Schneetreiben sorgen!

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2 Antworten zu Windige Gesellen

  1. Anette Aslan schreibt:

    In der Nähe von Wien hat eine Böe einen Baum umgehauen und ein 52 jähriger Mann wurde dabei tödlich erwischt. Das ist schon recht windig überall, aber der ersehnte Niederschlag vor allem hier im Wiener Becken, wo es seit Wochen nicht wirklich geregnet hat fällt komplett aus, es kamen bis jetzt nicht mehr als drei Tropfen runter, schrecklich.
    Wie immer klasse Bilder!!!!
    LG von Anette

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  2. ch schreibt:

    Das ist interessant, denn die Alpen haben sehr viel Niederschlag abbekommen. Ist das Wiener Becken immer so trocken? Wir haben hier auch einige trockene Leegebiete, besonders in Sachsen-Anhalt gibt es einige sehr trockene Orte im Regenschatten vom Harz. Das Erzgebirge ist aber eine ziemlich nasse Gegend, vor allem im Nordstau. Viele Grüße in den Süden-Claudi

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