Frühlingsausbruch

Erster Winterling in Schwarzenberg

Dieser kleine Winterling steckt neugierig sein Köpfchen heraus, als wölle es schauen, was denn jetzt los ist, gerade war noch alles tiefgefroren und nun so warm? So richtig traut er dem Frieden noch nicht und bleibt vorsichtshalber knapp über dem Erdboden …

Ein Orkantief südwestlich von Island saugt milde Luft an und bringt sie nach West- und Mitteleuropa. Der Winter hat sich nach der sehr kalten Periode deshalb erst einmal verabschiedet und im Tiefland ist der Schnee bei Temperaturen bis 11°C (Schwarzenberg) in Rekordgeschwindigkeit weggetaut. Selbst auf dem Fichtelberg ist das Tauwetter mit Temperaturen bis 4°C bereits angekommen und die Schneehöhe ist unter einen Meter gesunken.

Blick auf Schwarzenberg am 15. und 19.02.2021

Und es wird noch wärmer. Bis Mitte nächster Woche werden auf dem Fichtelberg bis 12°C erwartet und die wärmsten Täler gehen auf die 20°C zu. Allerdings könnte Saharastaub den Himmel trüben und vielleicht auch für milchige Wolken sorgen.

Aber ein Blick in die Statistik zeigt, dass einer strengen Kaltluftperiode mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere folgen werden. Und tatsächlich berechnet das amerikanische Vorhersagemodell bereits Anfang März ein Rückkehr der Kälte und die anderen Modelle ziehen allmählich nach. Details bleiben natürlich noch abzuwarten, aber Sonnenanbeter sollten auf jeden Fall die warmen Tage bis kommenden Donnerstag intensiv nutzen. (ch)

Dieser Beitrag wurde unter Aktuelle Wetterinfos abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Frühlingsausbruch

  1. Matthias Grimm schreibt:

    Betrachtet man den Zeitraum ab 1900 dürfte es keine Rekorde,selbst auf dem Fichtelberg nicht gegeben haben.
    Am 26.2.1900 wurden in Zwönitz 21,1Grad gemessen,1,3 Grad mehr wie am Sonntag.Ob beide Daten hinsichtlich Messumfeld(zugenommener Wärmeinselefekt) und Technik allerdings vergleichbar sind möchte ich bezweifeln

    Gefällt mir

    • ch schreibt:

      Ich habe alle vorhandenen Daten ab 1890 hergenommen, die allerdings bis 1915 etwas lückenhaft sind. So wurde am 26.02.1900 auf dem Fichtelberg ein Maximum von 10.2 °C gemessen. Die Messungen und vor allem die Extremtemperaturen von Bergen sind oft nicht mit tieferen Lagen vergleichbar, bei Föhn- und Inversionseffekten (wie gestern) ist natürlich der Fichtelberg begünstigt.
      Der Wärmeinseleffekt ist auf Bergen nicht so ausgeprägt wie in Städten, zumal sich die Bebauung auf dem Fichtelberg nur wenig geändert hat. Lediglich der Bewuchs der Bäume ringsherum war mal mehr und mal weniger dicht.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s