Das Wetter im Osterzgebirge im Januar 2021

Die 1. Dekade des Jahres 2021 bleibt nass und trüb in Erinnerung. Vom 03. – 05. wurde auch im Tiefland Nebel beobachtet. Es bildete sich eine dünne Schneedecke bis in Elbtal. Die Konstellation der Druckgebiete lies den Wind fast einschlafen.
Hoch Antje“ mit ihrer Hochdruckbrücke lies endlich mal nennenswert Sonne bis zum Erdboden durch. Die Temperaturen gingen auf -6 bis – 8 °C zurück. Es blieb aber nicht komplett trocken, wodurch sich wieder flächendeckend eine Schneedecke ausbildete.

Tief Dimitrios“ bestimmte ab dem 12. die Witterung: Mit stürmischen Wind aus NW-NO gewitterte es am Abend des 13. begleitet von Schneeschauern. Auf der Rückseite floss feuchte Polarluft zu uns. Die Schnee-decke erreichte am 16. den Höchstwert (außer Zinnwald) mit 12 cm (Dohna) bis 20 cm (Bannewitz). Am Morgen des 17. maß das Dohnaer und Köttewitzer Thermometer den Monatstiefstwert mit -11,0 °C/-8,9 °C
Diesmal war die Kälte im Tiefland nicht mit Sonnenschein verbunden.
Mit „Tief Goran“ entwickelte sich eine straffe Südwestlage. Vom 19. – 23. lagen die Temperatur deutlich über dem Soll. Den Höhepunkt spiegelt der 22. mit 4,0 °C (Zinnwald) bis 12,1 °C (Dohna) wieder. Bis auf 500 m war wieder das Grün sichtbar. Die Sicht war erstmalig sehr gut. In Zinnwald reichte es mit 53 cm Schnee deutlich für Wintersport auch wenn der Schnee nicht der „glatteste“ war.
Aber eine westliche Troglage („Tief Irek“) versorgte den Landkreis anschließend mit viel Neuschnee im Gebirge. Auf Höhe des Elbtals blieb es matschig.
Der mit Abstand schönste Tag war der letzte des Januars. Die Sonne schien die max. mögliche Zeit (7,9 h). Vom Osterzgebirge aus war die Schneekoppe zu erkennen und der Wind wehte lau g Kaiserwetter. An diesem Tag meldeten Dohna & Köttewitz 3 cm, Bannewitz 10 cm und Zinnwald-Georgenfeld 71 cm als Schneehöhe.

Mit -3,7 °C war Zinnwald erwartungsgemäß der kälteste und Dohna (1,0 °C) der wärmste Standort. Die Mitteltemperaturen lagen dabei im januarüblichen Bereich. Frost trat an 16 (Köttewitz) bis 31 Tagen (Zinnwald) auf. Eistage mit Höchstwerten < 0 °C registrierten die Thermometer zwischen 1x (Dohna) und
25 x an der Wetterwarte Zinnwald. Auch diese Parameter lagen im gewöhnlichen Bereich. Turbulenter wurde es beim Niederschlag und Sonnenschein. An beachtlichen 26 Tagen sammelte sich im Zinnwalder Hellmann Niederschlag und an allen Tagen mit Festkörpern. Am wenigsten zu tun hatte der Bannewitzer Wetterbeobachter (19 Tage). Den geringsten Schneeanteil meldete Köttewitz (21 Tage). Die Niederschlags-summen von 74 mm (Köttewitz) bis 116 mm (Zinnwald) überboten das langjährige Mittel um 50 % im Obererzgebirge und 80 – 90 % im Tiefland. Erwartungsgemäß blieb uns dadurch die Sonne einiges schuldig. Messbar war sie an 9 bis 11 Tagen (gesamt 28 bis 37 h). Der 4. trübste Januar in der Gesamtreihe! Der Himmel war zu 7,3/8 = 91 % bedeckt. Aber die Skifans freuten sich trotzdem. Schließlich war den gesamten Januar über Wintersport auf dem Kamm möglich. Selbst im unteren Erzgebirge reichte es für 12 Skitage (Schneehöhe ≥10 cm). Die max. Höhe in Dohna betrug 12 cm. Die Vereinsbeobachter in Zinnwald-Georgenfeld freuten sich am 30. über 73 cm. Nebel entstand an 1 (Dohna & Bannewitz) bis 24 Tage (Zinnwald). Köttewitz – sonst ein nebelfreier Ort – kam an 4 Tagen in den „Genuss“.

Ihr Sebastian Wetzel und Norbert Märcz, Wetterverein Zinnwald-Georgenfeld e.V.

Das Wetter im Vergleich:

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