Was vom Montreal-Protokoll blieb?

Im Jahr 1987 beschloss ein großer Teil der Welt den Ausstoß an FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) zu verringern und viele chemische Verbindungen ganz zu verbieten. Leider halten sich China, sowie mehrere Entwicklungsländer nicht daran. Außerdem werden manche Chemikalien noch stärker eingesetzt. Z.B. HCFC-22 (Kühlmittel). Auch Lachgas N2O wird immer stärker emittiert. Das Ergebnis ist ein weiterhin jahreszeitliches vorhandenes Ozonloch über der Ant- und Arktis.

Quelle: https://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/stratosphere/strat_a_f/gif_files/gfs_toz_nh_f00.png

Der nationale ozeanische und atmosphärische Dienst der USA maß am 9. Oktober über Teilen der Antarktis < 100 DU (Dubson-Einheit) und somit den geringsten Bereich der Skala. Unter einem Wert von 220 DU spricht man von einem Ozonloch. Dieses hat die Größe des gesamten Kontinents – größer als Europa.

Es sollte noch erwähnt werden, dass die Größe des Ozonlochs auch von der Temperatur in 20-40 km Höhe im jeweiligen Winter abhängt. Ist diese sehr kalt, werden die Schadstoffe in Eiskristallen konserviert und im Frühjahr, wenn die Sonne die kalte Polarnacht beendet, auf einmal freigesetzt. Deshalb ist auch das Ozonloch im Frühjahr am größten. In der nördlichen Hemisphäre sanken letzten Winter die Temperaturen im arktischen Polarwirbel so tief, dass es selbst über Deutschland Polare Stratosphärenwolken (PSC) gab, was sehr ungewöhnlich ist. Dafür müssen die Temperaturen auf min. – 78 °C sinken.

Dieser Beitrag wurde unter Aktuelle Wetterinfos veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Was vom Montreal-Protokoll blieb?

  1. ch schreibt:

    Es sollte noch erwähnt werden, dass die Größe des Ozonlochs auch von der Temperatur in 20-30km Höhe im jeweiligen Winter abhängt. Ist diese sehr kalt, werden die Schadstoffe in Eiskristallen konserviert und im Frühjahr, wenn die Sonne die kalte Polarnacht beendet, auf einmal freigesetzt. Deshalb ist auch das Ozonloch im Frühjahr am größten. Im letzten Winter sanken die Temperaturen im arktischen Polarwirbel so tief, dass es selbst über Deutschland Polare Stratosphärenwolken (PSC) gab, was sehr ungewöhnlich ist.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s