Sommerhalo

Zirkumhorizontalbogen rechts vom Fichtelberg, aufgenommen vom Oberbecken des Pumpspeicherwerkes Markersbach (wh, ch)

Regelmäßige Blogleser wissen sicher schon, dass es ca. 50 Haloarten gibt, die durch Lichtbrechung oder -spiegelung an den Eiskristallen hoher Cirruswolken oder im Winter in bodennahen Eisnebel entstehen. Es gibt allerdings eine Haloart, die man nur im Sommer beobachten kann: den Zirkumhorizontalbogen.

Damit er als farbiges Band etwa 50° unterhalb der Sonne sichtbar werden kann (→ siehe Artikel zur Winkelschätzung), muss die Sonne mindestens 58° über den Horizont steigen. Im Erzgebirge ist das in den Mittagsstunden zwischen Mitte Mai und Ende Juli der Fall. Allerdings steigt die Sonne selbst zum astronomischen Sommeranfang nicht höher als 63°, bei 68° Sonnenhöhe erreicht der Zirkumhorizontalbogen aber erst seine maximale Helligkeit. Deshalb ist er in unseren Breiten leider nie in seiner vollen Pracht und Farbigkeit zu sehen. Wer allerdings Urlaub in den Alpen oder noch südlicher macht, kann ihn bei optimalen Voraussetzungen in voller Brillanz bewundern.

In Ländern nördlich des 55. Breitengrades (z.B. Schottland, Dänemark oder Moskau) kann der Zirkumhorizontalbogen übrigens gar nicht gesehen werden, da die Sonne nicht mehr hoch genug steigt. Damit ist dies eine der wenigen Haloerscheinungen, die nicht überall auf der Erde beobachtbar ist. (ch)

Weitere Infos und Bilder zum Zirkumhorizontalbogen auf Meteoros.de

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