(Klima)Tagesschau

Wir schreiben den 10. März und nach dem meteorologischen, folgt nun auch bald der kalendarische Wechsel der 2 Hauptjahreszeiten auf den beiden Hemisphären. Daher möchte ich ausführlicher über die neuesten Erkenntnisse berichten.

Angefangen in Deutschland und Mitteleuropa: Hier war es fast ausnahmslos der 2. wärmste Winter nach 2006/2007 und der Februar einer der nassesten. Im Einzugsgebiet des Rhein und der Oberdonau sogar mit Hochwasser.

Ebenso das westliche Mittelmeer samt Andalusien musste mehr Niederschlag wegstecken. Die Westalpen erreichten beachtliche Schneehöhen und auch in der Sahara schneite es aufgrund der Troglage im Frühwinter. Im Flachland kehrte der Winter nur im Norden Schwedens und Finnlands ein (Wintersport). Osteuropa und auch weite Teile Asiens erlebten hingegen einen sehr trockenen Winter und den wärmsten je aufgezeichneten. Ursache war unter anderem ein nur schwach ausgeprägtes Sibirienhoch und fasst ausschließlich West-Südströmung (Lee). Im Ostukrainischen Charkow lag erstmals die Wintermitteltemperatur über dem Gefrierpunkt (0,4 °C). Eine Anomalie von knapp + 10 K!

Ein starker Temperaturgradient zwischen Labrador- und Golfstrom ließen vor Neufundland die Tief’s quasi im Tagestakt entstehen. Daher ist es nicht verwunderbar, dass der Nordatlantik im wahrsten Sinne des Wortes hohe Wellen schlug. Der Jetstream stellte sich dauerhaft fluggünstig ein und ermöglichte einen neuen Rekord eines Fluges von NY nach London in < 5 h. Der sonst so typische Mix aus Norther und Souther hielt sich im Winter in Grenzen. Daher schneite ein Großteil der Feuchte über Kanada ab. Die Südstaaten der USA – besonders Texas – leiden jedoch bis heute unter den Folgen des Kontinentalwindes „Chinook“ (Dürre).

Aufgrund der Wärme und der aktiven Frontalzone meldete der finnische Wetterdienst die höchste Schneemasse auf der Nordhalbkugel seit Beginn der Satellitenmessung in den 1970-ern.

Ganz anders das Bild in der Antarktis. Vor deren Küste ist normalerweise das stürmischste Gebiet der Welt. Doch diesen Sommer war hier die Wetterküche über Patagonien und der Antarktis sehr faul.

Australien erlebte, anders als die Medien vermuten lassen, einen ziemlich genormten Sommer. Er war sogar kälter als die letzten Jahre.

Besonders auffällig ist die kalte Stratosphäre. Ob sich daraus ein Einfluss auf die Troposphäre entwickelt wird sich zeigen. Mögliche Erklärungen meinerseits sind erhöhte Wasserdampfverdunstung, eine Spätreaktion auf die noch immer fehlenden Sonnenflecken, Abnahme des Höhenozones.

Wie geht’s weiter?

Im Südpazifik zeichnet sich der nächste El Niño ab. Der März wird in Deutschland kaum wärmer als der Februar. Schließlich erwärmt sich der Atlantik nicht so schnell. Die Sonnenaktivität ist nach wie vor auf einem negativen Rekord seit dem 19. Jhr. Allerdings wird für dieses Jahrzent ein großer Zyklus erwartet. Die Erwärmung dürfte dann noch rascher voranschreiten.
Ich persönlich erwarte für diesen Sommer intensive Hurricanes aufgrund des stabilen NO-Passat’s. Aber für uns Sachsen leider einen atlantisch geprägten Sommer (warm/schwül, regnerisch).

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