Wetterrückblick Osterzgebirge 2019

…Als das Staunen kein Ende nahm.

Januar

  • Gemäßigte Temperaturen.
  • Nassester Monat von 2019 mit 212 mm in Zinnwald (darunter 3x >20 mm). Höchster 24h – Niederschlag = 39,9 mm. Messbarer Niederschlag täglich von 1. – 18., im gesamten Landkreis erhöhte Niederschläge. Leichtes Elbhochwasser!
  • Um Dresden wenig Schneetage, dagegen überdurchschnittliche 103 cm an der Wetterstation Zinnwald.
  • 13./14. „Sturmtief Florenz“: Die weichen Böden/Eisablagerungen verursachten starken Forstschaden.
  • Jahrestiefstwerte in der 3. Dekade. Selbst in Zinnwald nur – 12,0 °C.

Februar

  • In der 1. Dekade starker Schneefall bis ins Flachland. „Tief Quirin“ verursachte 30 cm Neuschnee in 24 h. Allzeitrekord. In Zinnwald Anstieg der Schneehöhe auf 1,22 m.
    Aber schon am 10. die letzte Schneedecke des Flachlandwinters.
  • Sonnige 2. Ferienwoche mit Jahreshöchstluftdruck von 1046 hPa (Hoch Erika).
  • Am Monatsende neue Temperaturrekorde (12 – 16 °C).
  • Drittsonnigster Februar um Dresden, teils ohne Eistage.

März

  • Um den 10. „Sturmtief Eberhard“ mit Bft 11 bis ins Tiefland, begleitet von Gewittern.
    Der Sachsenforst veröffentlicht alarmierende Schadquoten.
  • In der 2. Dekade erreichten die ersten Stationen die Grünlandtemperatur.
  • Ende der Wintersaison am 29.03.
  • Der windigste Monat 2019.
  • Im Flachland regional keine Frosttage. In der Dresdner Reihe zweithöchstes Temperaturminimum nach 1967.

April

  • Für Kälteliebhaber der heimliche Sommer.
  • Sonniges und mildes Osterfest unter der Regie von „Hoch Katharina“.
  • Neben dem Juni der heiterste Monat, dazu mit der geringsten Luftfeuchtigkeit.
  • Zwischen Ende März und Mitte April über 2 Wochen lange Trockenperiode.
    Die Böden und Flüsse begannen  „auf Reserve“ zu laufen . Am Monatsende erste Sommertage.

Mai

  • Am 05. letzte Schneedecke in Zinnwald – Frost am 15.
  • Eine Abwechslung von Regen und Sonne sog die Böden nochmal voll.
  • In der 2. Monatshälfte frühsommerliche Schwüle.
  • Der einzige deutlich zu kühle Monat in 2019 (Abweichung -1,5 bis – 2,0 °C).
  • Feuchter und sonnenärmer als der April.

Juni

  • Eine Serie von Hagelgewittern (Köttewitz 10. – 12.) zerstörte im Borthener Raum die Ernte und beschädigte Autos und Häuser („Tief Jörn/Klaus“).
  • Am 30. Jahreshöchsttemperaturen von 31 – 38 °C. Luftfeuchte: < 20 %.
  • Insgesamt ein sehr schwüler und der heißeste und sonnigste Juni seit Aufzeichnungsbeginn (+ 5 °C). Der Juni war der wärmste, sonnigste und um Dohna der trockenste Monat des letzten Jahres.
  • Die Vegetation explodierte förmlich mit früher Obst-, Gemüse- und Getreideernte.
  • 26 Fernsichttage.
6 cm große Hagelkörner in Köttewitz am 11.06.

Juli

  • Nach kühlen, nassen und windigen Start viel Sonne, wenig Regen und Hitzewelle Nr. 2.
  • Vom 23. bis 27. fast ungehinderte Strahlung durch Hoch Yvonne.
  • Die Ober- und Mittelböden trockneten völlig aus. Neupflanzungen verdorrten. Beginnendes Niedrigwasser in Gewässern.
  • Geringstes Luftfeuchtemittel aller 12 Monate.

August

  • 8 Sommertage in Zinnwald
  • Weiterhin hoher Taupunkt
  • An allen Tagen Sonnenschein
  • Die klimatische Wasserbilanz erreichte mit -200 mm ihren Höhepunkt.

September

  • Am 1. das letzte (Sommer)Gewitter mit Sturm des Jahres.
  • Um den 08. Vb-Tief „Hans“, jedoch nur 50 L pro Quadratmeter an der Wst. Zinnwald
  • Die Talsperrenpegel sanken auf Vorjahresniveau.
  • Das Wintergetreide kann nicht keimen, Obstbäume warfen frühzeitig die Früchte ab.

Oktober

  • Mitte Oktober, wie 2017, sehr warm mit Sommertag am 13. im Tiefland.  Zum letzten Mal schwül.
  • Erst am 6. Frost auf dem Kamm und am 30. im Elbtal.
  • Die Dürre erreichte ihren hydrologischen Höhepunkt, die Flusspegel stiegen anschließend wieder.
  • Spätobst und Getreide gediehen wie nie zuvor. Gründüngungen und Obstbäume blüten erneut.
  • Schwalben nisteten ein 3. Mal.

November

  • Am 13.11. erste Schneedecke des Winters 2019/2020. Es folgten nur 3 weitere Tage.
  • In den Folgetagen Sturm und bis zum Monatswechsel Nebel.
  • Geringster Luftdruck dieser Dekade (1006,9 hPa).
  • Monat mit den wenigsten Fernsichttagen und höchster Luftfeuchte in 2019, sowie 3 Nebeltagen in Köttewitz.
  • In Zinnwald der trockenste Monat.

Dezember

  • Um den 08. sehr mild und im Flachland Beginn der Brutzeit. Statt braun-weißen Äcker blühten die Felder gelb. Wintergetreide schoss bereits. Kirschbäume blühten.
  • Erst am 13. Dezember schneite es im Elbtal (Spätester Termin nach 1938).
  • Stark wechselnder Luftdruck Jahrestiefstwert von 982 hPa am 13.
  • Nur 1 Skitag am Hochmoor.
  • Der Dezember war erneut viel zu trocken, zudem 3 – 3,5 °C zu warm, auch wenn die Frosttage dies nicht vermuten ließen.
  • Trockenster Monat im Tiefland.
  • Die Böden waren noch trockener als vor 12 Monaten. Niedrigwasser und mau gefüllte Talsperren.

Jahr

  • Wärmstes Jahr der Moderne (6,9 °C – 11,3 °C), ebenso wärmster Sommer (16,6 °C – 21,0 °C).
  • Erneut deutlich zu trocken und sonnig, jedoch abgeschwächt.
  • Fast soviel Sommer-/Hitzetage wie 2018.
  • hoher Taupunkt durch TrW-, SWz-, SZ- UND Sez-LaGEN. Aufsummiert 43 % meridional. Nach 2016 die meisten schwülen Tage.
  • Noch nie wurden sowenig Nebeltage und soviel Fernsichttage beobachtet.
  • „Nur“ 89 Skitage.

Und 2020?

  • In den Bergen sehr milder und überall trockener Januar. Einzigartig!
  • Elbpegel bei 80 cm.
  • Kein kühler und/oder nasser Spätwinter in Sicht aufgrund eines hohen NAO-Index.
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