Wieder Messwerte von Niederschlag und Schneehöhe auf dem Fichtelberg

Seit einigen Tagen werden auf dem Fichtelberg wieder Messwerte für Schneehöhe und Niederschlag erhoben.

Da die Niederschlagsmessung des DWD zum 1.01.2019 eingestellt wurde, hat die Kachelmann GmbH im Windschatten der Fichtelbergbaude einen eigenen Niederschlagsmesser installiert. Dieser ist 3 Meter hoch, um ein Einschneien zu verhindern, aber auch, damit es bei bodennahen Schneefegen nicht reinweht.

Auf dem Messfeld des DWD wurde ein Schneehöhensensor aufgebaut. Ob er sich bei großen Schneehöhen bewährt, wird sich zeigen, auch wenn Vergleichsmessungen aufgrund des zum 1.01.2019 abgezogenen Personals nun nicht mehr möglich sind. Ein Anhaltspunkt für die Schneebedeckung ist es sicher, aber eine Punktmessung auf dem stürmischen Gipfel wird nie die frühere konventionelle Messung an 16 Standorten ersetzen können (siehe auch diesen Artikel). (wh)

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7 Antworten zu Wieder Messwerte von Niederschlag und Schneehöhe auf dem Fichtelberg

  1. klimareihenfritze schreibt:

    Ein 3 Meter hoher Niederschlagsmesser weist gegenüber einem 1 Meter hohen eine Mindermessung in Höhe von ca. 15 % (Sommer) bis 45 % (Winter) auf. Daher nicht zu empfehlen 😉
    Holländische Lösung: Regenmesser komplett in den Boden einlassen. Das minimiert zwar den großen Windfehler, wertet Schneewehen aber zu häufig als Schneefall. Um die Fehlmessungen beider Verfahren und Geräte (in 0 m und 3 m Höhe) ohne Personal erkennen zu können, bräuchte man wohl beide gleichzeitig und noch einen ausgetüftelten Algorithmus dahinter.
    Satelliten- oder Radardaten sind jedenfalls an dieser Stelle als Hilfe unbrauchbar, die Radarechos schaffen es meist nicht über den Gebirgskamm

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    • ch schreibt:

      Und was machen die Holländer bei fast 2 Meter Schnee wie im letzten Januar? Ok, das haben die in ihrem Flachland wohl nicht … 😉

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      • klimareihenfritze schreibt:

        Wenn man davon ausgeht, dass auf einer Gipfelstation im Winter – allein schon um die Funktionsfähigkeit und Fehlerfreiheit aller Sensoren zu gewährleisten – mindestens eine tägliche Routinewartung (z.B. Entfernung des Schnees vom E-Min-Sensor) sowieso notwendig wird, dann kann auch das Ausbuddeln des Niederschlagsmessers dabei erfolgen. In quasi all unserer Nachbarstaaten (Tschechien, Polen, Frankreich, Schweiz, …) ist die personelle Betreuung von Bergstationen selbstverständlich, nur das reiche Deutschland muss ja bei sowas sparen …

        Liken

  2. Franz schreibt:

    Geht die private Messung von Gerd Franze weiter? Es wäre interessant zu vergleichen. Danke

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  3. Anette Aslan schreibt:

    Solch fantastische Brockenbilder habe ich ja noch nie gesehen! Eine tolle Reportage und unglaublich tolle Bilder! Bin ganz abgetaucht, Danke für diesen Beitrag!!!
    Gruss von Anette

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