Bewölkungszunahme durch Flugverkehr?

Gestern beendete ich die Auswertung von 137 Jahren Wolkenbeobachtung in Sachsen. Glücklicherweise fand ich Quellen, indem der Bedeckungsgrad schon in Achtel umgerechnet wurde, da im Deutschen Reich die Bewölkungsangabe in Zehntel üblich war. Zum Beginn der Messreihe lag der Wert bei 5,2/8. Und nun 137 Jahre später 5,3/8. Das ist einer Stagnierung. Zu erkennen ist eine leichte Schwankung.

Das Argument einiger Verschwörungstheoretiker oder gar nur die subjektive Aufassung der Bevölkerung, dass durch die vielen Kondensstreifen der Himmel verdeckt wird, ist also als nicht zutreffend zu beantworten.

Jedoch ist bekannt, dass gerade dünne Cirrus, Cirrostratus, Cirrocumulus (Oberen Stockwerk) zu einer Temperaturerhöhung führen. Die bodennahe Globalstrahlung steigt durch die Lichtbrechung und die Reflektion ins Weltall wird erschwert. Um zu prüfen, inwiefern sich Kondensstreifen auf die Temperaturerhöhung auswirken, müsste ausgewertet werden, wie sich die Bedeckungsgrade der jeweiligen Stockwerke entwickelt haben.

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