Frost und Hitze

Frost

Morgendlicher Reif

Während sich die Medien schon fast überschlagen, um einen neuen Höhepunkt der Hitzewelle zu prognostizieren, hat es in Kühnhaide am Morgen Minustemperaturen und in Deutschneudorf immerhin noch Bodenfrost gegeben Aufgrund der sehr trockenen klaren Luft konnte es ohne den schützenden Wasserdampf ungehindert auskühlen. Nachfolgend die Erzgebirgstemperaturen der letzten Nacht.

Minimumtemperaturen der letzten Nacht im Erzgebirge

Aber nun zurück zur Hitzewelle. Denn die wurde durch die letzten beiden angenehm temperierten Tage fast in ganz Deutschland unterbrochen.Nur im Süden und Südosten hält sie unvermindert an. Das Erzgebirge konnte bei Werten bis 25°C (Aue) und kühlen Nächten erst einmal aufatmen. Dennoch kommt heute und Morgen auch zu uns die Hitze nochmals zurück und morgen könnte es sogar noch etwas wärmer werden, als letzten Donnerstag. Aber die Luft bleibt trocken und es wird sich nicht so drückend anfühlen, wie mancher schon in diesem Jahr erlebte Gewittertag.

Wer kann, sollte diesen Tag im Gebirge oder Schwimmbad genießen, denn am Montag geht es mit den Temperaturen deutlich bergab. Zwar bleibt es vorerst schön, doch droht nach dem europäischen Vorhersage-Modell die Wetterlage im derzeitigen Siebenschläferzeitraum langfristig unbeständiger zu werden und zwar in Richtung ganz normales mitteleuropäisches Sommerwetter. Hoffen wir, dass es recht behält 🙂

Nachfolgend noch eine Temperaturverteilungskarte aus Frankreich, welche derzeit durch die sozialen Netzwerke geistert…die Ähnlichkeit zum Werk des norwegischen Künstlers Edvard Munch „Der Schrei“ ist verblüffend und bringt es auf den Punkt … die derzeitigen Rekordtemperaturen bis 45°C in Frankreich sind wirklich nur noch zum Schreien … (ch)

Schrei

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4 Antworten zu Frost und Hitze

  1. Franz Zeiler schreibt:

    Das sind die faszinierenden Momente am Wetter. Während alle unter der Hitze stöhnen, kann sich mancherorts in den morgendlichen Kältesseen geschützter Mulden Bodenfrost bilden. Für die meisten unvorstellbar. Ich war heute früh aber auch mit den angenehmen 9 °C an meiner Messstation zufrieden. Ein Tagesgang von ca. 25 K steht noch bevor.

    Ich hoffe, dass EZ und die Siebenschläferregel auch heuer wieder den weiteren Sommertrend des Wetters treffen.

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  2. meteocb schreibt:

    Eben so faszinierend kann Wetter sein. Hitze & Kälte so nah beieinander. Gespannt bin ich vor allem auf die Entwicklung solcher Hochtäler bzw. Kaltluftseen. Wie verkraften sie den klimawandel, die langsame Erwärmung? Wie passt sich die Natur dort oben an? Es bleibt sehr spannend. Danke für den Beitrag 🙂

    Gefällt 1 Person

    • ch schreibt:

      Die Berge reagieren auf jeden Fall sensibler und anders als das Flachland. Bei den Monatsauswertungen merke ich immer öfter, dass der Fichtelberg herausfällt. Deshalb sind wir auch echt entsetzt darüber, dass man mit der „Automatisierung“ einfach die Niederschlags- und Schneehöhenmessung eingestellt hat und auf solche langen Reihen bewusst verzichtet.
      Auf jeden Fall haben wir festgestellt (und ich denke, dass es in den Hochtälern ähnlich ist), dass das mittlere Minimum sogar leicht zurückgeht. Vielleicht hängt dieser Effekt auch mit der immer sauberer werdenden Luft zusammen, das ist schwer zu sagen. Ich bin auch gespannt, ob sich dieser Effekt verstärkt oder irgendwann umkehrt.

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