Fichtelbergwetter im November 2018

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Die seit Februar vorherrschende Hochdruckdominanz und die seit April andauernde Wärme und Trockenheit setzte sich auch im November fort. Nur wenige Tiefdrucksysteme schafften es zu uns. Insofern fällt die Monatsbilanz für den sonst oft trüben Monat erneut zu warm, zu trocken und überdurchschnittlich sonnig aus.

Theoretisch müsste man die Halbjahres“-Sommer“-auswertung noch bis mindestens zur ersten Novemberhälfte ausdehnen, denn die spätsommerlichen Temperaturen bis fast 20°C setzten sich auch Anfang November fort. In Süddeutschland wurden unter Föhneinfluss bis 25°C gemessen! Auch auf dem Fichtelberg konnte man es bei windarmen Temperaturen bis 13,9°C (am 04.) noch locker ohne Jacke aushalten. Das ist zwar nicht ansatzweise in Rekordnähe vom November 2015, wo am 02. 19,0°C registriert wurde, aber es war immerhin die zweitwärmste erste Novemberhälfte in der 103-jährigen Fichtelbergstatistik.

Das änderte sich zu Beginn der zweiten Monatshälfte, als mit schneidend-kaltem Ostwind, Reif und Nebelfrost ein Hauch Winter auf den Berg einzog. Ab 19. November kam dann auch der Schnee dazu und blieb, auch wenn sich die maximalen 13cm am 21. Bis zum Monatsende auf nur noch 7cm minimierten.

In der Nacht zum 30. wurde der Monatstiefstwert von -9,5°C registriert. Am Morgen schob sich allerdings Warmluft über die durch Böhmischen Nebel angereicherte Kaltluft und sorgte verbreitet für massives Glatteis, was sicher Vielen in Erinnerung bleiben wird. Teilweise waren die Autos so dick zugepanzert, dass sie kaum noch frei zu bekommen waren.

Insgesamt lag das Monatsmitteltemperatur von 1.6 °C um 2.5°C über der langjährigen Mitteltemperatur von -0.9 °C und landete damit auf Platz 15 der wärmsten Novembermonate. Es gab 7 Eistage (Höchsttemperatur < 0 °C) und 16 Frosttage (=Tiefsttemperatur < 0 °C.) in diesem Monat.

Die Sonne schien mit insgesamt 121.5 Stunden doppelt so viel wie normal und katapultierte den Monat auf Platz 4 der sonnenreichsten November. Auf Platz 1 thront weiter unangefochten der November 2011 mit 179,9 Stunden. Zum Vergleich: Im November 1944 zeigte sich die Sonne gerade mal 18,9 Stunden.

Nachdem der Oktober auf dem Fichtelberg niederschlagsnormal war, schlug der November erneut mit Trockenheit zu. In der ersten Monatshälfte fielen nur 1,8mm, was in der Statistik die dritt-trockenste erste Monatshälfte bedeutet. Zum Monatsende bekamen wir dann doch etwas Niederschlag (meist als Schnee). Vor allem die 10,0mm am 30. Sorgten dafür, daß in der Monatsbilanz mit 30.8 mm immerhin noch 35% des Normalwertes fielen und er fiel in der Statistik auf Platz 13 zurück.

Die höchste Windgeschwindigkeit des Monats wurde am 19. mit 83.9 km/h gemessen. Starker Wind (Windstärke 6) wehte an 13 Tagen und stürmischer Wind (Windstärke 8) an 8 Tagen.

Den gesamten Monat über gab es wunderschöne Sonnenauf- und Untergänge (123456), Luftspiegelungen, Glorien, erste Eisnebelhalos und wunderschöne Wolkenstimmungen durch den Böhmischen Nebel. Eine besonders erwähnenswerte Erscheinung ist die scharfe Wolkenkante, welche am 01. von Norddeutschland bis nach Algerien reichte.

Monatswerte Fichtelberg

Wetterrückblick Olbernhau von Dirk Christoph

Deutschlandwetter im November 2018, Pressemitteilung des DWD

Wetterrückblick des Observatoriums Hoher Peißenberg in den bayrischen Voralpen

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