Traumwetter, Kaltfront und lang ersehnter Regen

Die vergangene Woche war ja an Traumwetter kaum zu überbieten. Der Himmel strahlte in Azurblau und in der klaren Luft gab es, wie bereits hier erwähnt, für Sommer ungewöhnlich gute Sichtweiten. Mehrfach waren der Brocken und das Riesengebirge zu sehen, am besten am 1. Juli. Nur die Nächte waren eisig kalt und es gab in Oberwiesenthal Reif. Folgende Fotos wurden von Gerd Franze fotografiert.

In der Phänologie hat sich bis zu einer Höhe von etwa 1000 Meter mit den reifen Früchten der Eberesche (bzw. des Vugelbeerbaams) der Spätherbst eingeschlichen. Auf dem Fichtelberg hat die Blüte des Schmalblättrigen Weidenröschens den letzten großen Pflanzenzyklus eingeleitet, nach dem Weidenröschen kommt nicht mehr viel nach. Wenn die Natur in diesem rasanten Tempo weiter macht, sollten wir Mitte August den ersten Schnee bekommen und dann bis zum Jahresende vielleicht doch noch unsere Rekordschneehöhe von 3,35 Meter knacken 😉

Das Wetter sieht heute schon mal herbstlich aus. Mit der Kaltfront des wohlklingenden Tiefs ELISONIA kamen gestern einige Gewitter nach Sachsen und brachten den meisten Gebieten lang ersehnten Regen. Viel kam nicht zusammen, am meisten fiel in Schwarzenberg (8,9mm) und Marienberg-Kühnhaide (14,6mm). Die Temperaturen fielen bis in die Nacht teilweise um mehr als 20°C, in Aue zum Beispiel von 30°C auf 8,8°C.

Zwar setzt sich nun wieder von Westen her wieder zunehmend Hochdruckeinfluss durch, aber von Nordwesten her gelangt nun kühlere Luft zu uns. Der Sommer geht also mit angenehmen Temperaturen in die nächste Runde, langfristig simulieren die Modelle allerdings wechselhafteres Wetter. Hitzewellen (die übrigens dadurch definiert sind, dass an aufeinanderfolgenden Tagen 30°C und mehr erreicht werden) stehen auf jeden Fall für das Erzgebirge weiterhin nicht auf dem Plan. (ch)

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5 Antworten zu Traumwetter, Kaltfront und lang ersehnter Regen

  1. Manfred Kottke schreibt:

    Die Vogelbeeren resultieren aus der Notreife, wie viele andere Kräuter und Früchte.

    Gefällt 1 Person

  2. ch schreibt:

    Danke für die Info!

    Gefällt mir

  3. Pit schreibt:

    Das ist ja ein interessanter Blog! Gefällt mir ausgezeichnet.
    Mal eine Frage: ist es überhaupt möglich, einen Berg in über 200 Kilometer Entfernung mit bloßem Auge zu sehen oder braucht man dafür ein Fernglas? Das sind ja irre Entfernungen.

    Übrigens, ich bin vor kurzem mit dem Fahrrad von Dresden bis zu Euch auf den Fichtelberg geradelt. War anstrengend, aber wunderschön. Leider hatte ich nicht so die gute Sicht.
    Viele Grüße – Pit

    Gefällt 1 Person

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