Kältewelle 25.02.-01.03.2018

In den letzten 5 Tagen gab es in Mitteleuropa die kälteste Periode des gesamten Winters. Ursache war das Hoch HARTMUT mit Zentrum über Skandinavien, welches die Zufuhr kontinentaler Kaltluft zur Folge hatte. An der Küste fielen durch den Seeeffekt, bei dem durch kalte Luft über wärmerem Wasser starke Bewölkung mit Niederschlägen entsteht, bis zu 50cm Neuschnee (Fotos und Video bei Wetteronline: 123)! Über dem Erzgebirge klarte es dagegen nachts meist auf, so dass vor allem über dem schneebedeckten Erzgebirgskamm das Thermometer verbreitet unter -20°C fiel. Die folgende Tabelle zeigt die Tiefstwerte zwischen Morgenröthe-Rautenkranz und Zinnwald.

KaelteAuf dem Fichtelberg wurden in der 102-jährigen Statistik der Wetterwarte einige Rekorde für die dritte Februardekade geknackt (siehe Übersicht). So reihten sich sowohl die Tiefsttemperaturen als auch die Tagesmittel vom 26., 27. und 28.2. an der Spitze vor dem bisherigen Tiefstwert von 1929 ein. Die Tageshöchsttemperaturen dieser drei Tage belegten immerhin Platz 2-4 der tiefsten Dekadedenmaxima. Das Dekadenmittel reihte sich nach 1986 auf Platz 2 ein.

Rekordverdächtig waren aber auch Niederschlag und Sonne. Die nur 0,2mm Schnee belegten Platz zwei in der Liste der niederschlagsärmsten Februardekaden. Und die Sonne schien mit 67,4 Stunden auf Platz 4 der Bestenliste! In dieser letzten Februardekade, die ja nur 8 Tage dauerte, gab es mehr Sonne, als im gesamten Dezember und Januar zusammen!

Die Kälte weicht nun erstmal den für diese Jahreszeit normalen Temperaturen, aber die Großwetterlage schließt weitere Kälteeinbrüche im März nicht aus. Geblieben sind auf jeden Fall wunderbare Bilder von vereisten Brunnen, Wasserfällen und Bächen. Oliver Kaufmann von Promovie hat zudem wieder wunderschöne Videos gedreht. (ch)

 


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4 Antworten zu Kältewelle 25.02.-01.03.2018

  1. Silvio Wandel schreibt:

    Vielen Dank für die interessante Zusammenfassung der Lage und Zusammenstellung der Werte verschiedener Stationen! Ich habe nur eine kleine Anmerkung, die Datenquelle der Station Kühnhaide ist leider falsch, bei den dargestellten Werten der Tabelle handelt es sich nicht um die Meteogroup-Station, sondern um die Kachelmannwetter-Station. Die Meteogroup-Station hatte dort sogar ein Tmin von -24,5°C am 28.02. und -24,0 am 27.02. registriert.

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    • ch schreibt:

      Vielen Dank für die Anmerkung! Ich wußte nicht, daß es noch Kachelmann-Stationen gibt, ich war der Meinung, daß sie alle an Meteogroup gegangen sind.

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  2. ch schreibt:

    Ich habe es abgeändert.

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  3. meteocb schreibt:

    Auch von mir ein großes Dankeschön für diese Zusammenfassung.
    Schön das es auch in den Bergen noch „Kälterekorde“ in Zeiten des Klimawandels geben kann. Trotzdem bleibt die Entwicklung doch sehr beunruhigend.

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