Saharastaub und Ring von Bishop

Auch heute gab es wieder ein nicht so häufiges Phänomen auf dem Fichtelberg zu sehen. Das sich vom Schwarzen Meer bis nach Skandinavien erstreckende Hoch ADAM sorgte bei uns für eine südliche Höhenströmung, durch welche Saharastaub zu uns transportiert wurde. Vor allem vom Skigebiet Neklid aus nach Süden geblickt, fiel die gelbliche Luftschicht über dem herrlichen Wolkenmeer auf.

Deckte man auf dem Fichtelberg die Sonne ab, dann wurde ein bräunlicher Ring um die Sonne sichtbar. Der so genannte Ring von Bishop entsteht, wenn das Sonnenlicht an den unzähligen Staubpartikeln der Atmosphäre gebeugt wird. Der Radius des Rings variiert dabei stark mit der Partikelgröße. Bei Saharastaub hat er meist einen Sonnenabstand von 10-20°. Bei feinerem Staub oder winzigen schwefelhaltigen Vulkanaerosolen in der höheren Atmosphäre wurden jedoch auch schon Bishop’sche Ringe mit 30 bis 45 Grad beschrieben.

Der Namensgeber dieser Erscheinung ist Pastor Sereno Edward Bishop. Er beschrieb solch einen Beugungsring nach dem legendären Vulkanausbruch des indonesischen Inselvulkans Krakatau, bei dem mehr als 18 Kubikkilometer Gestein und Asche bis zu 80 km in die Höhe geschleudert wurden. (ch)

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