17.09.2017 – Nachtfröste, Schauer und Gewitter

Heute war ein interessanter und abwechslungsreicher Tag. Er begann mit kalten Temperaturen, die in einigen Tälern für zarten Reif sorgten. Im Kältepol Marienberg wurden minimale Lufttemperaturen von -2,8°C in Kühnhaide und -0,3°C in Deutschneudorf-Brüderwiese gemessen. Bodenfrost gab es verbreitet, in Kühnhaide sank das Thermometer 5 cm über dem Erdboden sogar auf -5,8°C. Der Fichtelberg blieb mit einem Erdbodenminimum von 0,1°C gerade noch im Plusbereich.

Der Tag brachte dann einige (leider nur Regen-) Schauer und vereinzelt sogar Gewitter, dazu schöne Regenbögen und Wolkenformationen, die vor allem im letzten Abendlicht für eine zauberhafte Stimmung sorgten. Anbei einige Fotos von Gerd Franze (gf) vom Fichtelberg, Claudia Hinz (ch) aus Schwarzenberg und Wolfgang Weigert (ww) aus Adorf.

In den Alpen gab am Wochenende bis in einige Täler hinab Schnee (z.B. Oberstorf 20cm), ab etwa 2000 Metern bleibt er liegen und erste Skigebiete laden zum Skifahren ein. So meldet das Skigebiet Sölden bereits 70cm Schnee und auch in Ischgl ist ein halber Meter gefallen. Da hängt die Zugspitze mit „nur“ 22cm etwas hinterher, aber aufgrund feucht-kalter Mittelmeerluft kann es bis Wochenmitte weitere Schneefälle geben. Auf einigen Webcams von fotowebcam.eu war der Wintereinbruch zu verfolgen. Hier eine kleine Auswahl verschiedener Webcambilder mit dem auch von uns ersehnten Schnee 😉

Und wo bleibt in diesem Herbst das Gold? Nach wechselhaften und gleichbleibend kühlen Wochenstart ist zur Wochenmitte tatsächlich Wetterbesserung in Sicht und bei Temperaturen bis 20°C scheint die Sonne dann häufiger. Die Großwetterlage scheint sich allmählich zu verändern und das Skandinavientief verliert seinen Einfluss auf unser Wettergeschehen. Gleichzeitig strebt ein Hochdruckkeil nach Norden in Richtung Skandinavien und sorgt über Deutschland für einen ruhigen Wettercharakter. Ob diese Wetteränderung entgültig ist, steht leider noch nicht fest und hängt damit zusammen, wie sich die Wettersysteme zueinander positionieren. Liegt das Hoch weiter westlich, so haben die Tiefdrucksysteme kaum Chancen bis nach Mitteleuropa vorzudringen. Liegt es weiter östlich, so ist mit einem weiterhin wechselhaften Wettercharakter bei der Jahreszeit entsprechenden Temperaturen zu rechnen. Noch sind sich die Wettermodelle nicht ganz einig, aber es besteht endlich die Hoffnung, doch noch einen goldenen Herbst zu bekommen. (ch)

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