Das Sommerwetteraufundab geht weiter

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Auch wenn der wechselhafte Sommer viele nervt, für uns Wetterfrösche ist er äußerst interessant! Denn in der letzten Nacht leitete das Höhentief HARTMUT mit örtlich heftigen Gewittern eine kühlere Periode ein. Der kälteste Tag wird der Samstag, an dem die Temperaturen in den erzgebirgischen Tälern kaum noch auf 15 und auf dem Fichtelberg gerade einmal auf 10°C steigen werden. Nachts schrammt Sachsens höchster Gipfel mit den erwarteten 5°C gerade so an der Schneefallgrenze vorbei, die an diesem Morgen unter 1800 Meter sinken soll.

In den höheren Lagen der Nordalpen wird es also Schnee geben, was ein starker Kontrast zu den Südalpen ist, wo weiterhin bis zu 40°C erwartet werden. Heftige Gewitter sind an dieser markanten Luftmassengrenze also vorprogrammiert. Bereits am Mittwochnachmittag hat es am Gardasee in Norditalien in einer Superzelle ein Hagelunwetter mit Hagelgeschossen in Tennisballgröße gegeben. Allerdings zeigen viele Alpenwebcams aufgrund der nächtlichen Gewitter und dem derzeit flachen Mondlauf auch unzählige wunderschöne und normalerweise sehr seltene Mondregenbögen (z.B. 1234567).

Aber wie geht es mit dem Wetter langfristig weiter? Zunächst bleibt die durchwachsene Witterung erst einmal unverändert. Bis zum Dienstag geht es wieder auf die 30°C zu und anschließend werden erneut Gewitter erwartet. Der Grund für den Schaukelsommer ist ein stets nach Süden verschobener Jetstream, welche eine Tiefdruckautobahn zwischen Island und England bildete und so für das sprunghafte Wetter mit unwetterartigen Wetterereignissen sorgte. Aber leider bleiben die Chancen für ein halbwegs stabiles Sommerhoch weiterhin schlecht. Der Jetstream bleibt südlich orientiert und der Spielraum für andere Großwetterlagen ist relativ gering. Die einzige Chance für eine Veränderung ergibt sich mit der nächsten kurzen Hitzeperiode in der kommenden Woche, wenn sich ein Hochdrucksystem von der Mittelmeerregion in Richtung Mitteleuropa ausdehnt. Behauptet es sich, wie es (nur) das amerikanische Modell ansatzweise berechnet, so wäre mit einem stabileren Wettercharakter zu rechnen. Wird es nach Osten abgedrängt, kommt es auf die Position der Wettersysteme an, ob die Temperaturen bei weiterhin wechselhaften Witterungscharakter eher frühherbstlich oder erneut hochsommerlich werden. Aber wie sagte gestern ein Nachbarskind so schön: „Jetzt sind die Ferien vorbei und nun brauch ich auch keinen Sommer mehr …“ (ch)

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