Fichtelbergwetter Juli 2017

0717

Der Juli 2017 reiht sich in die 80 Prozent der Fälle ein, in der sich die Siebenschläferregel bewahrheitet. Die sich Ende Juni eingestellte Großwetterlage mit kräftigen Tiefdruck über Nord- und Nordwesteuropa und einem Azorenhoch über Südwesteuropablieb auch im Juli erhalten und sorgte immer wieder für maritim geprägte feuchte Luftmassen, die das Wetter sehr wechselhaft gestalteten. Häufig trennte eine Luftmassengrenze kühlere Luftmassen im Norden von zeitweise sehr warmer Subtropikluft im Süden, was immer wieder zu kräftigen Schauern und Gewittern führte. Dazu gab es ein Auf- und Ab der Temperaturen, welche zum Beginn deutlich zu kalt und am Ende deutlich zu warm waren. Im Monatsmittel war der Norden zu warm, in den Alpen reiht er sich dagegen örtlich unter den 20 wärmsten der letzten 200 Jahre ein. Oft gab es kräftige Niederschläge. So brachte Tief ALFRED auf dem Brocken mit 427,5mm die höchste Niederschlagssumme eines Juli-Monats auch die Tagesniederschläge vom 24.07. (121,2mm) und (117,0mm) reihen sich hinter dem 17.02.2002 (154,5mm) auf Platz 2 und 3 in der Statistik ein. Auch auf der Schwäbischen Alb und im Oberallgäu sowie allgemein am Alpenrand gab es große Regenmengen.

Das Wetter im Erzgebirge fiel dagegen kaum aus dem Rahmen. Die Monatsmitteltemperatur war zwar mit 12,9°C um 1,7°C zu warm, aber kein Vergleich zu 2006, dem mit 16,7°C bisher wärmsten Juli. Durch häufige Südwestwetterlagen lagen wir oft im Regenschatten des Erzgebirgskamms. Meist teilten sich auch die Gewitter und zogen nördlich (Nordsachsen) und südlich (Egertal) vorbei, um sich nach Osten zu wieder zu intensivieren. Immerhin wurde die Trockenheit der Vormonate beendet und mit 131% lag der Niederschlag auf dem Fichtelberg (147,5) etwas über dem Mittelwert. Den höchsten Tagesniederschlag gab es am 07. Juli mit 29.1 mm. Die Sonne brachte es mit 159.2 Stunden nur auf 83% des Normalwertes. Die Monatstiefsttemperatur von 3,8°C wurde am 13. Des Monats gemessen, die Monatshöchsttemperatur erreichte am 30. Juli 24,1°C. Es wurde also nicht ein einziger Sommertag (≥ 25°C) registriert.

Die höchste Windgeschwindigkeit des Monats wurde am 12. mit 112.7 km/h gemessen. Starker Wind (Windstärke 6) wehte an 24 Tagen und stürmischer Wind (Windstärke 8) an 6 Tagen, was für einen Sommermonat recht stürmisch ist.

Der Wechselhafte Juli hatte aber auch eine sehr schöne Seite, denn es gab unzählige atemberaubende Morgen- und Abendrots, Regenbögen, Halos, und Föhnstimmungen. (ch)

Monatswerte Fichtelberg

Wetterrückblick Olbernhau von Dirk Christoph

Deutschlandwetter im Juli 2017, Pressemitteilung des DWD

Wetterrückblick des Observatoriums Hoher Peißenberg in den bayrischen Voralpen

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