Beobachtungstagebuch

Erstes Tagebuchblatt der Wetterwarte Fichtelberg vom 1.01.1916

In diesem Artikel veröffentlichten wir den digital erfassten Wetterverlauf an einem (für uns) sehr interessanten Gewittertag. Daraufhin erreichte uns die Frage, was die Eintragungen denn bedeuten und was alles in unseren konventionellen Aufzeichnungen erfasst wird.

Tagebücher gibt es schon seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (am Fichtelberg seit 1.01.1916). Bis zur Digitalisierung wurde in ihnen alles erfasst, was an der Wetterwarte gemessen oder beobachtet wurde.

Neben den Mess- und Beobachtungsdaten wie Wind, Luftdruck, Temperatur, Luftfeuchte, Wolken oder Sichtweite wurde auch besonders viel Wert auf die Aufzeichnungen des Wetterverlaufes gelegt, in dem Gewitter, Niederschlagsarten und –intensitäten, Hagelgröße, Nebel, Nebelfrostablagerungen, Schneedecke, Straßenzustand aber auch die Beobachtung seltener Erscheinungen minuziös festgehalten wurde und wird. Viele dieser Eintragungen werden auch für die Klimatologie genutzt, zum Beispiel die Auszählung von Gewitter oder Nebeltagen, die Anzahl von Tagen mit Schnee oder mit bestimmten Niederschlagsmengen- und –arten.

Die verwendeten meteorologischen Symbole dienen der kurzen, übersichtlichen und international verständlichen Aufzeichnung des Wetterverlaufs und wurden auf dem ersten Meteorologenkongress in Wien 1873 international vereinbart und später ergänzt. Eine Übersicht der Symbole ist hier als JPG zu finden. (ch)

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