Letzter Schnee im Erzgebirge

 

Auf dem Fichtelberg sind die letzten Schneereste Mitte Mai weggetaut. Aber es gibt zwei Orte im Erzgebirge, wo es viel länger Restschnee gab bzw. sogar noch gibt.

Das waren zum einen die Reste von Deutschlands größtem Schneemann „Sapparino der Erschte“, der in Carlsfeld aus 150 Tonnen Schnee gebaut wurden. Erst die Hitzewelle der letzten Woche hat das letzte Baumaterial dahingerafft.

Noch immer Schnee vorhanden ist in der Eispinge (Ledová Jáma) am Plattenberg (Blatenský Vrch). Wenn man von Horní Blatná aus den 1043 Meter hohen Plattenberg besteigt, kommt man erst an der Wolfspinge (Vlčí Jáma) und anschließend an der Eispinge vorbei. Bei der 15 Meter tiefen Pinge handelt es sich um die Reste eines eingestürzten Bergwerkes. Nach historischen Quellen soll sie ursprünglich sogar bis 50 Meter tief gewesen und der Fels mit Zinnerz durchsetzt sein. Durch den schmalen engen Spalt gibt es keinen Luftaustausch, die kalte schwere Luft sinkt im Winter ab und bleibt auch im Sommer liegen, so dass die kühlen Temperaturen erhalten bleiben. So soll zur Völkerschlacht 1813 in Leipzig von hier sechs Fuhren Eis geholt worden sein, um die Wunden der Verletzten zu kühlen. In den letzten Jahren gab es leider nur sehr wenig Schnee. 2016 war die Pinge bereits im Frühjahr eisfrei, 2015 hielt der Schnee bis immerhin Ende Juli. Mal sehen, wie lange er in diesem Jahr überlebt, Tipps werden gern entgegen genommen 🙂 (ch, kf, wh)

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