Fichtelberg – Fahrt in die Wärme

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Als ich heute Morgen auf den Fichtelberg fuhr, startete ich in Schwarzenberg bei -12°C. Der Schnee knirschte und eiskalter Wind verleitete dazu, mich noch tiefer in meine warme Winterjacke zu mummeln. Schließlich dauert es eine ganze Weile, bis das Auto endlich warm ist.

In Pöhla, das Autothermometer vermeldete -16°C, verspürte ich dann endlich die erste Wärme der Autoheizung. Danach ging nicht nur die Straße stetig bergauf, sondern auch die Temperaturen: Globenstein -13°C, Rittersgrün -10°C, Tellerhäuser -7°C, Sachsenbaude -2°C. Als ich letztendlich auf dem Fichtelberggipfel ausstieg, wehte mir ein warmer Wind um die Nase, so dass ich Mütze und Handschuhe gleich zurück ins Auto verfrachtete. Der mit morgendlichen +4°C wärmste Ort Sachsens besticht zudem mit einer sehr geringen Luftfeuchte (Minimum der Nacht 15%) und guter Fernsicht bis zum Bayrischen Wald (150km). Der feste Schnee eignet sich zudem wunderbar für Wintersportarten jeglicher Art, selbst Schneemann bauen ist wieder möglich 🙂

Mein Kollege hatte auf seinem Heimweg nach Bärenstein die umgekehrte Situation. Er machte einen Zwischenstopp am Grenzübergang in Hammerunterwiesenthal und konnte dort mit einem Infrarotthermometer -21,4°C in 2m Höhe und sogar -29,1°C am Erdboden messen. Das sind in der Lufttemperatur fast 25°C Temperaturdifferenz auf 5km Luftlinie!  Ursache war eine starke Inversion, die in diesem Artikel erklärt ist. (ch)

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