Eisige Nächte, sonnige Traumwintertage

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Hoch BRIGITTA hat Frau Holle erst einmal in den Urlaub geschickt und es sich über Deutschland gemütlich gemacht. Allerdings ist in Mittel- und sogar Südeuropa kontinentale Kaltluft eingeflossen. In den letzten beiden Nächten rauschte das Thermometer bei Aufklaren in den Keller. An der Meteomedia-Wetterstation in Marienberg-Kühnhaide war es am Mittwochmorgen mit -27,8°C am kältesten. In der letzten Nacht war es dort mit -28,1°C sogar noch kälter. Deutschneudorf-Brüderwiese meldete in der vorletzten Nacht -20,4°C und Carlsfeld -14,7°C. Auf dem Fichtelberg blieb es mit einem Minimum von -12,2°C verhältnismäßig warm, jedoch trieb straffer Ostwind die gefühlte Temperatur  ebenfalls auf ungemütliche -20°C.

Aber nicht nur Deutschland hat die Kälte fest im Griff, auch auf Mallorca lassen sich derzeit Palmen im Schnee bewundern. Ebenfalls ungewöhnlich ist der Kältevorstoß im östlichen Mittelmeerraum: In Saranda in Südalbanien beispielsweise schneite es das erste mal seit 32 Jahren wieder, in Sofia in Bulgarien fielen 25 Zentimeter Schnee und in Nordgriechenland sanken die Temperaturen bis unter −15 °C und es gab Schneefall bis Kreta. In Istanbul gab es den stärksten Schneefall seit 30 Jahren. Und auch in Italien war es so kalt wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr.

Doch nun deutet sich eine Änderung der Großwetterlage an. Durch das große Kaltluftreservoir in Grönland wird über den milderen Nordatlantik wieder Tiefdruckbildung angefacht. Vorderseitig dieser Tiefdruckgebiete wird mit einer südlichen Strömung Warmluft ins Nordmeer und nach Skandinavien transportiert. Diese Warmluftzufuhr sorgt unter anderem dafür, dass sich ein Hochdruckgebiet über dem nördlichen Mitteleuropa stabilisiert. In Folge dessen kann kalte Luft über Finnland und dem östlichen Europa nach Süden abgeleitet werden. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen dabei immer mehr auf die milde Westseite des Hochdrucksystems. Im Norden Deutschlands hat die Erwärmung bereits eingesetzt und auch bei uns wird es in den kommenden Tagen deutlich wärmer. Wie warm es bei uns wird, bleibt abzuwarten, denn nur  500-1000km Verlagerung der Druckgebiete entscheiden zwischen winterlichen Dauerfrost und Vorfrühlingstemperaturen. Aufgrund der östlichen kontinentaleren Lage des Erzgebirges wird es zumindest auf dem Kamm aber weiterhin winterlich bleiben.

Dennoch verabschieden wir mit diesen Bildern aus dem sonnigen Schwarzenberg (wh) und vom nächtlichen Fichtelberg die herrliche Winterkälte und hoffen auf baldige Fortsetzung… (ch)

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2 Antworten zu Eisige Nächte, sonnige Traumwintertage

  1. Ho. schreibt:

    Hallo Claudia, unglaublich faszinierende Nachtaufnahmen! Meine Kollegin sitzt neben mir und staunt genauso wie ich. Gruß Holger

    Gefällt 1 Person

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