Fichtelbergwetter November 2016

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Der November 2016 war temperaturnormal, zu sonnig und niederschlagsarm.

Betrachtet man die Monatsmittel, so entsprach die Temperatur  von -0,9 genau dem langjährigen Durchschnitt. Im Detail betrachtet entsprach der Monat aber ganz und gar nicht dem Durchschnitt. Denn die erste Monatshälfte war die kälteste seit 36 Jahren. Vor allem  zum Ende der ersten Dekade sorgte das Zusammenspiel von Tief HUSCH über Nordfrankreich und Tief ILKA über Osteuropa für frühwinterliche Temperaturen und in weiten Teilen des Erzgebirges für Schnee und verwandelten das Kammgebiet in ein Wintermärchen. Im mittleren Erzgebirge wurden am Morgen des 14. in Marienberg-Kühnhaide mit frostigen -15,2°C (privat) und Deutschneudorf-Brüderwiese -12,0 °C (DWD) die bundesweit tiefsten Novemberwerte registriert. Auf dem Fichtelberg fiel die Tiefsttemperatur immerhin auf -9°C.

Die zweite Novemberhälfte leitete Sturmtief NANNETTE ein und sorgte am 18. auf dem Fichtelberg für Windspitzen bis 123 km/h. Gleichzeitig trieb Föhn die Temperaturen in den zweistelligen Bereich. So wurde am 23. auf dem Fichtelberg die Monatshöchsttemperatur von 15.2°C gemessen. Dies war gleichzeitig das höchste Tagesmaximum einer zweiten Novemberhälfte in der 100-jährigen Fichtelbergstatistik. Auch das am selben Tag gemessene Minimum von 8,6°C war das bisher höchste.

Ab 28. brachte Hoch UWE aus dem Norden viel Sonne, aber auch sehr kalte Luft mit und in den klaren Nächten sanken die Temperaturen auf dem Fichtelberg in den zweistelligen Frostbereich. Am 29. wurde mit -10,2°C die Monatstiefsttemperatur gemessen. An einigen Orten im Erzgebirge war es noch kälter, z.B. Carlsfeld -10,6°C am 29., Deutschneudorf-Brüderwiese -10,7°C und Kühnhaide -13,2°C am Morgen des 30.

Insgesamt gab es im November 13 Eistage (Höchsttemperatur <0°C), 23 Frosttage (Tiefsttemperatur  <0°C.) und 1 kalten Tag (Tiefsttemperatur <10°C.) .

Die Sonne schien mit 71.4 Stunden 118 % des Mittelwertes von 60.6 Stunden. Die Niederschlagsbilanz betrug mit 53.8 mm 61 % des Normalwertes von 88.3 mm. Den höchsten Tagesniederschlag gab es am 30. November mit  7.7 mm. An 19 Tagen lag eine Schneedecke ≥1cm. Die höchste Gesamtschneehöhe von 11 cm wurde am 11. des Monats gemessen.

Außer dem schon erwähnten Sturmtief NANNETTE, welches am 18. eine maximale Windspitze von 123,1 km/h brachte, gab es keine weiteren Herbststürme. Allerdings sorgten mehrere Föhntage dafür, dass dennoch an 24 Tagen im Mittel Windstärke 6 und an 7 Tagen Windstärke 8 registriert wurde. Zudem gab es an 28 Tagen zumindest zeitweise Nebel (Sichtweite >1000m). (ch)

Monatswerte Fichtelberg

Wetterrückblick Olbernhau von Dirk Christoph

Deutschlandwetter im November 2016, Pressemitteilung des DWD

Wetterrückblick des Observatoriums Hoher Peißenberg in den bayrischen Voralpen

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