Vogelwelt auf dem Fichtelberg

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Ringdrossel (ch)

Immer wieder werden wir gefragt, welche Vögel man auf dem Fichtelberg beobachten kann. Es gibt eine bunte Artenvielfalt und mit etwas Ausdauer findet man sogar seltenere Vogelarten. Am häufigsten sind sicherlich Amsel-, Drossel- und Sperlingsarten anzutreffen. Besondere Exemplare sind hier die Alpenbraunelle und Alpensingdrossel. Diese typischen Hochgebirgsvögel halten sich zur Brutzeit oberhalb der Baumgrenze bis zur Schneegrenze auf, sind aber an kahlen Hängen auch in tieferen Regionen anzutreffen.  Das Vorkommen des Tannenhähers ist eng an Gebiete mit Fichten und Zirbelkiefern gebunden, weswegen er in Deutschland vor allem in den Mittelgebirgen und in den Alpen zu finden ist. Auch die größte einheimische Drossel, die Misteldrossel ist am Gipfel anzutreffen. Sie erreicht eine Körperlänge von etwa 26 bis 29 Zentimetern. Ihr Gesang besteht aus kurzen, sich wiederholenden, melancholisch flötenden, weit tragenden Gesangsstrophen, die klanglich zwischen der Amsel und Singdrossel liegen. Die seltenste Drosselart ist die Ringdrossel. Das Männchen hat schwarzes Gefieder mit einem sehr auffälligen weißen breiten Bruststreifen. Beim Weibchen geht die Färbung eher in Richtung braun und der Bruststreifen ist hellgrau.

Als Vertreter der Finkenfamilie besticht vor allem der Karmingimpel mit seinem männlichen Vertreter in auffällig karminrotem Prachtkleid. Die Weibchen sind wie auch die Jungvögel unauffälliger gräulich bis bräunlich gefärbt, mit hellerer Unterseite und auffallender dunkler Streifung. Ebenfalls mit leuchtend karminroter Stirn und Brust präsentiert sich der seltenere Bluthänfling. Er ist vor allem in den frühen Morgenstunden auf den Spitzen der Bergkiefern zu finden. Alles andere als scheu und geckert fröhlich dem Tag entgegen. Allerdings ist er leicht mit dem Birkenzeisig zu verwechseln, der auf dem Fichtelberg ziemlich häufig vorkommt.  Im Frühjahr findet man am Fichtelberg eine weitere Vogelart, den Fichtenkreuzschnabel. Wie sein Name bereits verrät, ist er an seinem gekreuzten Schnabel, aber auch an der auffälligen rötlichen bis ziegelroten Färbung der Männchen zu erkennen. Die Hauptbrutzeit ist von Dezember bis April. Dann ist er manchmal auf der Fichtelbergauffahrt zu finden, um Streusalz zu konsumieren!? Jedenfalls wäre das eine Erklärung.

Der Fichtelberg beherbergt noch weitere Hochgebirgsvögel, allen voran den Bergpieper und der Schneesperling. Der Bergpieper ist ein schlanker und vergleichsweise hochbeiniger Pieper mit dunklen Füßen, der in Gebirgen Mittel- und Südeuropas oberhalb 1200 Meter brütet. Der Schneefink ist ziemlich neu am Fichtelberg. Normalerweise kommt er in felsigen Bergregionen in Höhen zwischen 1900 und 3100 Metern vor. Nur selten kommt er bis auf 1000 Meter hinunter.

Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, denn neben den genannten gibt es noch mehrere Durchzugsvögel, die nicht am Kamm ansässig sind. Aber auch die festen Bewohner wechseln immer mal wieder. Wer weitere seltene Vogelarten entdeckt, sollte sich an den Verein Sächsischer Ornithologen wenden. (ch, gf)

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Eine Antwort zu Vogelwelt auf dem Fichtelberg

  1. Weigert Wolfgang schreibt:

    Sehr Sehr gut macht weiter so
    aber ???!!!

    Gefällt mir

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