Fichtelbergwetter Juni 2016

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Der Juni präsentierte sich wechselhaft und zu warm. Aufgrund nur geringer Luftdruckgegensätze konnte sich keine Wetterlage über einen längeren Zeitraum halten und so begann der Sommer mit überwiegend feuchten und nur mäßig warmen Luftmassen typisch mitteleuropäisch mit einem Wettermix, bei dem alles dabei war. Vor allem aber Unwetter, Regen und Hagel. Einige Wissenschaftler charakterisierten  den Monat als „Europäischen Sommermonsun mit Rekordniederschlägen und Überschwemmungen“.  So brachten Gewitter Tagesniederschlagsmengen von 150 l/m² (Emsland) und Monatssummen von 250 l/m² (Südbayern). Das Erzgebirge kam meist mit einem blauen Auge davon. Zwar gab es auch hier vor allem am 25. starke Gewitter mit über 40 l/m², die innerhalb kürzester Zeit fielen und zu kurzzeitigen Überschwemmungen führten, aber die Natur bekam vor dem nächsten Guss immer genügend Zeit, um das Wasser aufzunehmen. Auf dem Fichtelberg lag der Monatsniederschlag bei 115.2 l/m². Das sind 106 % des Normalwertes von 108.6 mm. Den höchsten Tagesniederschlag gab es am 16. Juni mit 21.6 l/m², als ein regenreiches Mittelmeertief über uns hinweg zog.

Interessant verhält es sich mit der Temperatur. Gefühlt war der Monat zu kalt, es gab kaum Sommertage und nur am 24. vereinzelt einen heißen Tag mit einem Maximum ≥30°C (Aue: 32,6°C, Marienberg: 30,5°C). Der Fichtelberg verzeichnete allerdings nicht einmal einen Sommertag (Max ≥25°C). Dennoch war der Monat viel zu warm. Auf Sachsens höchstem Gipfel wurde in der 100-jährigen Reihe mit 12,0°C das siebthöchste Junimittel ermittelt und der Monat lag 2,5°C über Normal. Ursache war zum einen die fehlende Schafskälte, die sich in diesem Jahr nach Spanien verirrt hatte und zum zweiten die warmen Nächte, da es aufgrund der häufigen Bewölkung nachts kaum abkühlen konnte.

Die Sonne schien insgesamt 161.9 Stunden. Dies entspricht 90 % der normalen Erwartung von 180.7 Stunden. Am fleißigsten war Klärchen in Marienberg, dort gab es 190,2 Sonnenstunden.

Die höchste Windgeschwindigkeit des Monats wurde am 21. mit 77.4 km/h gemessen. Starker Wind (Windstärke 6) wehte an einem Tag, Sturm (Windstärke 8) gab es in diesem Monat nicht. (ch)

Monatswerte Fichtelberg

Wetterrückblick Olbernhau von Dirk Christoph

Deutschlandwetter im Mai 2016, Pressemitteilung des DWD

Wetterrückblick des Observatoriums Hoher Peißenberg in den bayrischen Voralpen

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