Gewitter beenden erste heiße Tage

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Hoch WOLFGANG brachte im Erzgebirge die ersten heißen Tage mit Temperaturen über 30°C. Die Maxima wurden am Freitag erreicht. Aue führte das Erzgebirge mit 32,6°C an. Der Fichtelberg schaffte mit 24,8°C leider noch nicht den ersten Sommertag des Jahres (Sommertag: Temperatur >25°C), zudem sorgte ein böiger Südostwind für angenehme Kühle.

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Wetterlage gestern Mittag. Quelle: Berliner Wetterkarte

Gestern wurde WOLFGANG von Tief MARINE nach Osten abgedrängt, was dazu führte, dass kühlere Luftmassen auf die heiße Luft traf. Das führte im gesamten Land zu schweren Gewittern. Über dem Erzgebirge braute sich ab 14.00 Uhr ein mächtiges Unwetter zusammen, welches nur sehr langsam weiter zog. In Aue ist zwischen 14.00 und 14.30 Uhr 43,0 Liter pro Quadratmeter Niederschlag, in Schwarzenberg waren es im gleichen Zeitraum 40 Liter (Radar). Carlsfeld wurde zwischen 15.00 und 16.00 Uhr vom Gewitter heimgesucht und es ergossen sich 29,1 Liter (Radar). Das aufsummierte Radarbild zeigt zudem ein weiteres Niederschlagsmaximum zwischen Wolkenstein und Lengefeld, wo aber leider keine Messwerte vorliegen. In Schwarzenberg gab es zudem Hagel bis 2cm, in Carlsfeld/Wildenthal sogar bis 3cm Durchmesser.

Entwicklung des Gewitters um 13.25, 14.10 und 15.20 Uhr

Zum Sonnenuntergang zog ein weiteres Gewitter aus dem Egertal in Richtung Osterzgebirge und sorgte verbreitet für gigantische Wolkenstimmungen in ungewöhnlichen Farben. Auf dem Fichtelberg war über eine Stunde lang ein Regenbogen zu sehen. Nach Westen zu gab es von der Abendsonne angeleuchtete Mammatuswolken.

Auf dem Fichtelberg begann 22.15 Uhr ein Feuerwerk, welches im Hintergrund bereits von den Blitzen der nahenden Kaltfront begleitet wurde. Welch ein phantastischer Anblick! Anschließend fielen die Temperaturen verbreitet um fast 10°C.

Und was erwartet uns am heutigen Siebenschläfertag? Im Gegensatz zum letzten Jahr fällt der heutige Lostag eher wechselhaft aus. Die Gewitter klingen im Laufe der Nacht ab und dann wird es bei angenehmen Temperaturen recht sonnig. Diese wechselhafte Tendenz könnte auch unseren Sommer bestimmen, denn die Großwetterlage zeigt, dass das Atlantikhoch auf dem Atlantik verweilt und sich in Mitteleuropa stattdessen die Tiefs tummeln. Im Grunde genommen ist solch ein Sommer typisch für uns, allerdings wurden wir in den letzten Jahren etwas verwöhnt. Also genießen wir jeden schönen Tag, das nächste Tief kommt bestimmt 😉 (ch, wh, kf)

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