Fichtelbergwetter im Mai 2016

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Der Mai war ein Monat enormer Wetterkontraste. Während die Eisheiligen zu Pfingsten die letzten Frosttage und am 16. eine kurzzeitige Schneedecke von 2 cm brachte, wurde nur eine Woche später auf dem Gipfel die 20°-Marke geknackt und in Sachsen wurde örtlich der erste heiße Tag registriert. Im letzten Mai-Drittel legte sich eine Luftmassengrenze quer über Deutschland, welche warmes trockenes Wetter über dem Norden von kühlen Temperaturen über dem nassen Süden trennte. Zudem sorgte das mitteleuropäische Tief ELVIRA vor allem in der Mitte und im Süden des Landes verbreitet für Gewitter mit Starkregen und Hagel. Der Fichtelberg selbst kam dabei immer glimpflich davon, aber in vielen Teilen des Erzgebirges gab es verbreitet kleinkörnigen Hagel. Am schlimmsten traf es am 29.05. die Region um Eibenstock, wo der Hagel Zentimeter hoch auf der Straße lag. Eine landesweite Chronik der Unwetter und eine genaue Analyse dieser lang anhaltenden Wetterlage ist auf den Seiten des Deutschen Wetterdienstes zu finden.

Insgesamt lag  der Monat auf dem Fichtelberg mit 7.8 °C um 1.5°C über der langjährigen Mitteltemperatur von 6.3 °C. Die Monatstiefsttemperatur von -3.0 °C wurde am 15. Mai gemessen, die Monatshöchsttemperatur wurde am  22. Mai mit 20.5 °C erreicht. Zudem gab es 5 Frosttage (Tiefsttemperatur < 0 °C) in diesem Monat. Die Sonne schien insgesamt 181.1 Stunden, was mit 103% im Bereich des langjährigen Mittelwertes lag. Da die heftigsten Schauer und Gewitter am Fichtelberg vorbei zogen, war hier die Niederschlagsbilanz mit 73% vom Normalwert unterdurchschnittlich. Regional war der Niederschlag allerdings sehr unterschiedlich, so war es in Aue mit 129% deutlich zu nass. Die höchste Windgeschwindigkeit des Monats wurde am 12. mit 79.6 km/h gemessen. Starker Wind (Windstärke 6) wehte an 6 Tagen, Sturm (Windstärke 8) gab es in diesem Monat nicht. (ch)

Monatswerte Fichtelberg

Wetterrückblick Olbernhau von Dirk Christoph

Deutschlandwetter im Mai 2016, Pressemitteilung des DWD

Wetterrückblick des Observatoriums Hoher Peißenberg in den bayrischen Voralpen

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