22.04.16 – Staubteufel in Großolbersdorf

Haselbach-Staubteufel

Andreas Haselbach saß gestern, am 23.04. in Großolbersdorf in seinem Garten und beobachtete, wie sich bei der heimischen Autowerkstatt ein Staubteufel bildete. Er selbst befand sich auf 620 m Höhe, der Staubteufel reichte vom etwa 500 Meter hoch gelegenen Tal bis oberhalb des Horizontes, der bei etwa 750 m liegt. Eine Mächtigkeit von fast 300 Metern Höhe ist schon recht ungewöhnlich. Das bestätigt auch Andreas Haselbach selbst, der schon mehrmals beim Blick auf die Felder solche Verwirbelungen beobachtet hat, in dieser Größenordnung allerdings bisher nicht.

Es gibt verschiedene Arten von kleinräumigen Wirbeln, angefangen von nur wenigen Meter breiten, Blätter aufwirbelnden kleinen Erscheinungen bis hin zu ausgewachsenen Tornados. Man unterscheidet sie in Groß- und Kleintromben. Die Entstehungsursache ist völlig unterschiedlich. Während Tornados in Zusammenhang mit konvektiver Bewölkung entstehen, benötigen Kleintromben dunkle Böden, die sich bei Sonneneinstrahlung stark erwärmen. Die aufgeheizte Luft steigt nun rasch auf und gerät durch Hindernisse im Gelände oder Windscherungen in Rotation. Aufgewirbelter Staub, Sand oder Blätter machen diese Verwirbelungen erst sichtbar. (ch)

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