Spätwinter

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Das Tauwetter ist überstanden – kommt jetzt der Spätwinter in das Erzgebirge ??? Vieles spricht dafür. Die Wetterlage hat sich grundlegend umgestellt. Mit einer nunmehr nordwestlichen bis teilweise nördlichen Strömung wird zunehmend kältere Luft zu uns geführt. Die Niederschläge fallen in den Bergen zur Freude der Wintersportler überwiegend als Schnee und der wird in den Kammlagen die nächsten Tage nicht wieder wegtauen.

Einen kleinen Vorgeschmack habe ich heute auf dem Weg zum Fichtelberg zu spüren bekommen. Ab Chemnitz in Richtung Bergland wurde es Stück für Stück winterlicher. Ab Scheibenberg zunehmend auch auf den Straßen und der feine Pulverschnee wehte im Scheinwerferlicht über die freien Felder. Der Fichtelberg begrüßte mich dann mit 39cm Schnee, Nebel und Raureif, Schneefall und Schneefegen – herrlich für mich. Ob das der Mitarbeiter vom Nachtdienst auch so empfunden hat??? Er durfte in einer „Sonderschicht“ sein Auto wieder fahrbereit kratzen (Bild oben).

Aber auch die noch im Einsatz befindliche automatische Messtechnik reagierte „allergisch“ auf den bisher „24-stündigen Miniwinter“. Ohne Aktivitäten durch das Personal der Wetterwarte könnten viele Parameter nicht den Anforderungen entsprechend ermittelt werden. (s.a. Deutscher Wetterdienst setzt auf vollautomatisch arbeitende Messnetze vom 22.01.2015,  Wer hat den meisten Schnee vom 24.01.2015 und Schneehöhenmessung an der Wetterwarte Fichtelberg vom 17.02.2015)

Trotz aller Wetterkapriolen (s.a. Wetterrekorde Fichtelberg), defekter Messfühler, Stromausfällen, Blitzschlägen, eines Großbrandes auf dem Fichtelberplateau usw. hat es in der 100 jährigen Geschichte der Wetterwarte bisher keine Datenausfälle gegeben. Noch sind für alle Parameter Ersatzmessgeräte vorhanden und Dank des unermüdlichen Einsatzes der früheren und derzeitigen Mitarbeiter ist das Führen der Beobachtungs- und Messreihe allen Widrigkeiten zum Trotz ohne Einschränkungen gewährleistet. Ob das auch nach der in Kürze zu erwartenden Vollautomatisierung dieser Wetterwarte so weitergeht???  (mb)

Der Fichtelberg kann auch anders !!!

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Eine Antwort zu Spätwinter

  1. Erni schreibt:

    Mit der automatischen Messung sind die Daten der 100-jährigen Messungen nur noch Anschauungsmaterial da sie mit den künftigen Messwerten nicht mehr vergleichbar sind. Bestimmte Messungen sind eben an die visuelle Beobachtung gebunden. Wie soll künftig automatisch eine Schneehöhe gemessen werden? Der DWD sollte lieber in der Führungsetage Stellen einsparen, da könnten die derzeitigen Mitarbeiter problemlos finanziert werden.

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