Das Jahr 2015 auf dem Fichtelberg

2015

Jährlicher Temperaturverlauf von 2015 auf dem Fichtelberg (Quelle sklima.de)

2015 war mit einem Jahrestemperaturmittel von 5,0°C auf dem Fichtelberg das zweitwärmste Jahr nach 2014 (5,4°C). 10 Monate waren zu warm, nur der September und Oktober hatten eine negative Abweichung von -0,6 bzw. -0,3°C. Der August war der wärmste seit Beginn der kontinuierlichen Messung im Jahre 1916. Besonders die langanhaltende Hitze im Sommer 2015 wird im Gedächtnis bleiben. Im Erzgebirge war er der zweitwärmste nach 2003. Das absolute Maximum wurde nur in Plauen (37,8°C am 7.08.) geknackt. Auf dem Fichtelberg lag die Höchsttemperatur von 28,1°C (7.08.) „nur“ auf Platz 13 (zusammen mit 2007 und 2013). Allerdings wurde 2015 das höchste Tagesmittel (24,3°C am 07.08.), die höchste Anzahl an Sommertagen (Maximum ≥25°C, 2015: 13) und Tropennächten (Minimum ≥20°C, 2015: 4) registriert. Eine detaillierte Sommerauswertung vom Erzgebirge gibt es hier.

Sehr ungewöhnlich war ebenso der Dezember, der den bisherigen Monatshöchstwert von 0,4°C aus dem Jahre 2006 regelrecht in den Schatten stellte. Mit 1,8°C lag er 1,4°C über dem bisherigen Höchstwert! Zudem gab es nach 1924 und 1934 auf Sachsens höchstem Gipfel zum dritten Mal komplett schneefreie Weihnachten.

Der Niederschlag war mit 96% vom Normalwert recht ausgeglichen. Selbst von der Sommerdürre, unter der viele Regionen in Deutschland litten, blieb der Fichtelberg weitgehend verschont. Lediglich der Februar (44%) und der Mai (40%) waren deutlich zu trocken. Die vergleichsweise nassesten Monate waren der Januar (160%) und der November (157%). An 142 Tagen lag auf dem Gipfel eine Schneedecke, allerdings war die maximale Schneehöhe mit 95cm (25.02.) nicht besonders hoch.

Die Sonne machte 2015 mit 115% reichlich Überstunden, die meisten davon im Februar (166%). Am wenigsten schien sie im Januar (47%).

Weitere Besonderheiten waren Sturm Niklas, der als spätester Wintersturm am 31. März mit einer Windspitze von 43,4 m/s (156,2 km/h) über den Fichtelberg hinweg fegte und zu einigen Schäden führte. An 25 Tagen wurden Gewitter registriert, die heftigsten am 6.07. und zusammen mit einer Superzelle am 23.07. Zudem gab es über dem Erzgebirge am 17. März Polarlicht sowie in 4 Nächten Leuchtende Nachtwolken (12). Auch Eisnebelhalos konnten wieder mehrfach am Fichtelberg beobachtet werden (z.B. 123). Ab dem Sommer gab es aufgrund hoher Aerosoldichte in der Stratosphäre zudem vermehrt farbenprächtige Dämmerungserscheinungen. (ch, gf)

2015-2

Jahresauswertung des Deutschen Wetterdienstes für Deutschland

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