TOMOKA – Rückblick auf ein sonniges Hoch mit Rekordtemperaturen

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Kollege Waldemar Dietze liest bei sommerlichen Temperaturen kurzärmelig die Höchsttemperatur des Tages ab. (Foto: mb)

Das Hoch TOMOKA, welches uns in den letzten Tagen schon fast spätsommerliche Temperaturwerte bescherte, lag in den letzten Tagen über Ost- bzw. Südosteuropa und hatte einen maximalen Kerndruck von 1045 hPa. Für große Teile Deutschlands, die nicht vom Nebel betroffen waren und vor allem für die Hochlagen des Erzgebirges brachte dieser massive Hochdruckeinfluss aufgrund einer markanten Inversion viel Sonnenschein und Rekordtemperaturen.

Deutschlandweit wurde die höchste Temperatur am 3.11. in Garmisch-Partenkirchen mit 22,8°C gemessen. Dieser Wert liegt historisch zwar durchaus im Spitzenfeld, den deutschlandweiten Novemberrekord hält allerdings weiterhin Rosenheim mit föhnigen 25,9 Grad am 06.11.1997.

Den höchsten Tagesgang hatte Zwiesel im Bayrischen Wald am 2.11., zwischen der Nachttemperatur von -5,0°C und dem Maximum von 22,1°C lagen 27,1K! Im Erzgebirge war an den offiziellen Messstationen der Tagesgang geringer. In Aue betrug er am 03.11. immerhin noch 20,6K, an der privaten Messstation in Schwarzenberg sogar 23,6K (-2,6°C/21,0°C). Regional war er sicherlich noch höher.

Die folgende Tabelle zeigt die Tageswerte vom 1. bis 4.11. Die Maxima auf dem Fichtelberg waren die höchsten in ganz Sachsen! Der bisherige Rekord von 1968 wurde gleich an zwei Tagen überboten. Auch die bisher tiefste Nachttemperatur eines Novembers wurde deutlich übertroffen!

Tabelle

Nicht überall in Deutschland war es so warm. Durch die starke Inversion (Zunahme der Temperatur mit der Höhe) waren vor allem die Hochlagen temperaturbegünstigt und man konnte bei Luftfeuchten zum Teil unter 5% außergewöhnlich gute Fernsichten genießen.. Vor allem in flussnahen Ebenen hielt sich dagegen bodennah teils auch tagsüber die kalte und nebelanfällige Luft. Ein krasses Beispiel dieser Umkehrung des klassischen vertikalen Temperaturgefälles zeigte sich 3.11. in Sachsen-Anhalt. Während man auf dem 1141 Meter hohen Brocken bei warmen Temperaturen bis 19,8°C den ganzen Tag in der Sonne verbringen konnte, saß man beispielsweise in Magdeburg (76 m) bei einem Tageshöchstwert von 3,5 Grad im Dauernebel.

Leider schwächelt Hoch TOMOKA seit gestern und verabschiedet sich allmählich von den Wetterkarten. Für die Wetterlage über Mitteleuropa bedeutet dies, dass jetzt der Platz frei ist für atlantische Tiefausläufer. Diese können nun wieder ungehindert von Westen auf Deutschland übergreifen. Vor allem in der Nordhälfte wird es somit in den kommenden Tagen oft unbeständig mit häufig dichten Wolken und zeitweiligem Regen. In der Südhälfte wird es aufgrund letzter Hochdruckreste außerhalb der Nebelgebiete zunächst noch freundlich sein. Im Erzgebirge wird das Wetter allgemein wechselhafter, aber es gibt vorerst kaum Niederschläge. Auch das Temperaturniveau bleibt für November sehr hoch. (ch, DWD)

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