Deutschlandwetter im September 2015

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September 2015 war unauffällig und leicht zu kühl

Dem in weiten Teilen Deutschlands extrem heißen und regenarmen Sommer folgte ein nahezu ausgeglichener September. Im Nordwesten blieb der Monat bei wenig Sonnenschein recht kühl und brachte gebietsweise einen deutlichen Niederschlagsüberschuss. Auch in der Mitte Deutschlands ging die seit Februar anhaltende Trockenheit zu Ende, während sie in den meisten Regionen im Süden und Osten weiter andauerte. Dort wechselten kühle und warme Abschnitte mehrmals einander ab. Insgesamt lagen Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein leicht unter dem vieljährigen Mittel. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.

Im Nordwesten kühl, im Südosten vorübergehend nochmals sommerlich heiß
Der September 2015 verlief mit durchschnittlich 13,0 Grad Celsius (°C) um 0,3 Grad kühler als das Mittel der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung -0,5 Grad. Die große Hitze, die Ende August in fast ganz Deutschland geherrscht hatte, konnte sich bis zum 1. September im Süden und Osten halten: Am höchsten stieg das Quecksilber dabei in Aldersbach-Kriestorf in Niederbayern mit 34,4°C. Im Nordwesten hatte dagegen bereits ein kräftiger Temperatursturz auf unter 20°C stattgefunden. Dort wurden auch im ganzen Monat keine 25 Grad mehr erreicht, während der Südosten am 17. nochmals in den Zustrom ungewöhnlich heißer Mittelmeerluft gelangte: Gottfrieding in Niederbayern meldete dabei 34,0°C. Im Gegensatz dazu zeigte das Thermometer in den klaren Nächten zum Monatsende hin örtlich Werte unter dem Gefrierpunkt. Insgesamt war der September um fast 7 Grad kälter als der August.

Im Nordwesten viel, im Südosten wenig Niederschlag
Mit etwa 56 Litern pro Quadratmeter (l/m²) fehlten dem September acht Prozent zu seinem Klimawert von 61 l/m². Die Niederschläge verhielten sich ähnlich wie die Temperaturen: Im Nordwesten lagen sie durch die meist größere Nähe zu Tiefdruckgebieten teilweise deutlich über dem Schnitt. So fielen im Bergischen Land örtlich mehr als 150 l/m². Im Saarland, in Rheinland-Pfalz, in Hessen und im westlichen Unterfranken wurde in diesem Monat erstmals seit Januar wieder das Niederschlagssoll erreicht. Auch am unmittelbaren Alpennordrand verlief der September nass; ansonsten erhielten dagegen fast alle Regionen im Süden und Osten bei wiederholtem Hochdruckeinfluss erneut nur spärlichen Regen. Am trockensten blieben das südliche Mittelfranken und das nördliche Schwaben, wo teils weniger als 10 l/m² zustande kamen.

Sonnenscheinbilanz leicht negativ
Der Sonnenschein blieb im September 2015 mit zirka 137 Stunden um neun Prozent unter seinem Soll von 149 Stunden. Am längsten zeigte sich die Sonne auf Rügen sowie entlang der deutsch-polnischen Grenze mit bis zu 200 Stunden, am wenigsten im Sauerland mit örtlich weniger als 100 Stunden.

Das Wetter in Sachsen
(In Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte der intern. Referenzperiode)

Hier erreichte die mittlere Temperatur 13,3°C (13,4°C). Während das Quecksilber am 1. in Görlitz auf 33,4°C kletterte, sank es in der Nacht zum 28. in Sohland an der Spree, südlich von Bautzen, bis auf -0,5°C. In Sachsen fehlten dem Niederschlag mit etwa 45 l/m² 22 Prozent zu seinem Soll (55 l/m²), der Sonnenschein überstieg seinen Klimawert (148 Stunden) mit 155 Stunden dagegen um drei Prozent.

Quelle: DWD

Monatswerte Fichtelberg

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