Partielle Sonnenfinsternis über Deutschland am 20.03.2014

Am 20.03.2015 findet eine totale Sonnenfinsternis statt, deren Zentralzone sich durch den Nordatlantik zieht. Sie beginnt im Nordatlantik etwa 700 Kilometer südlich der grönländischen Südküste,  zieht weiter nach Nordosten und überquert die Färöer-Inseln. Bevor der Kernschatten nur 70 Kilometer vom Nordpol entfernt die Erde verlässt, streift er noch das norwegischen Spitzbergen-Archipel.

Verlauf der Totalität (erstellt mit Eclipse Software EmapWin 3.11)sowie Abdeckung  des Sonnendurchmessers (Linien von links unten nach rechts oben) und Zeiten der maximalen Verfinsterung in MEZ. (Grafik/Berechnungen: A. Barmettler/CalSky).

Verlauf der Totalität (erstellt mit Eclipse Software EmapWin 3.11)sowie Abdeckung des Sonnendurchmessers (Linien von links unten nach rechts oben) und Zeiten der maximalen Verfinsterung in MEZ. (Grafik/Berechnungen: A. Barmettler/CalSky).

Über Deutschland ist diese Sonnenfinsternis nur partiell zu sehen. Eigentlich ist eine partielle Sonnenfinsternis nichts wirklich Ungewöhnliches. Im Zeitraum 1951 bis 2050 sind davon in Mitteleuropa immerhin 48 zu sehen. Doch in den allermeisten Fällen wird nur ein kleiner Teil der Sonnenscheibe vom Mond bedeckt. Erst eine Bedeckung von mindestens 50% der Sonnenfläche führt zu einer wahrnehmbaren Lichtveränderung und macht die Sonnenfinsternis auch für Laien interessant. Am 20.03. wird etwa ein Dreiviertel wird vom Mond bedeckt, insofern handelt es sich diesmal um ein bemerkens- und beobachtungswertes Himmelsereignis. Auf dem Fichtelberg beträgt das Maximum der Bedeckung 70,84%. Der Mond wandert dabei von rechts (Westen) nach links (Osten) durch die Sonnenscheibe und „schneidet“ zum Maximum von oben ein großes Segment aus unserem Tagesgestirn.

Beobachtungszeiten für den Fichtelberg:

Fichtelberg

Beobachtungszeiten für den Fichtelberg (50° 25′ 46″ N, 12° 57′ 15″ E). Erstellt mit Eclipse 3.6

Beobachtungshinweise

Eine Partielle Sonnenfinsternis darf in keiner Phase ohne Augenschutz beobachtet werden! Zur Beobachtung eignet sich am besten eine Spezial-Sonnenfinsternis-Brille, diese sollten bei den meisten Optikern erhältlich sein. Eine normale Sonnenbrille ist nicht ausreichend und es kann zu Augenschäden bis hin zur Erblindungführen! 

Durch die Schutzfolie der Sofi-Brille ist das Himmelsspektakel ohne weitere optische Instrumente gut zu beobachten. Details wie Sonnenflecken oder das Profil des Mondrandes mit seinen Bergen und Tälern erschließen sich jedoch erst mit Hilfe eines Fernglases oder Teleskops.

Auch zum Fotografieren ist eine spezielle Schutzfolie oder Sonnenfilter notwendig. Hinweise zur professionellen Finsternisfotografie findet man zum Beispiel bei Astrocorner oder Astroplatz.de.

Wetter

Nun muss nur noch das Wetter mitspielen. Der Wettertrend für nächsten Freitag ist aus heutiger Sicht zwar niederschlagsfrei, aber wechselnd bewölkt. Bleibt also zu hoffen, dass uns die Wolken keinen Strich durch die Beobachtung machen. Aktuelle Wolkenprognosen sind z.B. bei Wetteronline zu finden (Mausanimation aktivieren!). (ch, wh)

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