Deutschlandwetter im Februar 2015

IMG_5384Bei ausgeglichenen Temperaturen recht trocken und oft sonnig

Offenbach, 27. Februar 2015 – Anfang Februar gelangte Deutschland zunehmend in den Einflussbereich von hohem Luftdruck, der das Wetter bis zum Ende des zweiten Monatsdrittels bestimmte. Das Temperatur-niveau lag dabei deutlich niedriger als in den beiden Vormonaten. Im Norden und Westen sowie in den Niederungen zeigte sich der Winter nur gelegentlich, während sich die höheren Lagen und Süddeutschland kalt mit viel Schnee sowie z. T. reichlich Sonnenschein präsentierten. In der letzten Dekade gestalteten atlantische Tiefausläufer das Wetter leicht wechselhaft. Insgesamt verlief der Februar bei deutlich zu wenig Niederschlag und leicht überdurchschnittlicher Sonnenscheinbilanz recht mild. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Im Süden gebietsweise winterlich kalt, sonst etwas milder
Im Februar lag die Durchschnittstemperatur in Deutschland mit 0,6 Grad Celsius (°C) um lediglich 0,2 Grad über dem Soll der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung dagegen -0,4 Grad. Vor allem oberhalb von etwa 400 Metern verlief der Februar in Süddeutschland winterlich kalt. Im ersten Drittel des Monats sank die Temperatur dort über dem frisch gefallenen Schnee nachts stark ab. So zeigte das Thermometer am 4. in Merklingen auf der Schwäbischen Alb -20,4°C. Die Niederungen und der Norden Deutschlands lagen dagegen häufig in milderer Luft: Am 14. meldete Düsseldorf bei Sonnenschein nachmittags +12°C, während am Münchener Flughafen bei Nebel Dauerfrost herrschte. Am höchsten kletterte das Quecksilber am 20. in Mühlacker, nordöstlich von Pforzheim, sowie in Ohlsbach, südöstlich von Offenburg, mit jeweils 14,7°C.

Allgemein recht trocken – im Bergland viel Schnee
Mit 23 Litern pro Quadratmeter (l/m²) konnte der Februar sein Niederschlagssoll von 49 l/m² nur zu 47 Prozent erfüllen. Doch zu Beginn des Monats präsentierten sich sämtliche Mittelgebirge und die Alpen als tief verschneite, herrliche Winterlandschaften. Dabei lagen beispielsweise am 3. auf dem Brocken im Harz 101 cm und in Reit im Winkl 90 cm Schnee. Von diesem taute in der Folgezeit auch nur wenig ab, so dass oberhalb von 600 m fast im ganzen Februar gute Wintersportbedingungen herrschten. Die Niederungen und der Nordwesten Deutschlands zeigten sich dagegen nur selten in Weiß. Der insgesamt meiste Niederschlag fiel im Schwarzwald mit bis zu 75 l/m². Dort entstand in Obersimonswald mit 36,3 l/m² am 23. auch die größte Tagessumme. Am trockensten blieb ein Streifen entlang der Grenze zu Polen mit örtlich weniger als 5 l/m².

Sonnenscheinbilanz leicht im Plus
Die Sonnenscheindauer überstieg ihr Soll von 73 Stunden mit rund 85 Stunden um 17 Prozent. Am längsten zeigte sich die Sonne am Nordrand der Alpen und des Erzgebirges mit fast 130 Stunden, am wenigsten in Schleswig-Holstein mit teils nur 50 Stunden.

Sachsen meldete im Februar 0,6°C (-0,3°C), erreichte mit etwa 11 l/m² nur 26 Prozent des Niederschlagssolls (43 l/m²) und als sonnenscheinreichstes Bundesland mit rund 110 Stunden bzw. 158 Prozent des Klimawertes (70 Stunden). Am Nordrand des Erzgebirges erreichte die Sonnenscheindauer örtlich fast 130 Stunden.

Quelle: DWD

Monatswerte Fichtelberg

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