GUDRUN beendet trockenes Wetter

Regenschauer mit Regenbogenfragment auf dem Fichtelberg (ch)

Seit 11. Mai hatte es erneut keinen nennenswerten Niederschlag gegeben und die Trockenheit machte der Vegetation stark zu schaffen. In den Wäldern findet man immer mehr Bäume, die regelrecht vertrocknen. Aber auch die sonst herrlichen Orchideenwiesen des Erzgebirges sind in diesem Jahr sehr mager bestückt, denn die benötigten feuchten bis moorigen Wiesen sind kaum noch zu finden.

Insofern mausert sich Regen, der früher noch als schlechtes Wetter bezeichnet wurde, immer mehr zum willkommenen Segen. Und den gab es – endlich – seit Freitag Abend wieder, als das skandinavische Tief GUDRUN die beiden trockenen Herren STEFFEN über der Bretagne und ROLF in Nordosteuropa zur Seite drängte und Schauer und Gewitter zu uns schickte. Bis zu 30 Liter (Maximum auf einer Linie zwischen Eibenstock und Klingenthal → Karte) ergossen sich bis heute morgen über die ausgetrocknete Landschaft.

Damit sind im Großraum seit Monatsbeginn bis zu 67mm Niederschlag (Klingenthal-Kamerun) gefallen und das Erzgebirge kommt zusammen mit Franken und Oberbayern vergleichsweise gut weg, wie die nachfolgende Karte zeigt.

Niederschlag in Deutschland seit Monatsbeginn. Quelle: mtwetter.de

Über das Pfingstwetter sind sich die Vorhersagemodelle noch nicht so ganz einig. Am wahrscheinlichsten ist Hochdruckdominanz mit nördlicher Anströmung der Luftmassen, was ein kühleres Wechselspiel aus Sonne und Wolken mit nur geringer Schauerneigung bedeuten würde. Das wäre auf jeden Fall das richtige Wetter für die Hobbyfotografen, denn Wolken bringen Farbe an den Himmel 🙂 (ch)

 

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Abschied vom Winter

Tschüß Winter … bis hoffentlich bald (ch)

Mit dem Eisheiligen Pankratius verabschiedet sich wohl nun der letzte Schnee „dieses Winters“. Zumindest im Flachland ist eine Schneedecke nach den Eisheiligen unwahrscheinlich. Auf dem Fichtelberg kann es rein statistisch weiterhin Wintereinbrüche geben, die späteste Schneedecke wurde hier am 17.06.1928 registriert. Schneefall ist sogar in jedem Monat möglich.

An den automatischen Stationen des Deutschen Wetterdienstes wird Maischnee nicht mehr registriert, die entsprechenden Messgeräte wurden am 1.05. abgeschaltet (???). Zum Glück gibt es noch immer enthusiastische Beobachter, die heute Morgen folgende Schneehöhen gemessen haben (Quelle: wetternetz-sachsen.de und private Mitteilung)

Größte Schneehöhen heute Morgen:
Fichtelberg: 10cm
Carlsfeld: 10cm
Marienberg Kühnhaide: 8cm
Hammerunterwiesenthal: 5cm
Zinnwald-Georgenfeld: 4cm
Annaberg-Buchholz: 2cm

Nachfolgend zum Winterabschied die schönsten Schneefotos von heute Morgen von verschiedenen Fotografen, bei denen ich mich herzlich bedanken möchte 🙂

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Eisheiliger Mamertus bringt Schnee

Der Fichtelberg im morgendlichen Winterkleid. Foto: fichtelberg.panocloud.webcam

In diesem Jahr haben die Eisheiligen pünktlich und sehr markant zugeschlagen und zwischen einem Hoch nördlich von Schottland und Tiefdruckgebieten über Skandinavien und dem westlichen Mittelmeer Polarluft nach Mitteleuropa gebracht. Von Muttertag bis heute Morgen sanken die Temperaturen verbreitet um mehr als 20°C. Zudem hat es in der letzten Nacht bis auf etwa 500 Meter herunter geschneit und ab etwa 700 Meter Höhe hat sich eine Schneedecke ausgebildet. Der Fichtelberg strahlte heute Morgen komplett im Winterkleid. Dazu gab es verbreitet Frost. Spitzenreiter waren natürlich Kühnhaide mit -7,1°C (und -13,2°C am Erdboden!), gefolgt vom Fichtelberg mit -6,0°C (und -7,5°C am wahrscheinlich eingeschneiten Erdbodenthermometer) sowie Carlsfeld mit -4,9°C (Erdboden: -10,0°C). Aber auch das warme Aue schlug nochmals mit -0,7°C (-2,8°C) zu Buche.

Temperaturkurve der letzten 48 Stunden vom Fichtelberg. Quelle: sklima.de

Um die Eisheiligen ranken sich einige der bekanntesten Bauernregeln wie „Mamertius, Pankratius, Servatius bringen oft Kälte und Verdruss“ oder „Die kalte Sophie macht alles hie“. Bis zu den Eisheiligen kann es Frost geben, lautet die Botschaft: Deshalb sollte davor nichts gepflanzt werden, was erfrieren kann.

Klimastatistisch gesehen sorgen tatsächlich in sieben von zehn Fällen (also etwa um 70%) um die Monatsmitte Kälteeinbrüche aus nördlichen Richtungen für letzte Nachtfröste, die nicht selten letzte Frostschäden an Pflanzen bringen. Man spricht in diesem Zusammenhang von Singularitäten, also regelmäßig auftretenden charakteristischen Witterungstypen.

Ursprünglich handelte es sich bei den Eisheiligen übrigens um Gedenktage, die an Bischöfe und Märtyrer des 4. und 5. Jahrhunderts erinnern: Mamertus (11. Mai), Pankratius (12. Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai) und Sophie (15. Mai).

Nachfolgend einige Fotos von der leider für uns derzeit unzugänglichen Böhmischen Seite des Erzgebirges aus Šindelová and Rolava von Libor Čihák Junior. Vielen Dank dafür!

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Bilderbuchfrühling

Rapsfeld mit Blick zum Fichtelberg (ch)

Nach dem ersten Kälteeinbruch im Monat Mai stiegen die Temperaturen in den letzten drei Tagen wieder auf über 20°C. Das offizielle Maximum wurde gestern mit 23,3°C in Aue gemessen. Die private Station in Schwarzenberg registrierte allerdings unter Föhneinfluss sogar mit 25,3°C einen Sommertag.

Jarda Fous konnte nachfolgende Bilder von Föhnwolken rund um den Fichtelberg aufnehmen. Vielen Dank dafür!

Die Vegetation machte einen großen Sprung. Die Rapsfelder erstrahlten in leuchtendem Gelb. Zudem setzte die Fichtenblüte ein und lagerten überall ihre Pollen ab. Zu hellen Pollenkoronen kam es diesmal aber nicht, wahrscheinlich waren zu viele unterschiedliche Pollen unterwegs, die zwar eine deutliche Aufhellung um die Sonne erzeugten, aber keine farbigen Beugungsringe.

Nun warten wir auf die Eisheiligen. Die Kaltfront wird uns im Laufe des Montags überqueren und bringt endlich wieder Niederschläge, die in der Nacht zu Dienstag bis in die Täler in Schnee übergehen können 🙂

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Vorgeschmack auf die Eisheiligen

Morgendlicher Reif in Rolava (Sauersack) und Jeleni (Hirschenstand). Fotos: Jarda Fous

Die kalte letzte Nacht war schon einmal ein Vorgeschmack auf die Eisheiligen, die uns kommende Woche heimsuchen werden. Die Temperaturen sanken verbreitet in den Frostbereich. Spitzenreiter waren wie immer unsere beiden Hochtäler Kühnhaide mit -5,7°C und Jelení (Hirschenstand) mit -7°C.

Damit wird ein recht feuchter kalter Witterungsabschnitt erst einmal unterbrochen, denn Hoch PAUL bringt nun vorübergehend frühlingshaftes Sommerwetter mit Temperaturen knapp über 20°C in den Tälern und 15°C auf dem Fichtelberg.

Das Nass der letzten Tage hat der Vegetation aber sehr gut getan. Im Erzgebirge fielen in den letzten 7 Tagen bis zu 22 Liter pro Quadratmeter (Tannenberg: 22,1l/m²) Regen, Graupel oder auf dem Kamm sogar Schnee. Und es gab endlich wieder schöne Wolkenformationen und vor allem Regenbögen zu fotografieren. Die nachfolgenden atemberaubenden Fotos machte Jarda Fous am 3. Mai auf der böhmischen Seite, wohin wir ganz herzliche Grüße senden 🙂

Im Laufe des Sonntags dreht der Wind allerdings wieder auf nördliche Richtungen und frischt stark böig auf. Er führt mit Schauern (und Gewittern?) kältere Luftmassen arktischen Ursprungs zu uns, die vor allem am Montag und Dienstag nochmals kurzzeitig für Schneefälle bis in die Täler sorgen können. Wer baut also den schönsten Eisheiligen-Schneemann???

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Das Wetter im Osterzgebirge im April 2020

Zinnwald

Was für ein April! Sonne, Dürre, Wärme – und doch begann der Monat mit deutlichem Frost aber sonnig. Wintersport wurde jedoch auch auf dem Kamm bald unmöglich. Nur am­ 03./04. trübte es sich ein. Der Wind erreichte im Gebirge stürmischen Charakter.
Danach begann schon der Frühsommer. Eine Südlage lies die Temperaturen auf > 20 °C steigen und mit 16 °C erreichte Zinnwald neue Tageshöchstrekorde. Die Luft war zudem sehr trocken mit Werten um 18 % in den Mittagsstunden – selbst im Erzgebirge 21 %. Bis zum ersten Regen mussten wir bis zum 12./13. warten. In Bannewitz war der 13. auch der einzige Regentag.
Einzig am 14. lag die Temperatur nochmal merklich unter dem Klimamittel. An diesem Tag konnte Zinnwald 1 cm Schneehöhe vorweisen.
Anschließend wurden bis zum 23. aufgrund von „Hoch Odilo“ viele Sonnenstunden gemessen. Die Sichtweite stieg erneut auf große Entfernungen. Der böhmische Wind strömte intensiver und kündigte den Wetterwechsel an. Der Flieder blühte deutlich zu früh.
Tief Xenia“ läutete das Aprilwetter ein, dass sich bis in den Mai hinein erstreckte. Niederschlag fiel jedoch in zu geringen Mengen.
Auf der Vorderseite des nächsten Tiefs erreichte uns nochmals afrikanische Luft. Dabei maßen alle Flachlandstationen einen Sommertag und Zinnwald 18 °C.

Anders als zum Monatsbeginn erwartet stieg die Monatsmitteltemperatur auf 7,1 °C (Zinnwald) bis 11,3 °C (Köttewitz) und damit war der Monat etwa 2 K/°C zu warm gegenüber dem langjährigen Mittel. Einzig in Zinnwald wich die Temperatur um 4 °C von der Norm ab (Inversionswetterlagen!). Dort sank die Temperatur nur magere 6 x auf unter 0 °C. Die meisten Frosttage zeichnete Dohna (7) und die wenigsten Köttewitz (4) auf. Die Tieflandstationen erreichten 1 Sommertag – ein gewöhnlicher Wert. Viel spektakulärer sind die nächsten 2 Parameter: Niederschlag und Sonnenschein. An nur 1 Tag in Bannewitz bis 5 Tagen in Zinnwald war Niederschlag messbar. Die Niederschlagssummen von 2 – 10 Liter pro Quadratmeter bedeutet ein Defizit von 85 – 95 %. In Dresden war bis jetzt nur der 2007-er April trockener. Um 270 h (200 %) lang schien die Sonne – ein sommerlicher Wert. Noch nie war ein April sonniger. Dementsprechend gering fiel der Bedeckungsgrad aus. Nur 39 % des Himmels waren durchschnittlich bedeckt. Zu erklären ist die Aprilwitterung durch oft dominante Hochdruckgebiete über Nord- und Mitteleuropa. Der mittlere Luftdruck von 1018,4 hPa (+ 3,6 hPa) bestätigt das. Außerdem wich die Luftfeuchte stark nach unten ab. Selbst auf dem Erzgebirgskamm wurde die max. Luftsättigung nur zu 57 % erreicht, im Tiefland sind 70 % der Durchschnitt. Die Sicht war so gut, dass nirgends Nebel, dafür an über 15 Tagen Fernsicht beobachtet wurde. Der Wind wehte nur im Obererzgebirge intensiver als üblich. An 17 Tagen erreichte er Windstärke 6. An den tieferen Stationen nicht einmal 5x. Die stärkste Böe erreichte am 05. 70 km/h (Bft 8). Kein Standort beobachtete Gewitter. Die potentielle Verdunstung stieg auf knapp 100 mm. Der Boden trocknete bis zum Ende des Monats auf 25 cm extrem aus. Zudem konnte der Winterniederschlag im tieferen Boden nicht zu einer Entspannung der seit 2018 dauernden Dürre führen.

Ihr Sebastian Wetzel und Norbert Märcz, Wetterverein Zinnwald-Georgenfeld e.V.

Das Wetter im Vergleich:

 

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Frau Holle will es noch mal wissen

Schnee am Berggasthof Neuen Haus. Foto: Mario Groth

Gestern zogen erneut einige Schauer über das Erzgebirge hinweg. Ein größerer Cluster am Nachmittag hatte aber für die Fichtelbergregion eine besondere Überraschung im Gepäck: Schnee! Vorübergehend bildete sich sogar eine Schneedecke aus.

Mario Groth vom Berggasthof Neues Haus hat den Schnee in Bildern festgehalten. Vielen Dank dafür!!! Auch die Webcambilder der Panocloudcam zeigen diesen kurzzeitigen Wintereinbruch (1-2)

Viele glauben, dass dies die Eisheiligen sind. Aber dafür ist es noch zu früh. Die Vorhersagemodelle sehen derzeit einen neuen Kälteeinbruch im Zeitraum der „echten“ Eisheiligen zwischen 11. und 15. Mai. Zuvor wird es aber richtig schön warm, am Donnerstag bis Samstag steigen die Temperaturen in den Tälern bis auf 20°C und auch die Fichtelbergtemperaturen versuchen sich im zweistelligen Bereich. (ch)

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Mit Aprilwetter in den Mai

Wechselhaftes Aprilwetter auf dem Fichtelberg (ch)

Das Dauerhoch scheint erst einmal besiegt und mit den Tiefs XENIA, YVE und ZLATINA kam zum Monatsende tatsächlich noch ein Hauch von Aprilwetter auf. Zwar bekam das Erzgebirge bisher noch nicht wirklich viel Niederschlag ab, aber es gab endlich mal wieder sehens- und fotografierenswerte Wolkenformationen und erneut Halos. Auf dem Fichtelberg sank die Temperatur heute Mittag nach einem Graupelschauer vorübergehend auf 3°C, danach dampfte der gesamte Gipfel.

Die Pano-Webcam am Skihang (link) hielt in den letzten beiden Tagen sogar noch einen Regenbogen und schöne Föhnwolken fest.

Das unbeständige Wetter setzt sich noch bis in den Dienstag hinein fort, bevor es nach heutigen Berechnungen erst einmal wieder frühlingshaft warm und sonnig wird. Hoffen wir, dass uns bis dahin noch der eine oder andere Schauer trifft, die Pflanzen werden es danken.

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Schnee im Winter 2019/20

Fast 4 Monate lang konnte man auf dem Fichtelberg im letzten Winter Ski fahren. (ch)

Wir bekamen in unserem Blog die Anregung, doch mal die Schneesituation im letzten Winter auf dem Fichtelberg einzuordnen. Im Flachland war er vielerorts einer der schneeärmsten Winter überhaupt, an vielen Orten in Deutschland war er sogar komplett schneelos.

Auf dem Fichtelberg macht es nicht viel Sinn, den Winter im Korsett seiner drei Monate zu betrachten, denn oft werden die höchsten Schneehöhen erst im März oder April gemessen. Deshalb haben wir das jeweilige „Winterhalbjahr“ jeweils von Juli bis Juni ausgewertet. Da auf dem Fichtelberg dank Privatinitiative nach wie vor die Schneehöhe wie zu Anfangszeiten konventionell von verschiedenen Messpunkten gemittelt wird, ist die Schneedecke im gesamten Zeitraum vergleichbar. Kleinere Brüche gibt es lediglich durch den unterschiedlichen Gipfelbewuchs, jedoch sind diese Unterschiede nicht besonders auffällig und können deshalb vernachlässigt werden. Ausgewertet wurden alle Winter ab 1900. Allerdings sind einige Daten nicht vollständig vorhanden und können deshalb in der Auswertung nicht berücksichtigt werden. Vorhandene Extremwerte sind aber dennoch eingegangen.

Gefühlt war der Winter 2019/20 auch auf dem Fichtelberg sehr schneearm, es gab immer wieder Warmlufteinbrüche, die der weißen Pracht das Dasein schwer machten. Aber dieser Eindruck täuscht etwas und ist wahrscheinlich auch den Erinnerungen an den sehr schneereichen Winter im Jahr zuvor geschuldet, bei dem sogar die frisch automatisierten Messgeräte an der Wetterstation eingeschneit wurden. Denn ein Blick in die Statistik verrät, dass mit nur kurzen Unterbrechungen 4 Monate am Stück Schnee gelegen hat. Deshalb reiht sich zwar der Winter in die Top 10 der Schneeärmsten, aber eben nicht ganz am Ende ein. Weiterlesen

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Aber Halo!

Normalerweise ist im Frühjahr die Haloaktivität am höchsten. Besonders beim sonst wechselhaften Aprilwetter bilden sich immer wieder Haloerscheinungen in den himmlichen Cirruswolken, die fast jeder Wetterfront vorauseilen. An den Eiskristallen dieser Wolken wird das Licht zu verschiedenen Lichtkreisen und -bögen gebrochen und gespiegelt. Aber in diesem April war kaum ein Wölkchen am Himmel und insofern blieben auch die Halos aus.

Doch heute überquerte uns in der Höhe eine Kaltfront. Diese war zwar wetterunwirksam, brachte aber bereits am Morgen Schleierwolken (Cirrostratus) und ein wunderschönes Halophänomen. Bei einem solchen müssen 5 Haloarten gleichzeitig vorhanden sein, heute waren bis zu sieben sichtbar, zwei weitere haben wir auf den Fotos entdeckt. Vor allem aber der 22°-Ring stand so hell wie lange nicht mehr am Himmel. Auch der obere und untere Berührungebogen, die sich um die Mittagszeit zum umschriebenen Halo zusammenschlossen, waren sehr gut zu sehen. Die Nebensonnen blieben recht schwach, auch der Horizontalkreis, der bis zum Gegensonnenpunkt reichte, war nicht besonders hell. Der 46°-Ring und der rechte Infralateralbogen komplettierten das Halophänomen.

Nachfolgend einige Fotos von heute von verschiedenen Fotografen, bei denen ich mich recht herzlich bedanke 🙂

 

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