Abschied auf Raten

Das letzte vollständige Gruppenfoto der Mitarbeiter der Wetterwarte Fichtelberg…

Team Fichtelberg

Am Fenster: Waldemar Dietze, vorn v.l.n.r.: Matthias Barth, Kerstin und Gerd Franze, Claudia Hinz, Pitt Preiß

 

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Jahreszeiten im Schnelldurchlauf

Abziehendes Gewitter. Foto: Olaf Wolfram, digimakro.de

Gestern gab es am Abend ein weiteres Gewitter, nach dessen Abzug sich eine traumhaft schöne Stimmung mit Regenbogen und Abendrot zeigte. Die Fotos entstanden am Spiegelwald in Richtung Zwönitz (Olaf Wolfram), Schwarzenberg (ch) und Adorf (Wolfgang Weigert).

Heute Morgen präsentierte sich das Wetter eher herbstlich. In der Nacht gab es Nebel, starken Tau und Temperaturen bis 0°C (Kühnhaide). Man könnte sagen, Frühling und Sommer hatten wir in diesem April schon, jetzt ist Herbst und mit ein bisschen Glück kommt zumindest auf dem Fichtelberg auch nochmal der Winter kurz vorbei … sozusagen Jahreszeiten im Schnelldurchlauf. Mal sehen, wie viele Durchläufe in diesem Jahr noch kommen 🙂 (ch)

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2. Gewitterchen

Heute Nacht zog mit dem zweiten Gewitterchen in diesem Jahr die Kaltfront von Tief MADELEINE zu uns herein. Im Gegensatz zu Westdeutschland, wo es zum Teil schwere Gewitter mit Hagel gab, ging gier der Frontendurchgang völlig unspektakulär über die Bühne. Die Gewitter waren sehr klein und brachten nur geringe Niederschlagsmengen.

Dabei könnten wir es dringend brauchen! Denn nach einem viel zu trockenen Februar und März fiel auch im April bisher nicht mal die Hälfte des Normalwertes. Die Folge der ungewöhnlichen Wärme und Trockenheit war, dass die Blumen nicht nur in Rekordzeit blühten, sondern auch innerhalb weniger Tage ausgeblüht waren.

Aber die sommerlichen Temperaturen sind erst einmal vorbei, wir nähern uns allmählich wieder normaleren Frühlingstemperaturen an. Und auch das eine oder andere Gewitter oder ein paar Schauer könnten vor allem heute drin sein. In den kommenden Tagen ist das Wetter über Deutschland dann zweigeteilt – Aprilwettrig mit zum Teil länger andauernden Niederschlag im Norden sowie trocken und sonnig im Süden. Und wie es aussieht, befindet sich das Erzgebirge meistens auf der Sonnenseite, auch wenn man einzelne Schauer nicht ganz ausschließen kann. (ch)

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Aprilsommer

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Eigentlich müßte der Frosch bei diesem Wetterchen hoch oben auf der Leiter sitzen, aber selbst ihm ist zu warm und er sucht sich besser schattigere Plätzchen. Denn heute gab es Temperaturen im Sommerbereich, an der privaten Station in Schwarzenberg wurden sogar 30,7°C gemessen! Hinzu kam eine extrem geringe Luftfeuchte, die in den Nachmittagsstunden nur noch 23% erreichte. Durch die geringe Luftfeuchte und den klaren nächtlichen Himmel wurden heute früh in den Erzgebirgstälern -2°C (Marienberg Kühnhaide) bis 5°C gemessen. Der zügige Temperaturanstieg führte zu Tagesschwankungen bis 26°C, was ebenfalls bemerkenswert ist.

Auf dem Fichtelberg wurde mit 20,8°C der erste Bergsommertag registriert. So einen warmen Apriltag gab es seit 50 Jahren nicht mehr. Aber am 22. und 23.04.1968 war es auf dem Fichtelberg mit je 22,4°C sogar noch wärmer! Hier zum Vergleich die 5 wärmsten Tage um den 20. April herum und die im Gesamtapril.

Top5

Sowohl 1968 als auch 2012 war die Großwetterlage ähnlich und wurde von einem großen Hochdruckgebiet charakterisiert, das von zwei Höhentiefs, eines westlich und eines östlich davon, flankiert wird. Solch eine Omega-Wetterlage ist über lange Zeiträume hinweg stabil. Aber ab der kommenden Woche verlagert sich diese Konstellation allerdings weiter nach Osten, so daß wir in den Einflussbereich des Tiefs kommen. Dann wird es deutlich kühler und vor allem wechselhafter, also sprich, das Wetter gleicht sich dem Monat April an. (ch, mb)

P.S. Hier noch ein Video von MDR mit Matthias Barth

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Frühling auf dem Fichtelberg angekommen

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Der Frühling ist nun auch auf dem Fichtelberg angekommen. Der Schnee ist auf letzte Flecken geschrumpft und die Frühblüher drängen ihre Köpfe ins Licht. Schneeglöckchen, Krokus, Seidelbast und Huflattich blühen fast schon um die Wette. Narzisse, Rhabarber und einige Bäume treiben auch schon aus.

In den letzten Tagen waren die Temperaturen etwas verhalten. Doch nun heizt uns das Hoch NORBERT richtig ein, zusammen mit einem kräftigen Tiefdruckwirbel auf dem Nordostatlantik, auf dessen Vorderseite subtropische Luftmassen nach Norden transportiert werden. Die Sonne scheint fast ungehindert und die Luft kann sich bis Freitag kräftig erwärmen. Deutschlandweit wird mit dem ersten heißen Tag (>30°C) gerechnet, in den Tälern des Erzgebirges wird es weitere Sommertage (>25°C) und auf dem Fichtelberg vielleicht den ersten Bergsommertag (>20°C) geben.

Am Wochenende bleibt es schön, es fließt jedoch etwas kühlere Luft ein. Kommende Woche sind sich die Modelle noch nicht so recht einig. Zum Wochenende steigt wahrscheinlich das Schauer- und Gewitterrisiko, danach könnte sich bei allmählich sinkenden (oder besser gesagt sich normalisierenden) Temperaturen wechselhaftes Aprilwetter einstellen. Wir sind auf jeden Fall nicht böse darüber, denn „wolkenlos“ ist für uns das langweiligste Wetter überhaupt 😉 (ch)

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Zinnkammern Pöhla

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Besucherbergwerk Pöhla (kf)

Bisher haben wir meist das Wetter auf dem Fichtelberg betrachtet, aber auch tief unter dem Fichtelbergmassiv ist das Wetter wichtig. Denn in den dort befindlichen Bergbauschächten ist das Wetter die Belüftung der Grubenbaue, also die Zuführung frischer sauerstoffhaltiger Luft und die gleichzeitige Abführung der verbrauchten Luft und alle unter Tage auftretenden Gase und Gasgemische.

Und damit sind wir mitten drin in der Führung durch das Besucherbergwerk Zinnkammern Pöhla, welche der gleichnamige Verein zweimal täglich ehrenamtlich interessierten Gästen anbietet. Der Eintritt wird komplett für die Sanierung und den Erhalt des riesigen Bergwerkareals verwendet, welches von Pöhla bis unter das Fichtelbergmassiv und mehrere Etagen in die Tiefe reicht.

Bereits seit dem frühen Mittelalter wurde im Erzgebirge Eisen, Zinn, Silber, Kupfer, Blei, Arsen, Kobalt, Nickel u. a. abgebaut. Aber erst 1967 kam die Wismut nach Pöhla und entdeckte bei Bohrungen Vorkommen von Uran, Zinn, Wolfram und anderen Erzen. In den Berg wurde ein acht Kilometer langer Hauptstollen getrieben, der auf ca. 600 m ü.M. bis zum Fuße des Fichtelbergs reicht. Vorrangiges Ziel war die Uranerzlagerstätte Tellerhäuser, in der mit zwei Blindschächten, 13 Haupt- und Nebensohlen sowie ein halbes Dutzend Wetterschächten 1979 der Abbau von Uranerz begann. Nach etwa 3000m wurde die Zinnerzlagerstätte „Hämmerlein“ und die geologisch überaus interessanten Zinnkammern aufgefahren, die heute als einmalige Zeugen der Wismut-Bergbaugeschichte zu besichtigen sind. Diese 3000 Meter werden mit der Grubenbahn zurückgelegt.

Es gibt kaum ein Erzgebirger, bei dem nicht irgendein Familienmitglied bei der Wismut unter Tage gearbeitet hat, aber nur wenige können sich vorstellen, wie hart, laut, manchmal heiß und extrem anstrengend die Arbeit der Kumpels war. Teilweise 160 Dezibel Lärm machten die Schlagbohrer, bei denen in der eindrucksvollen Vorführung nur Sekunden ausreichten, damit sich alle Besucher erschrocken die Ohren zuhielten. Die Bohrarbeiten wurden seinerzeit größtenteils per Hand und mit Bohrwagen durchgeführt. Diese Geräte, Ladevorrichtungen, Bohr- und Zündschemen und vieles mehr sind im Bergwerk erhalten und können unter fachkundiger Führung ehemaliger Bergmänner besichtigt werden. Den Abschluss des 2 ½-stündigen Führungsprogramms bildet eine Lasershow, die in der Tiefe der Zinnkammern besonders eindrucksvoll ist.

In der Adventszeit lässt sich eine besonders Tradition der Bergleute erleben: eine Mettenschicht, die letzte verfahrene Schicht eines Bergmanns vor dem Heiligen Abend. Die Schicht wird vom Steiger vorzeitig durch ein Klopfzeichen beendet. Anschließend folgt eine Predigt und mit dem Singen von Bergmannslieder betrachten die Bergleute das Jahr noch einmal rückblickend und gedenken den Verstorbenen. Es ist sehr beeindruckend, den Klang der Musik unter Tage in dem großen Gewölbe der Zinnkammern zu lauschen. Ein einfaches Essen, meist bestehend aus Bratwurst und Kartoffelbrei oder belegtem Brot rundet die Mettenschicht ab. Der Verein der Zinnkammern Pöhla bietet in der Weihnachtszeit mehrere Mettenschichten am Tag an, jedoch sind die Karten dafür sehr begehrt!

Mit der politischen Wende endete übrigens auch der Wismutbergbau im Erzgebirge und in der Grube Pöhla. Aber Ende 2016 ist allerdings das Berggeschrei nach Pöhla zurückgekehrt, denn die Firma SME (Sachsen Mineralien und Exploration) plant, im Luchsbachtal Zinn, Wolfram und Flussspat abzubauen. Ein entsprechender Erkundungsschacht ist bereits in Arbeit. Denn ein großer Schatz liegt noch unter Tage: 22.000 Tonnen Wolfram, 20.000 Tonnen Zinn, 70.000 Tonnen Flussspat und 204 Tonnen Indium, das man für LED’s in Computer, Handy oder Digitalkamera nutzt, dazu jede Menge Magnetit, Silber und Zink. (ch, wh, kf)

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Wolkenschlauch über Chemnitz

Um 15.30 Uhr zog heute aus Zschopau ein mäßig starkes Gewitter mit Starkregen und kurzzeitig auch kleineren Hagel nach Chemnitz. Dann kam aus der Gewitterwolke auf einmal ein rotierender Wolkenschlauch heraus. Diese Trichterwolke, auch Tuba oder Funnel cloud genannt, entsteht im Aufwindbereich einer Gewitterzelle. Setzt sich der Wirbel nach unten fort, kann er bei Bodenkontakt in ein Tornado übergehen. Von Schäden ist aber nichts bekannt und auch auf den Bildern oben von Gritt Junghanns, aufgenommen zwischen Flöha und Niederwiesa und dem folgenden Video von André Baumann in Chemnitz-Glösa ist von einem Bodenkontakt zum Glück nichts zu erkennen.

Eigentlich ist die heutige Wetterlage nicht klassisch für Bildung von Trichterwolken. Sie benötigen größere Temperaturunterschiede zwischen Boden und Höhe, viel Feuchte, eine niedrige Wolkenuntergrenze und für die Rotation sich mit der Höhe signifikant veränderliche Windgeschwindigkeiten oder -richtungen. Das Gewitter kam aus dem Südosten, also aus dem Erzgebirge Richtung Zschopau heruntergekrochen. So könnte die rasche Erwärmung über dem tiefer gelegenen und durch den Großstadteffekt zusätzlich erwärmten Chemnitz, vielleicht aber auch Kanalisierungseffekte im Chemnitztal zur Entstehung beigetragen haben.

Ein Tornado über Chemnitz ist für viele sicherlich unvorstellbar. Dennoch hat es am 29. Mai 1916, also vor mehr als 100 Jahren einen Tornado am Schloßteich gegeben. Hier kann man die lebhafte Schilderung von damals nachlesen. (ch)

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Gruß aus der Sahara

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Die straffe Südströmung brachte in den letzten Tagen warme Temperaturen ins Erzgebirge. Heute wurde an der privaten Station im Schwarzenberger Oswaldtal mit 24,9°C der erste Sommertag nur knapp verfehlt. Aber auch sonst gab es bis in höhere Lagen verbreitet über 20°C. Auf dem Fichtelberg wurden 16,0°C gemessen.

StaubkonzentrationVielleicht ist dem einen oder anderem aber aufgefallen, dass besonders gestern die Sonnenauf- und untergänge seltsam gelblich erschienen. Heute gab es sogar ausgedehnte Wolkenfelder, die nur von wenigen Wetterdiensten vorhergesagt wurden. Ursache ist Saharastaub, welcher an der Ostseite eines Tiefs über dem Atlantik bis in die höheren Schichten der Stratosphäre transportiert wurde. Dort ziehen die unzähligen Kondensationskeime auch noch den letzten Rest der vorhandenen Feuchtigkeit aus der Luft und bildet Wassertröpfchen oder Eiskristalle. Bei geringer Konzentration sind sie so dünn, dass sie sich nur durch einen milchigen Himmel bemerkbar machen. Manchmal aber auch mit Halos an nicht sichtbaren Eiskristallen, wie es gestern der Fall war. Zudem war vor allem am Nachmittag ein deutlicher Ring von Bishop zu sehen. Er entsteht, wenn das Sonnenlicht an den unzähligen Staubpartikeln der Atmosphäre gebeugt wird. Der Radius des Rings variiert dabei stark mit der Partikelgröße. Bei Saharastaub hat er meist einen Sonnenabstand von 10-20°. Bei feinerem Staub oder winzigen schwefelhaltigen Vulkanaerosolen in der höheren Atmosphäre wurden jedoch auch schon Bishop’sche Ringe mit 30 bis 45 Grad beschrieben.

Ist die Staubdichte größer, kann das sogar zur Wolkenbildung führen. Das Problem ist, die Vorhersagemodelle haben den Saharastaub meist nicht auf dem Schirm und liegen deshalb manchmal so richtig daneben 🙂 (ch)

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Die Natur erwacht

Nach dem gestern Morgen bei -6,7°C das vorerst letzte Mal eine dicke Raureifschicht den Gipfel bedeckte und an den 16 Messpunkten rund um den Berg mit einem Ergebnis von 59cm sicher eine der letzten Schneemessungen erfolgte, scheint nun der Berg langsam aus seinem Winterschlaf zu erwachen.

Auf dem freigefegten Teil des Messfeldes (im Bereich der automatischen Schneemesser) kuckt großflächig bereits die Wiese durch, auf der sich die ersten Vögel tummeln und nach Futter und Baumaterial für ihre Nester suchen. Auch ein Eichhörnchen und ein erster Zitronenfalter haben sich schon blicken lassen. Und dort, wo der Schnee weg geht, steht die Pestwurz schon in den Startlöchern.

Es soll, von einigen Schauern und Gewittern abgesehen, noch die gesamte nächste Woche frühlingshaft warm bleiben. Die Vegetation wird also auch hier oben weiter explodieren.

In Drebach steht die Krokuswiese bereits in Vollblüte. Oliver Kaufmann hat gestern dieses eindrucksvolle Video gedreht. Vielen Dank dafür! (ch)

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Fichtelbergwetter im März 2018

Der März war zu kalt, zu trocken mit unterdurchschnittlicher Sonnenscheindauer. So sagt es die Statistik. Genau betrachtet war das Wetter im März sehr außergewöhnlich und hatte neben zwei Kältewellen auch einen ersten Frühlingseinbruch zu bieten.

Der Polarwirbelsplit sorgte bereits Ende Februar mit eisigen Zustrom polarer Kaltluftmassen für eine Kältewelle, die sich bis in den März hinein fortsetzte. Mit -18,6°C wurde am 1. März auf dem Fichtelberg die Monatstiefsttemperatur gemessen. Ungewöhnlich war auch das Wetter an der Küste, wo durch den Seeeffekt, bei dem durch kalte Luft über wärmerem Wasser starke Bewölkung mit Niederschlägen entsteht, bis zu 50cm Neuschnee fielen.

Danach zeigte sich eine langsame aber stetige Erwärmung und am 11.3. folgte der erste Frühlingstag und wärmste Tag des Monats. Auf dem Fichtelberg wurden 8,9°C gemessen, in den Tälern bis zu 19°C (Schwarzenberg, Aue).

Kaum eine Woche später folgte die nächste Kältewelle (12) mit Höhepunkt am 18.3. auf dem Fichtelberg die Nachttemperatur nochmals auf -13,4°C fiel. Der Frühlingsanfang präsentierte sich auf dem Fichtelberg als frisch verschneiter sonniger Traumwintertag, während sich in den Tälern schon wieder die Frühblüher durch den Restschnee kämpften.

Sehr interessant gestaltete sich das Osterwetter, wo sich die Modelle bis zuletzt nicht einig waren und zwischenzeitlich einen dritten Kälteeinbruch berechneten. Letztendlich gab es aber einen Mix, der schon zum typischen Aprilwetter passte und auf dem Gipfel gaben sich Schnee, Regen, Sonne und Wind die Klinke in die Hand. Am Ostermontag endete schließlich die Skisaison.

Mit einem Monatsmittel von -3,9°C war der März sogar kälter als der Januar und lag um 1.5°C unter der langjährigen Mitteltemperatur von -2.4 °C. Es gab 18 Eistage (Höchsttemperatur < 0 °C), 28 Frosttage (Tiefsttemperatur < 0 °C.), 8 kalte Tage (Tiefsttemperatur < -10 °C.) und 3 eiskalte Tage (Höchsttemperatur < -10 °C).

Die Sonne schien insgesamt 88.5 Stunden. Dies entspricht 85 % des Normalwerts von 104.1 Stunden.

Der Monatsniederschlag lag bei 68.2 mm, was 78 % der Mittelwertes von 87.4 mm entspricht. Den höchsten Tagesniederschlag gab es am 12. März mit 19.9 mm. Eine Schneedecke war den gesamten Monat über vorhanden. Das Maximum wurde am 7.3. mit 103cm gemessen. Bis zum Monatsende dezimierte sie sich allerdings bis auf 78cm.

Der März war relativ windig. Die höchste Windgeschwindigkeit des Monats wurde am 18. mit 95.4 km/h gemessen. Starker Wind (Windstärke 6) wehte an 28 Tagen und an 10 Tagen wurde stürmischer Wind (Windstärke 8) registriert. (ch)

Monatswerte Fichtelberg

Wetterrückblick Olbernhau von Dirk Christoph

Deutschlandwetter im März 2018, Pressemitteilung des DWD

Wetterrückblick des Observatoriums Hoher Peißenberg in den bayrischen Voralpen

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