Eisnebelhalos – weitere Fotos

An den Eisnebelhalos am letzten Donnerstag konnten sich auch andere erfreuen und diese festhalten.

Mario Groth vom Berggasthof Neues Haus konnte das Halo kurz nach Sonnenaufgang aufnehmen, als im oberen Berührungsbogen noch der bei diesem Sonnenstand V-förmigen Parrybogen eingebettet war. Auch der Supralateralbogen ist schön zu erkennen.

Eisnebelhalo am Berggasthof Neues Haus kurz nach Sonnenaufgang. Fotos: Mario Groth

Jarda Fous war am Skihang auf dem Fichtelberg unterwegs, wo er ebenfalls helle Halos mit Supralateralbogen ablichten konnte.

Eisnebelhalos am Fichtelberg. Fotos: Jarda Fous

Oliver Kaufmann von Promovie erstellte einen herrlichen Film vom Sonnenaufgang und den nachfolgenden Halos.

Vielen Dank an alle für diese wundervollen Bilder!

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Endlich Eisnebelhalos

Eisnebelhalo am Fichtelberg. Foto: Wolfgang Hinz

Wir haben kaum noch zu hoffen gewagt, dass es in diesem Winter noch Eisnebelhalos geben würde. Aber heute Morgen kämpfte sich auf dem Fichtelberg die Sonne bei -6°C durch nordatlantische Frontenreste. Die Wolken zerfielen regelrecht in Eiskristalle und erzeugten wunderschöne Eisnebelhalos. Allerdings stieg die Temperatur ziemlich schnell an und erreichte gegen 11 Uhr bereits Plusgrade. Da war es natürlich mit den herrlichen Lichtbrechungsphänomenen schnell vorbei.

Wer mehr über die Eisnebelhalos auf dem Fichtelberg wissen möchte, sollte sich diesem Artikel downloaden.

Nachfolgend die schönsten Halofotos und ein Video von Gerd Franze sowie Claudia und Wolfgang Hinz und die schönsten Winterbilder von heute.

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Ungewöhnliche Luftspiegelungen

Ergänzend zum Artikel Inversion und Luftspiegelungen nachfolgend noch drei Fotos von Gerd Franze, welche ziemlich ungewöhnliche Spiegelungen am Morgen des 21.01.2020 vom Fichtelberg aus zeigen.

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Inversion und Luftspiegelungen

Luftspiegelung am Bayerischen Wald (wh)

Was war heute der wärmste Ort Sachsens? Der Fichtelberg, denn in 1215 Metern Höhe wurde heute ein Maximum von +6,8°C gemessen. Bereits am Morgen überragte er mit +1°C die Täler, in denen die Temperaturen bis auf -9°C (Hammerunterwiesenthal) absanken.

An dieser markanten Inversionsschicht ging die Sonne heute stark verzerrt auf und es bildete sich mehrfach ein Grüner Strahl. Zudem gab es auffällige Luftspiegelungen. Bereits kurz vor Sonnenaufgang war das verzerrte Riesengebirge in über 200km Entfernung schwach zu erkennen. Sehr deutlich waren dagegen die Luftspiegelungen am 160km entfernten Bayerischen Wald/Böhmerwald zu sehen. Vor allem von Neklid aus, wo der Keilberg nicht mehr die Sicht darauf versperrte 😉 (wh, ch)

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Rekord-Luftdruck

Wetterkarte vom 20.01.2020 um 00 UTC. Quelle: Berliner Wetterkarte e.V.

Derzeit liegt das Hoch EKART quer über Mitteleuropa, welches von markanten Tiefs über Skandinavien und im westlichen Mittelmeerraum flankiert wird. Der Kerndruck betrug im Maximum 1050,5 hPa und an vielen Messstationen purzelten die Rekorde. Auf dem Fichtelberg wurde der bisherige Rekord-Luftdruck vom 27.01.1932 mit 900,8 hPa heute um 12.44 Uhr UTC erneut aufgestellt.

Luftdruckverlauf auf dem Fichtelberg. Quelle: sklima.de

Wegen der Luftdruckabnahme mit zunehmender Höhe können die gemessenen Werte nicht direkt miteinander verglichen werden. Sie werden deshalb auf ein gleiches Referenzniveau gerechnet, z.B. auf die Meeresspiegelhöhe, die auch für die Eintragung in Bodenwetterkarten verwendet werden. An Messpunkten, die höher als 750 Meter liegen, ist allerdings dieser reduzierte Luftdruck zu ungenau. Deshalb wird hier das sogenannte Geopotential berechnet, also die Höhe einer bestimmten Luftdruckfläche. Bis 2300 m wir der Geopotenzialwert der 850-hPa-Fläche, über 2300 m bis 3700 m die 700-hPa-Fläche bestimmt.

Deshalb schauen wir noch nach Marienberg, wo bei einer Stationshöhe von 640 Metern ein Stationsluftdruck von 968,3 hPa gemessen wurde, was einem auf Meeresspiegelnivau errechneten Wert von 1048,1 hPa ergibt. Die Station gibt es seit 1958 und in dieser Zeit lag der bisherige Rekorddruck bei 1046.3 hPa, gemessen am 16.02.2008.

Deutschlandweit hält übrigens Greifswald den Luftdruckrekord. Am 23.01.1907 wurden dort 1060,8 hPa gemessen. Den europäische Rekord hält Riga in Lettland, wo am 23.01.1907 1068,7 hPa registriert wurden. Der weltweit höchste Rekordwert stammt aus Tosontsegel in der Mongolei. Dort zeigte der Luftdruckmesser am 19. Dezember 2001 1084,8 hPa an.

Leider bedeutet hoher Luftdruck im Winter nicht immer schönes Wetter. Aufgrund des hohen Feuchtigkeitsgehalts in der Luft hat sich heute zäher Hochnebel oder Wolken gebildet. Aber die nächsten Tage werden deutlich sonniger und mit Temperaturen bis zu 8°C auch wieder wärmer. (ch)

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Bisher wärmster Tag des Jahres :-)

Morgenrot auf der neuen Panorama-Webcam der Fichtelberg-Schwebebahn: fichtelberg.panocloud.webcam

Was war das für ein herrlicher Tag. Eingerahmt von atemberaubenden Dämmerungsfarben kletterte das Thermometer im Erzgebirge bis auf 14°C (Aue, Schwarzenberg) und 6°C auf dem Fichtelberg. Im Erzgebirge lassen ja viele den Weihnachtsschmuck bis Lichtmess stehen. Aber heute passte es zumindest hier in Schwarzenberg überhaupt nicht, man war eher gewillt, den Grill aus dem Keller zu holen 😉

Und was ist nun mit dem Winter? Kommt er noch? Bis zum Wochenende gehen die Temperaturen zwar deutlich zurück und es könnte auch mal die eine oder andere Schneeflocke dabei sein, aber in den Tälern ist weiterhin kein durchgreifender Winter in Sicht. Auf dem Fichtelberg steigen die Temperaturen ab dem Wochenende kaum noch über 0°C, aber große Schneemengen sind auch hier nicht in Sicht.

Ist der Winter damit schon gegessen? Ich persönlich gebe die Hoffnung nicht auf und erinnere an das Jahr 1986. Auch da kam der Winter ewig nicht so richtig in Gang. Im Februar kam es dann aber knüppeldick und der Monat wurde bis zu 8°C (Aue) zu kalt. Die Temperaturen fielen verbreitet unter -20°C. Anschließend ging der Winter in Verlängerung und brachte bis April immer wieder Schneefälle, selbst im warmen Aue waren es am 11.04.1986 nochmals 12cm. (ch)

Nachfolgend die schönsten Fotos von heute.

Morgenrot mit Strahlen in Adorf. Foto: Wolfgang Weigert

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Morgenrot auf neuer Fichtelberg-Panorama-Webcam

Morgenrot auf der neuen Panorama-Webcam der Fichtelberg-Schwebebahn: fichtelberg.panocloud.webcam

Der heutige Tag begann mit einem herrlichen Morgenrot, welches wunderbar auf der neuen Panorama-Webcam der Fichtelberg-Schwebebahn zu sehen war. Über diese Webcam freuen wir uns besonders, denn sie zeigt einen schönen Überblick über die Wettersituation und der Schneelage am Skihang.

Das Morgenrot war auch in anderen Gebieten des Erzgebirges zu sehen. Teilweise bildeten sich in den mittelhohen Wolken mammatus-artige Strukturen. Nachfolgend eine Sammlung von Fotos verschiedener Fotografen. Weitere tolle Aufnahmen vom Fichtelberg sind auch auf der Facebookseite von Thomas Jacobi zu finden. (ch)

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Morgenrot, Wintertot …

„Alpenglühen“ an der Wetterwarte mit Fast-Vollmond (ch)

Nein, diese Bauernregel gibt es natürlich nicht. Aber wer gestern auf dem Fichtelberg das wunderschöne Morgenrot fotografiert hat, musste auf die sonst um diese Jahreszeit üblichen tief verschneiten Bäume als Vordergrund verzichten. Tagsüber kletterte in den letzten Ragen das Thermometer auf Sachsens höchstem Gipfel bis auf 4°C und dezimierten den „Winter“ auf karge 15cm (private Messung).

Aber es gibt ein Lichtblick am Ende des Frühlingstunnels, der zur Wochenmitte nochmals richtig aufdreht und die Gipfeltemperatur bis auf 6°C in die Höhe treibt. Aber ab dem Wochenende könnte sich das Hoch über dem Atlantik nach Norden aufmachen und die derzeitige Tiefdruckaktivität blockieren. Das gäbe dann freie Bahn für nordöstliche Kaltluftmassen. Allerdings würde diese Wetterlage nicht besonders viel Niederschlag bringen, lediglich in der Übergangsphase ist etwas Schneefall drin. Hoffen wir, dass er ausreicht, damit das nächste Morgenrot wieder von herrlichem Weiß umrahmt ist. (ch)

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Das Wetter im Osterzgebirge 2019

Zinnwald

Nach eher diesigen Dezemberstart wechselte das Wetter bald in einen sonnigen Modus mit erhöhten Temperaturen. „Tief Rudi“ preschte mit Sturm zum 07.  und sehr milden Luft nach Sachsen. Am 08. bzw.09. maßen alle Stationen den Monatshöchstwert. Nur in Bannewitz erwärmte sich die Luft am 18. noch stärker. Die 2. Dekade bleibt uns trüb, jedoch mit teils guter Fernsicht und sehr mild mit Sturm in Zinnwald (79 km/h) am 14./15. in Erinnerung. Zumindest die Bergbewohner konnten sich an Heiligabend über Schnee freuen, der allerdings am Morgen danach wieder weggetaut war, allerdings am 1. Feiertag wiederkam und doch wieder für Weihnachtsstimmung sorgte. So wurde in den „Zwischentagen“ bis 10 cm beobachtet, auch in tieferen Lagen wurden Flocken gesichtet. Vor Silvester stieg der Luftdruck stark an und die Abkühlung ging mit Sonne und schwachem Wind einher. Der Dezember war über 3 °C zu warm und bis auf die Kammlagen sehr trocken. Die Sonne schien leicht überdurchschnittlich. Im Tiefland wurde der späteste 1. Schneefall seit Wetteraufzeichnung (1882) beobachtet.

Und in dieser Laune, in der sich der Dezember so warm benahm, dominierte auch das Jahr 2019: Sowohl an der DWD-Flugwetterwarte Dresden (11,3 °C) als auch der DWD-Bergwetterstation Zinnwald-Georgenfeld (6,9 °C) wurde der Wert von 2018 nochmal um 0,1 °C übertrumpft. 2019 ist so in unserer Region das wärmste Jahr der Wetteraufzeichnung! Die Sommertemperatur überschattete die vom Vorjahr gar um 0,5 °C. Der Winter 2018/2019 war im Tiefland allein Anfang Februar – mit rund 20 cm Schnee – optisch vorhanden. Im Erzgebirge war ausreichend Schnee (max. 122 cm) und Zeit, diesen wintersportlich zu nutzen. Von den 12 Monaten war einzig der Mai nicht nur subjektiv zu kühl. Das Jahr 2019 schenkte der Natur zwar in allen 4 Jahreszeiten mehr Niederschlag als im Vorjahr, doch für das Soll sammelten die Messbecher im Tiefland 1/4 zu wenig H2O. Durch den extrem nassen Januar auf dem Kamm fehlten um Zinnwald allerdings nur 50 L pro m2.

Der Frühling und Herbst zeigten sich bedeckter, dafür der Sommer noch sonniger als 2018. Unterm Strich maßen die Instrumente die Sonne erneut um 2000 h (in Zinnwald 1750 h). Ein erneut überdurchschnittlicher Wert, wenn auch unter 2018. Der Jahresmittelluftdruck von 1015,4 hPa lag leicht unter der Norm, einhergehend von einem regeren Wind. Im März zeichneten die Anemometer die meisten Sturmtage auf. Die höchste Böe erreichte Zinnwald mit 109 km/h (Bft 11). Die Luft war ähnlich trocken wie 2018 und die Feuchte im April rekordverdächtig gering. Nebel beobachtete der Verein an mageren 108 Tagen, dem gegenüber oft Fernsicht mit min. 50 km (83 Tage). An Gewittern mangelte es nicht, jedoch war die „Saison“ dieses Jahr kurz. Unvergessen bleiben die 3 aufeinanderfolgenden Gewittertage mit Hagel im Raum Dohna (10.-12.6.). Die Natur startete dieses Jahr nicht zu früh und in normalem Entwicklungstempo, doch so richtig enden wollte die Vegetationsperiode 2019 nicht: Im Dezember war das Gras im Elbtal grün und die Felder mit schon hohem Wintergetreide oder Zwischenfrüchten geschmückt. Üblicherweise verstummt der Vogelgesang im Juli, doch zum 1. Mal nisteten Schwalben 3 x in Köttewitz und die einheimischen Vögel waren bis Weihnachten morgens zu hören.

Ihr Sebastian Wetzel und Norbert Märcz, Wetterverein Zinnwald-Georgenfeld e.V.

Das Wetter im Vergleich:

201912-Zinnwald

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Roter Regenbogen – Fotogalerie

Vielen Dank für die umwerfende Resonanz zum heutigen Artikel „Regenbogen ohne Sonne und Regen???„. Das genannte Verbreitungsgebiet des Regenbogens musste mehrfach korrigiert werden, da immer neue Beobachtungen aus anderen Gegenden hinzu kamen. Das ist ziemlich ungewöhnlich, denn im Normalfall treten Regenbögen kleinräumig auf der Rückseite von Regenschauern auf.

Da mich im Tagesverlauf zahlreiche Fotos erreichten, möchte ich diese nachfolgend zeigen. In Geyer (Foto von Frank Frenzel) zeigte sich sogar ein so genanntes Zero Order Glow. Der Name bedeutet, dass es sich um einen Regenbogen nullter Ordnung handelt. Denn das Licht wird innerhalb des Tropfens nicht einfach oder doppelt reflektiert, wie es beim Haupt- oder Nebenbogen der Fall ist, sondern das einfallende Licht durchwandert den Tropfen ohne Reflekttion und verlässt ihn nur in abgelenkter Form. Deshalb gibt es keine kreisförmige Lichtkonzentration, sondern das Zero Order Glow erscheint als diffuse leuchtende Fläche in Sonnenrichtung. (ch)

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