Erzgebirge noch kälter

Frostiger Morgen zwischen Rolava und Jelení im Böhmischen Erzgebirge. Foto:
Libor Čihák Junior

Heute Morgen stiegen die Temperaturen auf der Zugspitze wieder in den positiven Temperaturbereich. Im Gegensatz zum Erzgebirge, wo der heutige Morgen noch kälter war als gestern.  So meldeten Kühnhaide -1,8°C  (Erdboden: -3,7°C), auf der böhmischen Seite wurden sogar -2,8°C in Rolava (Sauersack) und -3,3°C  in Jelení (Hirschenstand) gemessen. Libor Čihák Junior hat diesen frostigen Morgen in eindrucksvollen Bildern festgehalten. Vielen Dank dafür!

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Frost in Kühnhaide, Schnee auf der Zugspitze

Schnee auf der Zugspitze, Quelle: foto-webcam.eu

Wie im vorherigen Artikel angedeutet, hat es gestern und heute auf der Zugspitze etwas Schnee gegeben. Die Temperatur sank dabei bis auf -5,7°C ab. Und das mitten in den Hundstagen, wo normalerweise die heißesten Tage des Jahres auftreten. Rekordverdächtig ist das allerdings nicht, am 31.08.1940 gab es -9.9 °C und am 01.08.1920 schon mal 3,50 Meter Schnee.

Aber nicht nur auf der Zugspitze gab es Frost. Auch Kühnhaide meldete -0,5°C in 2 Meter Höhe und -3,0°C am Erdboden. Leider fehlte hier der Schnee 😉

Zum Wochenende geht es aber erst einmal mit den Temperaturen wieder aufwärts, bevor es kommende Woche den nächsten herbstlichen Einschub gibt. (ch)

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Der Hochsommer geht

In der letzten Woche zeigte sich der Sommer von seiner (normalen) wechselhaften Seite. Bei Temperaturen zwischen 25 und 30°C war es angenehm warm, aber auch die örtlich sehr ausgedörrte Pflanzenwelt bekam endlich den langersehnten Regen. Einige Schauer brachten bereits zum Monatsanfang teilweise Entspannung. Vor allem aber der Landregen am letzten Mittwoch (bis 25mm am Kamm) hat der Vegetation extrem gut getan. Von den schweren Gewittern, die über Westdeutschland und den Benelux-Ländern tobten und dort einen schweren Tornado verursachten, kam im Erzgebirge zum Glück nichts an.

Mit der neuen Woche wird es eher frühherbstlich. Eine Tiefdruckzone schleift über Süddeutschland und sorgt dort für ergiebigen und länger andauernden Niederschlag, der auf den höchsten Alpengipfeln sogar als Schnee fallen kann 🙂 Etwa nördlich der Linie vom Schwarzwald über das Erzgebirge bis nach Dresden sind Niederschläge in Schauerform zu erwarten, zwischen denen aber immer wieder mal die Sonne scheint.  Allerdings gehen die Temperaturen spürbar zurück und liegen nur noch bei ca. 20°C. (ch)

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Pileus-Wolken an einem Gewitter

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Pileus-Wolke aus 50km Entfernung in Schwarzenberg (ch)

Gestern zog von Südosten ein kräftiges Gewitter nach Olbernhau. Die von der untergehenden Sonne angeleuchteten Gewitterwolken waren westlich davon bis mindestens Schwarzenberg zu sehen. Das besondere daran waren aber die herrlichen (hier erklärten) Pileus-Formen, die immer wieder im Bereich der oberen Wolke entstanden. Zahlreiche Erzgebirge sahen und erfreuten sich an dieses Schauspiel und machten von verschiedensten Standorten unzählige Fotos. Nachfolgend eine kleine Auswahl davon. Oliver Kaufmann von Promovie hielt das Ganze zudem in einem tollen Zeitraffer fest.

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Deutscher Temperaturrekord geknackt, Erzgebirge unter Juni-Werten


Das Hoch YVONNE hat Mitteleuropa erneut zum Schwitzen gebracht. Bereits gestern wurde der bisherige Rekord 40,3 Grad, gemessen im unterfränkischen Kitzingen im Jahr 2015 gebrochen. 40,5 Grad meldete Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Heute wurde dieser nicht einmal 24 Stunden alte Allzeitrekord regelrecht pulverisiert. Im gesamten Ruhrgebiet wurden 41°C gemessen, den Rekord registrierte mit 42,6°C Lingen im Landkreis Emsland im Westen von Niedersachsen. Ob dieser Rekord offiziell anerkannt wird, bleibt abzuwarten, denn die Station liegt in einer zirkulationsarmen Senke. Aber selbst wenn nicht, an 14 weiteren Stationen wurde der gestrige Temperaturrekord eingestellt.

Das Erzgebirge lag am Rand dieser Hitzezunge aus der Sahara. Auch hier war es heiß, aber die Nächte waren aufgrund der trockenen Luft erträglich und in den Hochtälern sogar sehr kühl. Die Höchstwerte wurden deshalb erst am späten Nachmittag erreicht, lagen jedoch nicht so hoch wie bei der letzten Hitzewelle im Juni.

Vergleich der wärmsten Tage 2019

Und wie geht es weiter? Das Temperaturmaximum wurde heute erreicht. Zwar bleiben die Temperaturen auch in den kommenden Tagen auf einem für die Jahreszeit zu warmen Niveau, doch sinken die Werte allmählich ab. Begleitet wird der langsame Temperaturrückgang von einer zunehmenden Schauer- und Gewitterneigung, deren Höhepunkt am Samstag und Sonntag erreicht sein sollte. Kommende Woche voraussichtlich Wetterberuhigung und angenehm warm. (ch)

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Kugelblitze im Erzgebirge: Auswertung der Freie Presse-Umfragen 2018-19

Auswertung und Text: Alexander Keul (Aufruf: Beate Kindt-Matuschek, Freie Presse; Fallrecherche Claudia Hinz)

Historischer Exkurs

Die Recherche zur vorliegenden Arbeit stieß auf die erste wissenschaftliche Befassung mit Kugelblitzen im Erzgebirge in Gestalt von Wilhelm August Eberhard Lampadius (1772-1842, siehe Wikipedia), Schüler von Georg Christoph Lichtenberg und ab 1793 Hüttentechniker, Chemiker und Agronom an der Bergakademie Freiberg. Dieser erzeugte nicht nur Leuchtgas und erfand dazu die Gaslaterne, sondern unterschied in seinem „Systematischen Grundriß der Atmosphärologie“ (Freiberg 1806) „Gewitterfeuerkugeln“ aus einen von drei Typen von Feuerkugeln, den er unter §143 auf Seite 89-90 so charakterisiert: „Es zeichnet sich vorzüglich durch seine etwas langsamere Bewegung, so wie durch stärkere Anhäufung einer größeren Masse von dem Blitz selbst aus, und folgt auch gewöhnlich erst sogleich nach dem Blitz…Nur bey sehr heftigen Gewittern zeigt sich dieses Meteor. Ich habe es selbst mehreremale bey solchen Gewittern im Freyen beobachtet.“ Lampadius versuchte das Phänomen durch elektrische Zerlegung von Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff und dessen Zündung als Knallgas zu erklären. Mit seinem Beitrag vor 213 Jahren war er wohl der erste Wissenschaftler, der Kugelblitze im Erzgebirge beschrieb.

Allgemeine Blitzstatistik versus Kugelblitze

Kugelblitze entstehen häufig aus nahen Blitzschlägen (Wolke-Erde-Blitze, kurz Erdblitze). Für ihr Auftreten ist daher die allgemeine Blitzstatistik, erstellt aus den Registrierungen der Blitzmessnetze (in Deutschland BLIDS von Siemens) interessant. Beim Studium der BLIDS-Deutschlandstatistik ist aber zu beachten, dass die regionalen Jahreswerte stark schwanken. Spiegel Online (4.1.2017) zitierte die BLIDS-Statistik für Wolke-Erde-Blitze der Landkreise für die Jahre 1999 bis 2015, also 16 Jahre, wonach Norddeutschland deutlich blitzärmer war als Süddeutschland (siehe Abbildung 3). Maxima lagen am bayerischen Alpenrand, im Erzgebirge und in Baden Württemberg. Garmisch-Partenkirchen führte mit 4,5 Blitzen pro qkm vor dem Erzgebirgskreis und dem Berchtesgadener Land (jeweils 4,0 Blitze pro qkm) und vor Zollernalbkreis, Tübingen und Bad Tölz (je 3,9 Blitze pro qkm). Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge lag mit 3,5 Blitzen pro qkm auch mit im Spitzenfeld.

Abbildung 3: Ausschnitt Süd der BLIDS Landkreisstatistik zu Wolke-Erde-Blitzschlägen 1999-2015, zitiert aus Spiegel Online 7.1.2014. Skala hell (0,6 Blitze pro qkm) bis dunkel (4,5 Blitze pro qkm)

Die Wetterwarte Fichtelberg verzeichnete durchschnittlich 23 Gewittertage pro Jahr. Bei solchen Werten erschien uns die bekannte Fallzahl für Kugelblitze im Erzgebirge sehr gering: Der eifrigste deutsche Sammler Karl-Heinz Hentschel notierte unter seinen 200 Fällen nur einen, auch Axel D. Wittmann und Kristian Schlegel in ihrer 61-Fall-Datei nur einen, Alexander Keul fand unter 132 deutschen Fällen nur vier. Dokumentiert waren auch der Kugelblitz am Fichtelberg 1965, das Video der Geschwister Fuchs aus Zwönitz (siehe Abb.1), eine weitere lokale Beobachtung 2003 sowie der Fall Schwarzenberg 2018.

Kugelblitz-Umfragen 2018 und 2019

Auf einen Aufruf in der Freien Presse, Ausgabe Aue/Schwarzenberg am 27. November, wiederholt in anderen Lokalausgaben, meldeten sich bis Ende 2018 dreizehn Erzgebirger und berichteten über insgesamt 17 Beobachtungen. Eine Zusammenfassung der ersten Berichte mit einem zweiten Aufruf in der Freien Presse Schwarzenberg am 29. März 2019, am 2. April übernommen vom Internetportal Grenzwissenschaft aktuell, erbrachte weitere 11 Meldungen. Zusätzlich wurden Fälle aus der Lausitz, Oberfranken und Berlin gemeldet, die hier nicht mit ausgewertet sind. Die 28 neu gemeldeten Beobachtungen wurden zusammen mit den 14 historischen Fällen aus den Fallarchiven Hentschel, Rümmler, Wittmann-Schlegel und Keul, also als Fallgruppe von 42 Erzgebirger Meldungen, statistisch ausgewertet.

Claudia Hinz und Alexander Keul bedanken sich herzlich bei allen Beobachtern, die sich gemeldet haben, und ersuchen auch weiterhin um Augenzeugenberichte an die eigens dafür eingerichtete eMail-Adresse kugelblitz@email.de. Weiterlesen

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Wetterwarte Wasserkuppe (921m) in der Rhön, Deutschland

In der Reihe „Bergwetterwarten in aller Welt“ möchten wir heute die Wetterwarte auf der Wasserkuppe vorstellen.

Messfeld und Ursinus-Haus mit der Wetterwarte (ch)

Bevor zum Jahresende zusammen mit dem Brocken die letzten beiden Bergwetterwarten in Deutschland automatisiert werden, habe ich der Wetterwarte auf der Wasserkuppe noch einen Besuch abgestattet. Es ist eine der wenigen Bergwetterwarten, auf der ich leider selbst nie gearbeitet habe und die ich deshalb bisher noch nicht kannte.

Die Rhön hat einen komplett anderen Reiz als das Erzgebirge. Das Mittelgebirge im Grenzgebiet der deutschen Länder Bayern, Hessen und Thüringen ist überwiegend vulkanischen Ursprungs und aus den mit kurzem Gras bedeckten und baumlosen Hochflächen wachsen die Gipfel als flache Buckel aus den mächtigen Vulkandecken heraus. Ortsnamen wie „Wildflecken“ versprechen eine gewisse Wildheit und tatsächlich ist es deutlich dünner besiedelt und zahlreiche herrlich bunte Sommerwiesen, Schluchten und Hochmoore laden rund um die Hochrhön zu wunderschönen Wandertouren ein. Weiterlesen

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Fichtelbergwetter im Juni 2019

Der Juni präsentierte sich als Rekordmonat, er war viel zu warm, zu trocken und auch die Sonne machte zahlreiche Überstunden. Über Europa liegende Hochdruckgebiete sorgten meist für eine straffe Südströmung und führte subtropischer Luftmassen aus der Sahara zu uns. In der ersten Monatsdekade waren diese noch feucht und führten zu Schauern und Gewittern. Zum Monatsende gelangten wir in den Bereich kontinentaler sehr trockener Tropikluft, was dazu führte, dass zwar die Rekorde purzelten, aber sich die Nächte empfindlich abkühlten. Marienberg-Kühnhaide meldete zum Monatsende sogar Nachtfröste.

Große Teile Europas wurden im Juni von einer Hitzewelle heimgesucht und es kam immer wieder zu Waldbränden und sogar Wasserknappheit. Vor allem die Hitzewelle der letzten Woche sorgte in Deutschland, Frankreich, Nordspanien und Italien für neue Rekordtemperaturen. Man muss in den Wetteraufzeichnungen bis 1756 zurückgehen, um einen ähnlich heißen Juni zu finden.

Auch auf dem Fichtelberg geht der Juni 2019 als wärmster Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (im Jahre 1916) in die Geschichte ein. Mit einer Abweichung von 6,2°C gehört der Fichtelberg allerdings deutschlandweit zu den im Vergleich zum langjährigen Mittel wärmsten Stationen Deutschlands Nur im Bayrischen Wald waren die Abweichungen noch größer. Auf Deutschlands höchstem Gipfel fielen reihenweise die bisherigen Höchstwerte. So wurde das bisher wärmste Monatsmittel, 13.8°C aus dem Jahre 2003, um fast 2°C überboten! Auch die bisherigen für Juni höchsten gemessenen Tagestemperaturen purzelten reihenweise am 26. Juni, um dann am 30. erneut überboten zu werden (Übersicht). Allerdings gingen durch die trockene Luft nachts die Temperaturen in angenehme Bereiche, so dass beim höchsten Tagesminimum „nur“ Platz 15 erreicht wurde.

Den nächsten Rekord knackte die Sonnenscheindauer. Mit 296,3 Stunden schien die Sonne so viel, wie noch nie in einem (nicht nur Juni-)Monat. 1976 (277,4h) und 2003 (269,7h) wurden deutlich auf die weiteren Plätze verwiesen.

Die 82,0mm Niederschlag reihen sich immerhin auf Platz 4 in die 103-jährige Statistik der niederschlagsärmsten Juni-Monate ein. Allerdings entfielen 67% des Monatsniederschlags auf nur 2 Tage, so brachten zwei Gewitter am 6.6. und 10.6. bereits 21,2mm bzw. 33,8mm. Ansonsten war es leider auch auf dem Erzgebirgskamm viel zu trocken. Das führte dazu, dass die Blumenpracht auf den Bergwiesen nicht so vielfältig war wie im Jahr zuvor. Auch wurde die Blütezeit einiger Pflanzen durch Hitze und Trockenheit auf wenige Tage verkürzt.

Einen neuen Rekord stellten auch die Leuchtenden Nachtwolken auf. Noch nie waren sie in unseren Breiten so weit nach Süden zu sehen, wie bei der Jahrhundertshow am 21./22.06. Insgesamt konnten wir in 8 Nächten zarte leuchtende, wenn auch nicht immer derart helle und ausgedehnte Nachtwolken beobachten, was ebenfalls ein Absolutrekord meiner persönlichen 25-jährigen Beobachtungsreihe darstellt. (12)

Nicht vergessen werden sollten die herrlichen Pileus-Wolken, welche aus 100 Kilometer Entfernung an den Erzgebirgsgewittern beobachtet werden konnten. (ch)

Statistik

Temperatur:
Monatsmittel: 15,7°C (-6,2°C)
Maximum: 29,5°C am 30. Juni
Minimum: 6,6°C am 8. Juni
Bergsommertage (Höchsttemperatur ≥ 20 °C): 15
Sommertage (Tiefsttemperatur ≥ 25 °C): 2

Sonne:
Monatssumme: 296,3 Stunden (164,0%)

Niederschlag (privat gemessen):
Monatssumme: 82,0 mm (75,0%)
Maximale Tagessumme: 33,8 mm am 10. Juni

Wind:
Höchste Windgeschwindigkeit: 80,6 km/h am 12. Juni
Tage mit Starkem Wind (Windstärke 6): 19
Tage mit Stürmischen Wind (Windstärke 8): 1
Tage mit Orkan (Windstärke 12): 0

Sonstiges:
Anzahl der trüben Tage: 7 (-8)
Anzahl der heiteren Tage: 7 (+6)
Tage mit Nebel (Sicht <1km): 13
Tage mit Gewitter: 8


Wetterrückblick Olbernhau von Dirk Christoph

Wetterrückblick des Observatoriums Hoher Peißenberg in den bayrischen Voralpen

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Kalt und Kälter

Nach den hitzigen letzten Junitagen machten heute Morgen zwei sehr kalte Orte von sich reden.

Der erste ist Kühnhaide, wo am Morgen mal wieder eine Tiefsttemperatur von -1,9°C gemessen wurde. Am Erdboden waren es sogar -3,8°C. Auch Deutschneudorf -Brüderwiese meldete Bodenfrost mit -2,2°C.

Noch kälter präsentierte sich die Mesopause, die atmosphärische Grenzschicht zwischen Mesosphäre und Thermosphäre in 80-85km Höhe. Dort entstehen ab einer Temperatur von -150°C und kälter Leuchtende Nachtwolken. Nach dem Jahrhundertereignis am 21./22.06.2019 legte der heutige Morgen noch einen drauf. Die Leuchtenden Nachtwolken strahlten in maximaler Helligkeit bis 70° Süd! Das ist für unsere Breite einfach unglaublich! (ch)

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Wechsel des Windsensors an der Wetterwarte Fichtelberg

Wer am letzten Donnerstag auf dem Fichtelberg war, hat beim Blick auf das Dach der Wetterwarte vielleicht auch kurz den Atem angehalten. Etwa 28 Meter über dem Gipfel hing ein Techniker am Windmast und tauschte den Windmesser aus. Statt dem bisherigen Schalenkreuzanemometer kommt nun ein bereits am Brocken und auf der Zugspitze getesteter 3D-Ultraschallwindsensor zum Einsatz. Auch, wenn der Techniker gut gesichert war, sahen seine Kletterkünste am Windmast von unten betrachtet sehr spektakulär aus. (ch)

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