Erste Eisnebelhalos der Saison

Eisnebelhalo an der tschechischen Grenze

Gestern waren die Bedingungen optimal, damit zwischen Keil- und Fichtelberg Eisnebelhalos entstehen konnten. Der Böhmische Nebel war so hoch, dass er immer wieder zum Fichtelberg herüberschwappte und es war kalt genug, dass die Wolken in Eiskristalle zerfielen. Und schon waren sie da, die unvergleichlichen Eisnebelhalos, die durch Lichtbrechung und -beugung an kleinsten Eiskristallen entstehen. Nicht am Himmel in hohen Eiswolken (Cirrus), sondern die farbigen Ringe und Bögen glitzerten direkt vor dem Beobachter, teilweise zum Greifen nah und in außerordentlicher Helligkeit.

Bereits am Morgen kurz nach Sonnenaufgang sahen Gerd Franze von Turm der Wetterwarte und Mario Groth vom „Neuen Haus“ Eisnebelhalos. Den ganzen Tag über zeigten sie sich immer wieder in großer Veränderlichkeit, je nachdem wo der Nebel endete und in Eiskristalle zerfiel. Wir selbst konnten erst am Nachmittag zum Fichtelberg fahren und wurden gleich in der Auffahrt fündig, wo es das wunderschöne Naturschauspiel in allen Facetten zu beobachten gab. Leider ist derzeit an der Grenze Schluss, aber zum Glück gab es auch zahlreiche tschechische Beobachter, so dass das Halogeschehen von beiden Seiten dokumentiert werden konnte. Nach Auswertung aller Fotos waren insgesamt 16 verschiedene Haloarten zu sehen, die Selteneren oft nur für Sekunden.

Derzeit sind etwa 50 verschiedene Haloarten bekannt, von denen ein Großteil bereits im Eisnebel am Erzgebirgskamm beobachtet werden konnte. Das größte Halophänomen wurde am 30.01.2014 im Skigebiet Neklid am Keilberg registriert.

Aber wann kann man dieses Phänomen nun beobachten? Wie schon eingangs erwähnt, braucht man böhmischen Nebel mit einer Obergrenze >1000 Meter, negative Temperaturen (optimal ab -5°C), Südost- bis Ostwind und eine Lichtquelle, also Sonne, Mond oder auch Autoscheinwerfer. Am besten eignet sich ein Blick auf die Webcams rund um den Fichtelberg, um die Bedingungen zu überprüfen. Vor Ort sollte man versuchen, die Oberkante der Wolken zu erwischen. Die häufigsten Halovorkommen sind direkt an der Grenze, in Neklid am Keilberg oder an der Sachsenbaude. Am Fichtelberg treten sie nur auf, wenn es der Nebel bis dahin schafft und dennoch die Sonne scheint. Der Keilberg steckt meistens in den Wolken drin. Gute Beobachtungsorte sind zudem Oberwiesenthal, Tellerhäuser und Bozi Dar. Wenn an einem Ort keine Halos zu sehen sind, nicht aufgeben, sondern einfach weitersuchen. Oftmals gibt es 100 Meter weiter schon ein völlig anderes Bild. Mehr Infos zu den Halos am Fichtelberg gibt es in Publikation „Optische Erscheinungen und andere ungewöhnliche Wetterphänomene auf der Wetterwarte Fichtelberg“.


Zu guter Letzt konnte Gerd Franze vom Turm der Wetterwarte auch noch eine Glorie aufnehmen. Was für ein Tag! (ch)

Glorie auf dem Fichtelberg. Foto: Gerd Franze
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Der Herbst 2020 auf dem Fichtelberg

Und wieder ist es ein Herbst, der erneut deutlich zu warm ausfiel, nämlich genau um 2 Grad. Den größten Anteil daran hat der November (Monatsmittel: 2,9°C). Mit 3,8 Grad ragte er deutlich über das Normalmaß hinaus und war der drittwärmste in der Fichtelbergstatistik. Die Berge lagen im November besonders über dem Schnitt, weil Inversionswetterlagen und damit Wärme in der Höhe dominierten. Weiter unten sind die Abweichungen deutlich geringer.

Der wärmste Herbst stammt aus dem Jahre 2006 mit einer Durchschnittstemperatur von 7,3°C und der wärmste November aus 2011 mit 4,2°C. Bei so viel Wärme sollte auch ein Rekord zu vermelden sein? Ja genau, noch nie war es seit Aufzeichnungsbeginn an einem 8. November wärmer als 15,9°C. Der bisherige Rekord mit 14,8°C für diesen Tag stammt aus dem Jahre 1955 und liegt damit schon 65 Jahre zurück. Die zu warme Witterung dokumentiert sich auch an Frost- (-15) und Eistagen (-11).

Wenn es im Herbst deutlich zu warm war, müsste sich das auch auf die zu erwartenden Schneedeckenverhältnisse auswirken. Und das ist auch so. An 23 Tagen hätte eine Schneedecke von mindestens 1 cm liegen müssen. Bisher waren es lediglich 13 Tage. Das Maximum (5cm) wurde schon am 27. September gemessen.

Am geringem Niederschlag haben die fehlenden Schneetage nicht gelegen. Mit 271 mm kam um 10% mehr vom Himmel, als man vom langjährigen Mittel erwarten könnte. Obwohl der November in dieser Hinsicht sehr sparsam damit war 19,6 mm (22% des Normalwertes), wurde dieser Überschuss dank des Oktobers (170 mm) erreicht.

Wie oben schon erwähnt, dominierten im Herbst 2020 vor allem im November Hochdruckwetterlagen verbunden mit Inversionen das Wettergeschehen. Daher wurde der Fichtelberg mit viel Sonne verwöhnt. 396 Stunden, das sind fast 20% mehr als üblich, verbunden mit fantastischen Sonnenauf- und Untergängen, Fernsichten bis 180 km und manchmal auch  Luftspiegelungen an entfernten Gebirgszügen erfreuten viele Bergbesucher, die in zunehmender Zahl diese zum Teil seltenen Ereignisse bewunderten und fotografierten. (Gerd Franze)

Statistik Herbst 2020

Temperatur:
Monatsmittel: 6,0°C (+2,0°C)
Maximum: 21,8°C am 15. September
Minimum: -6,6°C am 30. November
Bergsommertage (Höchsttemperatur ≥ 20 °C): 4
Sommertage (Höchsttemperatur ≥ 25 °C): 0

Sonne:
Monatssumme: 395,6 Stunden (117,7%)

Niederschlag (privat gemessen):
Monatssumme: 270,6 mm 110,0%)
Maximale Tagessumme: 32,6 mm am 14. Oktober

Wind:
Höchste Windgeschwindigkeit: 95,0 km/h am 2. November
Tage mit Starkem Wind (Windstärke 6): 62
Tage mit Stürmischen Wind (Windstärke 8): 12
Tage mit Orkan (Windstärke 12): 0

Sonstiges:
Anzahl der trüben Tage: 47 (-4)
Anzahl der heiteren Tage: 10 (+3)
Tage mit Nebel (Sicht <1km): 65 (-10)
Tage mit Gewitter: 1 (-1)

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Nebelbogen selbst gemacht… oder was man tun muss, wenn Sonne oder Mond fehlen…

Text und Fotos: Heiko Ulbricht

Nebelbogen von Heiko Ulbricht.

In der Nacht von Freitag auf Samstag lagen im Elbtal Temperatur und Taupunkt dicht beieinander, der Spread lag nur bei 0.3 Kelvin, gemessen an der Wetterstation der Sternwarte Radebeul. Die Folge war dichter Nebel an der Sternwarte und im Elbtal. Bestes Wetter für Nebelbögen und Brockengespenster…

Gesagt getan… Mario Ludwig und ich kamen sodann auf die Idee, mit einer starken LED im Rücken einen Nebelbogen zu erzeugen und diesen mit unseren Kameras auch zu dokumentieren. Eine Senke in den Weinbergen neben dem Observatorium bot sich dazu am besten an, die Lampe wurde ebenso wie unsere Kameras auf ein Fotostativ montiert.

Ich stand bei der Erstellung des Bildes etwa 4 m von der LED entfernt, auch das Brockengespenst, mein in die Nebelwand hineinprojizerter Schatten, war wunderschön zu sehen… Meine Kamera hatte ich mit einem 12 mm Fisheye versehen, es reichte aus, den kompletten Bogen zu erfassen.

Gut, dass wir diese Chance nutzten, denn nur 2h später war der Nebel- und Gespensterspuk schon wieder vorüber und der Nebel löste sich auf. Ein immer wieder faszinierendes Wetter- und atmosphärenoptisches Experiment, schnell und unkompliziert durchgeführt. Mit faszinierenden Lichteffekten…

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Adventskalender

In diesem Jahr wird die Adventszeit besonders schwierig. Aufgrund von Ausgangs- und Kontaktsperren müssen wir daheim bleiben. Insofern hoffen wir, Euch mit unserem Adventskalender etwas die Zeit bis Weihnachten versüßen zu können.

Viel Spaß damit und eine wunderschöne Adventszeit
wünscht das Team der Fichtelbergseite.

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Letzter Tag für die Kollegen auf dem Brocken

Das Brockengespenst nimmt Abschied … Foto: Katja Osterloh

Heute ist ein schwerer Tag für die letzten verbliebenen Kollegen der Wetterwarte Brocken. Sie müssen sich schweren Herzens von ihrem geliebten Berg verabschieden. Und auch der Brocken schickte einen letzten Gruß – wie seinerzeit auch der Fichtelberg – in Form eines Brockengespenstes. Es ist, als würde die Seele des Berges die Kollegen an ihrem letzten schwarzen Tag an die Hand nehmen und trösten wollen.

Bereits am 1.01.2020 begann mit der letzten Augenbeobachtung der Tot auf Raten. Aber noch durften einige Kollegen Tagesdienst auf dem Berg machen und zumindest wochentags die Schneehöhen und Niederschlagswerte messen. Ab morgen fallen diese Werte weg und eine 184-jährige Klimareihe wird es in der bisherigen Qualität nicht mehr geben.

Der letzte Beobachter Marc Kinkeldey verabschiedet sich:

Nach nun fast 185 Jahren erwischt es auch den Brocken mit seinen eigenwilligen und verrückten Beobachtern. Mehr als 100 Beobachter haben dem deutschlandweit härtestem Wetter getrotzt und hier täglich rund um die Uhr ihren Dienst verrichtet.

Alles begann 1836 im alten Brockenhotel wo Eduard Nehse, ausgestattet mit dem Equipment das wir heute noch benutzten, die ersten Wetteraufzeichnungen machte. Rasch wurde der Besucherandrang auf dem Berg zu groß und die Räumlichkeiten wurden gebraucht. So wurde 1895 auf Initiative von Dr. Aßmann, Dr. Hellmann und Georg Neumayer das erste Brockenobservatorium errichtet. Zuvor aber bereits 1880 vom Dr. Hellmann der Gebirgsregenmesser entwickelt, welcher seit 1886 bis zum heutigen Tage bei uns im Einsatz war. Durch den Bau vom Fernsehsender wurde die Station 1937 noch einmal, nur 200m entfernt südöstlich des alten Standorts errichtet. Auch während des 1. und 2. Weltkrieges sowie zu DDR Zeiten war die Station immer rund um die Uhr besetzt. Am 1.1.2020 endete dann mit der Automatisierung nach 184 Jahren die konventionelle Wetterbeobachtung. Die Sensoren erreichen nicht den Zustand was der Mensch mit seinen Augenbeobachtungen leistete, etliche Sensoren wie Schneehöhensensor und Regenmesser fehlen weiterhin.

Nach nun fast 185 Jahren verlasse auch ich mit einem tränendem Auge den Berg. Es waren 20 phantastische Jahre in der Wetterküche Brocken. Viele Erinnerungen bleiben und diese können einem nicht genommen werden. Ich bedanke mich bei allen, die uns bis zuletzt unterstützt, bei Personalnotstand ausgeholfen und uns zur Seite gestanden haben.

Nun ist die Station verwaist, schon teils geräumt. Die mehr als 1300 gesammelten Frösche sind an die Mosel zu neuen Besitzern ausgewandert. Manche Jahre waren bis zu 2500 Besuchern zu Führungen an der Station und da war auch Weihnachten egal. Diverse Fernsehteams und Radiosender gaben sich hier oben die Klinke in die Hand, manchmal verloren sie dabei auch ihre Fahrertür, da der Orkan zu stark war.

Nun wird es ruhig in der geschichtsträchtigen Wetterwarte Brocken. Der Automat summt, der Sturm heult, die Räume sind leer.

Da wir den Schmerz der stets engagierten Mitarbeiter sehr gut nachempfinden können, leiden wir mit und wünschen den Kollegen von ganzem Herzen alles Gute und vor allem viel Kraft für die Zukunft und für die neuen Aufgaben. (ch)
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Der Winter schleicht sich ein

Dank Nebelfrost ist es auf dem Fichtelberg winterlich weiß geworden

Der Winter kommt in diesem Jahr nicht per Faustschlag, sondern er schleicht sich so langsam und allmählich ein.

Gestern morgen brach auf dem Fichtelberg die Inversion zusammen, der böhmische Nebel zog nach oben hin weg und löste sich im Tagesverlauf schließlich weitgehend auf. In der Nacht war es meist bewölkt und die Temperaturen sanken auf dem Fichtelberg und Kühnhaide bis auf -6°C. Mit dem Unterschied, dass es in Kühnhaide eine der wärmsten und auf dem Fichtelberg die mit Abstand kälteste Nacht seit Beginn dieser Inversionsperiode am 25.11. war.

Heute morgen präsentierte sich der Fichtelberg weiß. Aber es hatte nicht geschneit, sondern Nebel und hohe Luftfeuchte hatte zu einer dicken Schicht Nebelfrost und Reif geführt.

Aber nun kommt (endlich) auch noch Schnee dazu. Kommende Nacht sind es ein paar Flöckchen, ab Dienstag vielleicht auch mehr. Wieviel es wird, darüber sind sich die Modelle noch nicht so ganz einig. Momentan werden die Wahrscheinlichkeiten zwischen 0 bis 20cm berechnet. Das Problem ist, dass ein russisches Hoch trockene Kaltluft zu uns schickt. Ein sich von Westen näherndes Niederschlagsgebiet eines kleinräumigen Höhentiefs löst sich deshalb nach Osten zu immer mehr auf, so dass es ungewiss ist, ob noch viel Niederschlag (oberhalb 300m in Form von Schnee) für uns übrig bleibt. Aber die Temperaturen scheinen sich im oberen Erzgebirge nun auch längerfristig im Frostbereich einzupendeln. (ch, wh)

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Erinnerung an unseren Überlebensbaum

Unser Überlebensbaum ist gemeinsam mit der Klimareihe der Wetterwarte Fichtelberg im Januar 2019 gestorben, wie hier bildreich berichtet. Nun wurde er gefällt und damit ist auch er Geschichte. Mit folgendem Gedicht von Claudia Hinz möchten wir an „unseren“ Baum erinnern, der genau so alt wurde, wie die einst bemannte Wetterwarte.

Einst vor über 100 Jahren,
als die Wetterwart‘ gebaut,
hat er jung und unerfahren,
sich zum Gipfel hoch getraut.

Seitdem hat er viel gesehen,
trotzte Stürmen, hohem Schnee,
und sah viele Bäume gehen.
Wie tat ihm das Herze weh!

Er sah Sonnenwirbel tanzen
farbig in gebroch’nem Licht,
genoss unter’m Stamm Romanzen,
hatte stets die beste Sicht.

Und die Leut‘ der Wetterwarte
liebten ihn, so wie er war,
als das Alter ihn enthaarte,
noch ein bisschen mehr sogar.

Denn er zierte scharenweise
Bildnisse als Vordergrund,
eingepackt in dickem Eise
oder pur mit Ästeschwund.

Doch vor zwei Jahr’n brach sein Geiste,
unter großer Eiseslast,
als die Wetterwart‘ verwaiste,
ist der stolze Ort verblasst.

Morsch gebrochen nun am Schafte
kaum noch Nadeln im Geäst –
jetzt die Säge ihn hinraffte,
traurig bleibt ein letzter Rest.

Letzter Rest im November 2020 (wh)
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Zugabe zum gestrigen Traumwintertag

Blick auf den Fichtelberg. Foto: Martin Bloch

Die Temperatur auf dem Fichtelberg ist im Laufe des heutigen Tages auf 2°C angestiegen und vom gestrigen Schnee sind nur unansehnliche Reste geblieben. Das will keiner sehen, insofern lehnen wir uns zurück und genießen weitere Bilder von gestern.

Diese hat uns Martin Bloch aus Oberwiesenthal zur Verfügung gestellt. Er startete am Fichtelberg sowie am Auersberg seine Drohne, welche die herrlichen Nebelstimmungen von oben aufnahm. Vielen Dank für die Aufnahmen!

Fichtelberg

Auersberg

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Kalter Sonnenaufgang

Sonnenaufgang auf dem Fichtelberg (ch)

In der letzten Nacht klarte es auf und es wurde richtig kalt. Die frostigsten Orte waren:
-8,6°C Hammerunterwiesenthal
-8,0°C Marienberg-Kühnhaide
-5,6°C Fichtelberg und Deutschneudorf-Brüderwiese
-4,2°C Carlsfeld
-4,1°C Zinnwald

Heute morgen gab es bei 3cm Schnee auf dem Fichtelberg einen herrlich winterlichen Sonnenaufgang. Kurz bevor sich die Sonne am Horizont zeigte, bildete sich Nebel, der den Keilberg einhüllte und für herrliche Stimmungen sorgte. Leider lässt sich sowas nicht vorhersagen, der Böhmische Nebel war weder auf den SAT-Bildern zu sehen und die Automaten der Wetterwarte registrieren ihn gleich gar nicht…

Nachfolgend eine kleine Bildauswahl von uns (ch, wh) und ein Zeitraffer-Video, welches Patrick Lowack vom Nebel am Keilberg aufnahm. Vielen Dank dafür!!!

Video: Patrick Lowack
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Zwei-Tageswinter auf dem Fichtelberg

Der „Schneehammer“ auf dem Fichtelberg: 1cm. Foto: Kerstin Franze

Was haben die Medien seit einer Woche um die Wette getitelt … über „Krasser Wintereinbruch übers Wochenende“ über „Atlantische Kältezunge läßt Deutschland frieren“ bis hin zum „Schneehammer“ …

Übrig geblieben sind ein paar Schnee- und Graupelschauer, welche auf dem Gipfel 2cm Schnee in der letzten Nacht brachten, die bis zum Morgen auf 1cm zusammenschrumpft sind. Auch Oberwiesenthal, Carlsfeld, Zinnwald und weitere Orte oberhalb von 800 Metern waren zart weiß.

Die Temperatur auf dem Fichtelberg ist inzwischen auf -4°C gesunken und sollte es aufklaren, könnte es noch kälter werden. Bereits morgen erreicht uns allerdings das nächste Tief, welches am Sonntag wieder Plusgrade bringt. So richtig will der Winter nicht in den Gang kommen.

Die Langfristmodelle schwanken auch weiterhin zwischen „Kalten Faustschlag“ und endgültigem „Schreckgespenst der Winterfreunde“. Ich aber hoffe auf das Sprichwort: „Was lange währt, wird gut …“ 🙂 (ch)

Fotos von Martin Bloch, Norbert Henrich und André Dobersch

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