Adventskalender 2017

Der erste Gewinner steht fest.

Das Buch „Wetterjahr 2018“ aus dem 6. Türchen geht an Andreas Möller aus Berlin.

Herzlichen Glückwunsch!

ak

Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen Adventskalender mit Bildern, interessanten Infos, lustigen Inhalten und natürlich gibt es auch wieder etwas zu gewinnen. Viel Spaß damit und eine wunderschöne Adventszeit wünscht das Team der Fichtelbergseite.

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Der Fichtelberg – ein Wintertraum

Die leichten Plusgrade, die vorübergehend gestern auf dem Gipfel herrschten, haben dem Gipfeltraumwinter keinen Abbruch getan. Bei 45cm Schneehöhe begann heute sogar der Skibetrieb. Der Sonnenaufgang gestern morgen war ein Traum, die Bäume waren dick in Schnee und Raufrost gehüllt und der Sonnenaufgang fand über Nebelmeer statt. An solchen Tagen mag man nach dem Nachtdienst gar nicht heimfahren…

Und es gab die letzten Tage noch eine Besonderheit. Auf den Satellitenbildern waren hinter dem Erzgebirge und dem Harz zarte Wolkenwellen zu erkennen. Wie solche Schwerewellen entstehen, erklärt Dipl.-Met. Thomas Ruppert im gestrigen Thema des Tages: „Trüber Himmel und Schwerewellen„.

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Fichtelbergwetter im November 2017

Der November 2017 war auf dem Fichtelberg etwas zu warm, zu feucht und viel zu trüb. Das Wetter war im letzten Herbstmonat durchwachsen, immer wieder zogen Tiefdrucksysteme über Deutschland hinweg und sorgten für einen herbstlich grauen Wettercharakter.

Nach winterlichem Auftakt stiegen die Temperaturen schnell an und machten mit einem Maximum von fast 10°C der anfänglichen 5cm hohen Schneedecke schnell den Garaus. Der Berg war zwar in dieser ersten warmen Woche nicht komplett schneefrei, die letzten Reste hielten sich wacker, dennoch kann in diesem Jahr erst der 11.11. als Datum des Einwinterns notiert werden. Bis zum 21.11. stieg die Schneedecke auf das Monatsmaximum von 45cm an, bevor es in der zweiten Warmphase des Monats für das herrliche Weiß erneut ums Überleben ging. Lange sah es für die letzte Novemberwoche nach einem stabilen Kaltlufteinbruch aus, doch machte der atlantische Tiefdruckausläufer REINHARD dem einen Strich durch die Rechnung und trieb die Höchsttemperatur auf dem Fichtelberg am 25. nochmals auf 8,2°C. Zum Glück war der Warmlufteinbruch nur von kurzer Dauer und die auf 20cm dezimierte Schneedecke konnte bis zum Monatsende wieder auf 27cm anwachsen.

In der Statistik lag die Monatsmitteltemperatur von -0.3 °C um 0.6°C über dem langjährigen Mittel von -0.9 °C. Die Monatshöchsttemperatur von 9.7 °C wurde am 05. des Monats gemessen, die Monatstiefsttemperatur erreichte am 30. November -7.1 °C. Es gab 13 Eistage (Höchsttemperatur < 0 °C) und 25 Frosttage (=Tiefsttemperatur < 0 °C). Die Sonne schaffte mit insgesamt 37.0 Stunden gerade einmal 61% des Monatssolls von 60.6 Stunden. Schuld sind 29 Tage, an denen es zumindest zeitweise Nebel gab. Der Monatsniederschlag lag bei 115.4 mm. Das sind 131 % des Normalwerts von 88.3 mm. Den höchsten Tagesniederschlag gab es am 19. November mit 17.5 mm. An 23 Tagen lag Schnee. Die höchste Gesamtschneehöhe von 45 cm wurde am 21. des Monats gemessen.

Winterstürme gab es nach Orkan HERWART Ende Oktober keine mehr. Es war dennoch oft windig. Die höchste Windgeschwindigkeit des Monats wurde am 19. mit 104.8 km/h gemessen. Insgesamt wehte an 26 Tagen Starker Wind (Windstärke 6) und an 13 Tagen stürmischer Wind (Windstärke 8). (ch)

Monatswerte Fichtelberg

Wetterrückblick Olbernhau von Dirk Christoph

Deutschlandwetter im November 2017, Pressemitteilung des DWD

Wetterrückblick des Observatoriums Hoher Peißenberg in den bayrischen Voralpen

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03.12.2017-Erneut Eisnebelhalos

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Eisnebelhalo am untergehenden Mond. Foto: Claudia Hinz

Auch heute begann der Tag bei -9°C auf dem Fichtelberg mit einem Eisnebelhalo am untergehenden Mond. Zum Sonnenaufgang ging es weiter, bis in den späten Vormittag hinein. Auch wenn die Haloarten nicht so vielfältig waren wie gestern, so konnte Antje Hamann, die gerade mit ihrem Mann und Leo im Fichtelberghaus ihren Urlaub verbringt (1. Foto) sowie Wolfgang Hinz schöne Bilder machen.

Auch Oliver Kaufmann war auf dem Fichtelberg und hat einen traumhaft schönen Film erstellt. (ch)

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Saison der Eisnebelhalos beginnt

Die in den letzten Tagen eingeflossene Polarluft hat gestern das erste Mal in dieser Wintersaison für Eisnebelhalos gesorgt. In der gesamten Nacht waren immer wieder Lichtsäulen an Autoscheinwerfern zu sehen. Als der Mond am frühen Morgen in Horizontnähe sank, bildete sich auf der tiefer liegenden Wolkendecke ein unterer Berührungsbogen. Doch die Wolken stiegen rasch auf und komplettierten das Halophänomen, welches letztendlich aus 12 verschiedenen Haloarten bestand.

Nach dem Nachtdienst fuhr ich rasch heim, um das Auto an Wolfgang Hinz zu übergeben. Inzwischen ging am Kamm die Sonne auf und zauberte erneut Halos an den Himmel. Diese wurden von Michael Rund auf dem Keilberg und Mario Groth am Neuen Haus festgehalten.

Inzwischen war Wolfgang oben angekommen und konnte über mehrere Stunden hinweg Eisnebelhalos in großer Vielfalt zwischen Keil- und Fichtelberg beobachten. Insgesamt konnte er 18 verschiedene Haloarten auf Bild bannen. Nachfolgend eine kleine Auswahl der Fotos von Wolfgang Hinz.

Da nach vorübergehender Erwärmung uns zum Wochenende zu erneut polare Kaltluft erreicht, ist auch dann auf dem Erzgebirgskamm wieder mit Eisnebelhalos zu rechnen. Wer mehr über diese Besonderheit am Erzgebirgskamm wissen möchte, der kann sich hier die kostenlose Broschüre des Deutschen Wetterdienstes „Optische Erscheinungen und andere ungewöhnliche Wetterphänomene auf der Wetterwarte Fichtelberg“ herunterladen. (ch)

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Wetterjahr 2018

Für Wetterinteressierte gibt es als Weihnachtsgeschenk auch für 2018 ein neues und das mittlerweile 19. Wetterjahr.

Die Autoren Bernd Eisert, Richard Heinrich und Gabriele Reich informieren darin in leicht verständlicher Weise über meteorologische, klimatologische, phänologische, ornithologische, geologische  und historische Themen.

Neben historischen Artikeln über die Geschichte der Niederschlagsmessung, die Geschichte der Farne  oder den imposanten Bergsturz am Eibsee am Fuße der Zugspitze nimmt das Buch den Leser mit auf Reisen zum Sphinx-Observatorium auf das Jungfraujoch, zum Hochnebel im Schweizer Mittelland, zum regionalen Wetterphänomen der Maloja-Schlange nahe St. Moritz, zu den Stechmücken am Rhein oder zu den Bergen, Gletschern und Vulkanen des Ex-Planeten Pluto. Natürlich werden auch wieder außergewöhnliche Wetter- und Unwetterereignisse der Vergangenheit beleuchtet, wie zum Beispiel die Hurrikane HARVEY, IRMA und MARIA, welche im August und September 2017 für zahlreiche Schäden an der Ostküste Mittelamerikas brachte, die Kältewelle über Norddeutschland und England im Februar 2012 oder die ungewöhnliche Dürre 2013 in Neuseeland. Wissenswertes rund um das Wetter fehlen natürlich ebenfalls nicht und so führen Artikel über den Stingjet, Meteotsunamis, Meeresspiegelanstieg oder den Stickstoffkreislauf in die Tiefen der Meteorologie und unserer Atmosphäre.

Zudem gibt es jeweils auf den Monat bezogene Informationen zu Wetter, Natur, Gesundheit und zu typischen Wetterlagen. Abgerundet wird das Wetterjahr mit einem Serviceteil mit Klimatabellen, Informationen zu Pollenflug, UV-Index, Windstärken, Sonnenauf- und Untergangszeiten, Phänologischem Kalender und vielen mehr.

Diese Leseprobe mit den umfangreichen Themen des Monats Januar macht sicher Lust auf mehr ;-). (ch)

Infos
Wetterjahr 2018: Wetter – Klima – Natur
von Bernd Eisert, Richard Heinrich, Gabriele Reich
Windturm Verlag 2017
ISBN 978-3944139050 UVP: 15,95 €

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Wandernde Wellen

Erst kürzlich haben wir über Kelvin-Helmholtz-Wellen berichtet. Oliver Kaufmann von Promovie ist es nun gelungen, die Bewegung dieser Wellen aufzunehmen. Er schreibt dazu: „In den Tälern des Erzgebirges lag am Morgen noch die kalte Luft der vergangenen Tage. Darüber schoben sich mit kräftigen Wind die warmen Luftmassen aus dem Süden und es bildeten sich eindrucksvolle Kelvin-Helmholtz-Wellen. Was für ein Naturschauspiel, wenn sich die Nebelberge aufbäumen und wie bei einer Brandung im flachen Meer dahingleiten. Die Wellenbewegungen sind das sichtbare Zeichen für die Durchmischung der zu Beginn sauber getrennten Luftmassen und das Naturspektakel ist alsbald vorbei.“

Vielen Dank für das tolle Video, Oliver!!!

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Erste Spuren im Schnee

Die Welt physikalisch gesehen

In einem früheren Beitrag haben wir über Muster berichtet, die Fußspuren im feuchten Sand hinterlassen, wenn anschließend ein Sturm darüber hinwegfegt und die komprimierten Stellen zurückbleiben. Eine ähnliche Beobachtung macht man beim Schnee. Claudia Hinz hat mir einige aktuelle Fotos vom Fichtelberg zugeschickt, auf denen man derartige Hinterlassenschaften von Spuren im Schnee bestaunen kann.

Ursprünglichen Post anzeigen 205 weitere Wörter

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Reinhard, der Schneekiller

Ach wie herrlich war es am Dienstag Morgen, als 45cm Schnee den Gipfel zierte. Doch dann machte sich Tief REINHARD auf den Weg über den Nordatlantik und saugte auf seiner Rückseite sehr warme Mittelmeerluft an. So stieg die Temperatur auf dem Fichtelberg von 0°C am Dienstag Morgen bis auf 8°C am heutigen Tage an. Anfangs hatten wir noch eine Wolkendecke über den Fichtelberggipfel gelegt, um den Schnee zu schützen, aber Windspitzen bis 84 km/h wehten diese schnell davon.

Dem Schnee und vor allen den inzwischen zahlreich am Berg gebauten Schneemännern ging es mächtig an den Kragen. Dennoch versuchten letzte Optimisten ihr Glück beim Rodeln oder gar Langlaufen, immerhin verblieben ja noch fast 30cm firniges (Grau-)Weiß.

In den Tälern war es heute bei Temperaturen bis 16°C (Aue) richtig frühlingshaft und bei einem Waldspaziergang um Aue fanden sich Beeren und Pilze.

Morgen wird es wahrscheinlich nicht mehr ganz so warm, denn bereits am Mittag ziehen die Ausläufer von Tief SEBASTIAN zu uns und bringen etwas Niederschlag, der anfangs als Regen fällt und den Gipfelschnee weiter dezimieren wird. Erst am Samstag Abend wird es oberhalb 1000 Meter wieder weiß und im Laufe der Nacht kann die Schneefallgrenze bis in die Täler sinken. Anschließend folgt das schon gewohnte regnerische Novembergrau in den Tälern und auf den Bergen kommt endlich der Winter zurück 🙂 (ch)

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Winterpause


Nachdem es heute Nacht im oberen Bergland noch mal zu größeren Neuschneemengen kommt, gibt es ab morgen eine kurze aber heftige Winterpause. Der Grund für die Milderung ist ein Tiefdrucksystem bei England, welches auf dem Weg nach Osten von einem Hochdrucksystem über der Mittelmeerregion daran gehindert wird, sich über Skandinavien zu positionieren. Das Tiefdrucksystem läuft sozusagen auf und sorgt im Verbund mit dem Hoch für eine sehr warme Anströmung der Luftmassen aus südwestlichen bis südlichen Richtungen. Das bedeutet ein kurzes und zunehmend sonniges und sehr mildes Intermezzó mit Temperaturen bis 15°C in den Tälern und 10°C auf dem Fichtelberg. Da kann man nur hoffen, dass der Schnee diese Wärmeattacke überlebt.

Diese ist allerdings nur von kurzer Dauer, denn bereits am Wochenende folgt die nächste Kaltfront und bringt zumindest in den höheren Lagen den Winter zurück. Auch längerfristig scheint uns der Winter erhalten zu bleiben, keines der Modelle hat derzeit bis Anfang Dezember größere Temperaturanstiege im Angebot. Der Grund hierfür ist die nach Norden abziehende Wärme, welche bis nach Nordskandinavien für eine deutliche Milderung sorgt. Auf der Rückseite werden kalte Luftmassen über den Atlantik bis weit nach Süden geführt, was weitere Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik anzukurbeln. Das Hochdrucksystem weicht nach Westen aus und stellt sich nach Norden auf, so dass Mitteleuropa auf der kälteren Seite liegt. (ch)

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