Das Wetter im Osterzgebirge im März 2021

Der März war ein wahres Geschenk für Wetterbeobachter mit seinen häufigen Wetterwechseln und breiten Spektren. Ziemlich windarm – bis auf dem Kamm – und regen Wechsel an Sonnenstunden begann der meteorologische Frühling mit moderaten Sichtweiten. Die Schneedecke verschwand bis auf über 600 m.
Nachdem das „Nordmeerhoch Kesja“ zu den Britischen Inseln wanderte zog die nördliche Strömung an und die geringen Niederschläge fielen auch im Tiefland als Schnee. Am 08. konnte sich kurzzeitig eine Schneedecke ausbilden.

In der Folge dominierte vom 08. – 13. eine trübe Westwetterlage mit guten Sichtweiten. Immer wieder fiel geringfügig Regen. Auch in Zinnwald schmolz der Schnee unaufhaltsam, während die Täler um Dresden schon bis zu 14 °C maßen. Zumindest die Loipe auf dem Kammweg konnte noch befahren werden. Der 13. war geprägt von „Sturmtief Klaus“ mit bis zu 91 km/h (Bft 9) am Zinnwalder Anemometer.

Statt endgültig Frühling erbte aber kein Azorenhoch die Wetterregie, sondern das „Skandinavientief Klaus“. Es wechselten sich Regen-, Schneeregen-, Schnee- und Graupelschauer ab. Der Schnee akkumulierte sich auch im Tiefland mehrere Tage lang, wenn auch nur wenige Zentimeter hoch. Am 19. entwickelte sich ein Gewitter mit Schneefall im unteren Müglitztal. Am Morgen des 20. meldete das Thermometer an der Wetterwarte – 9,5 °C. Selbst im Elbtal lag die Tagesmitteltemperatur < 0 °C.

Jetzt hatte kaum einer geglaubt, dass dieser Winter eher nachgeben wird als 2013 und auch wir haben die Wetterprognosen nur zögerlich ernst genommen. Fakt ist aber, dass das für Mitte März erwartet Hoch mit subtropischen Luftmassen den Weg zu uns fand und sich festbiss. Die nassen Böden in Verbindung mit viel Sonnenenergie und hoher Temperatur waren ein optimaler Start für die Vegetationsperiode. Die Gradzahl stieg innerhalb weniger Tage rasant an und erreichte Ende März ihr Soll von 200 °C (< 300 m). Am 31. wurde der Märzrekord flächendecken eingestellt (18,2 °C in Zinnwald bis 25,7 °C in Dohna). Die Dohnaer Nebenstation zeichnete eine Seltenheit auf: Frost- und Sommertag an 1 Tag.

Nach vielen Berg- und Talfahrten wich die Monatsmitteltemperatur nur minimal (Tiefland) bis 2 °C/K (Zinnwald) ab und betrug 0,9 °C (Zinnwald) bis 5,3 °C (Köttewitz). Fast rekordverdächtig (im 21. Jhr.) schaffte Zinnwald 31 Skitage. Einzig hier stieg das Thermometer an 10 Tagen nicht über 0 °C (Eistag). Frost meldeten die Thermometer mit 9 (Köttewitz) bis 24 Tagen (Zinnwald) monatsüblich. Erstmals wurde im März ein Sommertag gemessen (Dohna: 25,7 °C). In der 139 – jährigen Dresdner Reihe belegte dieses Jahr den 2. Platz (23,2 °C). Nur 1968 erwärmte sich der März noch stärker (24,4 °C). Die Niederschläge ver-teilten sich überdurchschnittlich homogen. An 19 Tagen sammelte der Zinnwalder Automat 47,5 mm (73 %). Der Bannewitzer Hellmann füllte sich an 14 Tagen mit insgesamt 36,1 mm (66 %). Die anderen beiden Stationen erreichten hingegen fast ihr Soll von gemittelt ca. 43 mm. In Dohna schien die Sonne 142,1 h lang und somit 15 % überdurchschnittlich – in Zinnwald 60 % über dem Soll. Messbar war die, für Sonnenschein genügende, Solarstrahlung an 26 (Zinnwald) bis 28 Tagen (Dohna). Die häufigen Wetterwechsel hätten nicht Anlass zur Überlegung gegeben, dass der Monat – mit 1020,9 hPa – der hochdruckgeprägteste seit 2012 war. Nebelfrei blieb einzig Köttewitz. In Dohna sichtete der Beobachter ihn an 1 Tag, in Bannewitz an 3 Tagen und in Zinnwald-Georgenfeld an mageren 8 Tagen.

Ihr Sebastian Wetzel und Norbert Märcz, Wetterverein Zinnwald-Georgenfeld e.V.

Das Wetter im Vergleich:

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Aprilwetter, wie es so lange nicht mehr gab …

Herzliche Grüße vom Aprilschneemann (ch)

In den letzten Jahren war typisches Aprilwetter aus der Mode gekommen. Zwar gab es mal kleine Kälterückfälle und selten auch eine kurzzeitige Schneedecke, aber insgesamt waren die letzten 3 April-Monate viel zu warm (Fichtelberg-Hitliste: 1. 2018, 7. 2020, 16. 2019), zu sonnenscheinreich (2. 2020, 4. 2018) und vor allem viel zu trocken (Hitliste wegen lückenhafter Automatenmessungen nicht möglich). Während 2018 bereits im April der Endlos-Jahrhundertsommer begann und der 2020er April mit Sonne, Dürre und Wärme in die statistischen Bücher eingeht, dümpelte der 2019er April hochdruckbeeinflusst ohne Höhen und Tiefen vor sich hin. Seit 1998 waren 20 Aprilmonate zu warm. In den Supermärkten hat sich eingebürgert, im April die Grillsaison zu eröffnen.

Und nun das. Ein Kaltlufttrog sackt von Norden her bis nach Deutschland und brachte noch einmal herrlichstes Winterwetter ins Erzgebirge. Bis heute Mittag fielen verbreitet 20cm Schnee, örtlich auch noch mehr. Dazu fielen die Temperaturen bei teilweisen Aufklaren in der letzten Nacht auf -5°C (Aue) bis -9°C (Fichtelberg). Doch als hätten es die erzgebirgischen Pflanzen geahnt, stehen zwar Tulpen, Forsythien oder Magnolien in den Startlöchern, scheinen aber diesen Wintereinbruch noch abgewartet zu haben.

Kaltfront am Ostermontag mit Übergang zu Schauerwetter auf der Rückseite

Allerdings wird dies nicht der letzte Wintereinbruch gewesen sein, bis Ende des Monats zeigen die Langfristprognosen immer wieder Kälteeinbrüche, die oberhalb von ca. 500 Metern Schnee bringen. Aber kaum kommt die schon hochstehende Sonne zum Vorschein, zeigt das Wetter sein frühlingshaftes Gesicht und der Schnee schmilzt dahin. Bis zum Wochenende steigen die Temperaturen auf 15°C, dann nimmt der Winter einen neuen Anlauf.

Nachfolgend einige winterliche Impressionen aus dem Großraum Schwarzenberg (ch)

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Ungewöhnliche Wolken am Ostersonntag

Ungewöhnliche Wolken über Schwarzenberg

Gestern Morgen gab es in Schwarzenberg sehr ungewöhnliche Wolken. Anfangs, gegen 9 Uhr gab es einzelne Wolkenfäden, die mich an die herrlichen Asperitas-Wolken erinnerte, die ich am 27. September 2018 in Augenhöhe auf dem Fichtelberg beobachten konnte (→ siehe diesen Artikel). Später verformten sich die Wolken linsenförmig (Lenticularis) und bekamen Löcher (Lacunosus). Sie veränderten sich sehr rasch, was von einer hohen Dynamik zeugt.

Eine Ursache ist nicht eindeutig erkennbar. Asperitas ist eigentlich eine Wolkenart, die Turbulenzen anzeigt. Die Radiosondenmessungen in der Höhe (allerdings alle >200km entfernt) zeigen allerdings weder Windscherung noch sprunghafte Temperaturänderungen. Lediglich ein großer Sprung bei der Luftfeuchte ist sowohl in den Meininger als auch in den Prager Daten erkennbar. In Meiningen springt die Luftfeuchte von 95% in 2290m auf 20% in 2370m, in Prag von 92% in 2503m auf 4% in 3807m. Auf etwa 2000-2500 Meter Höhe hätten wir die Höhe der Wolken geschätzt. Vielleicht haben die zwei unterschiedlich feuchten Luftschichten zusammen mit orografischen Hebungen zu diesen Wolken geführt.

Eine zweite Möglichkeit wäre eine zunehmende Labilisierung der oberen Luftschichten durch die nahende Kaltfront des nordeuropäischen Sturmtiefs ULLI, die uns letzte Nacht erreichte. Dagegen spricht allerdings, dass sich die Wolken gegen 11 Uhr ziemlich schnell wieder auflösten und es nachfolgend nochmals fast wolkenlos wurde.

Das Auftretungsgebiet war ziemlich klein und dürfte sich auf das Gebiet um Schwarzenberg beschränkt haben. Auf den Webcams vom Fichtelberg waren sie schon nicht mehr zu sehen. Für uns war es auf jeden Fall eine wunderschöne und sehr willkommene Osterüberraschung 🙂 (ch)

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Ostergrüße

Auf dem Berg, da war ich heute,
huch, da waren keine Leute,
leere Straßen, leere Pisten,
nur paar Vögel wollten nisten …

Doch dann sah ich voller Wonne
eine bunte Nebensonne,
leuchtet hell am Himmelszelt
und bringt Hoffnung in die Welt.

Hoffnung, daß im nächsten Jahr
wieder eine Menschenschar
Ski fahren und schlitteln kann
und zusammen feiern dann.

Wünsch dennoch Euch zum Osterfest,
Gesundheit und das allerbest‘
bleibt hoffnungsvoll, habt trotzdem Freud
und das nicht nur zur Osterzeit. (ch)

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Gletscherbildung am Fichtelberg

Der neue Fichtelberggletscher macht auch vor der Wetterwarte nicht halt (wh)

Im letzten Winter hat es auf dem Fichtelberg zweimal über einen Meter Schnee gegeben. Dazwischen hat es reingeregnet, der Schnee ist angetaut, neu gefroren und ist jetzt so fest, dass Wissenschaftler von einem neuen Gletscher ausgehen.

In der letzten Woche wurde der Gletscher eingehend untersucht, seine Festigkeit und Beschaffenheit überprüft und erste Gletscherprofile angefertigt. Auch der Saharastaub, der in der ersten Februardekade zu uns verfrachtet wurde, ist als deutliche Schicht im Schnee verewigt. Forscher vermuten, dass er sogar zur Gletscherbildung beigetragen hat. Durch die gelb-bräunliche Farbe nimmt die Staubschicht mehr kurzwellige Strahlung auf als Schnee. Dadurch erwärmt sich auch der eingebundene Schnee und beginnt zu schmelzen. Gefriert die Schicht in der Nacht wieder, bildet sich eine Kruste, die stark stabilisierend wirken kann und den darunter liegenden Schnee konserviert.

Da aufgrund der Corona-Ausgangssperren der Fichtelberg im letzten Jahr nur wenig besucht war, konnte sich der im letzten April hier niedergelassene Pinguin, dem eine Pinguindame und reichlich Fisch gesponsert wurde, wunderbar fortpflanzen. Die Gletscherbildung begünstigt den Lebensraum für die Pinguine, die sich inzwischen auf dem Fichtelberg pudelwohl fühlen. Die neue Art „Fichtelberg-Pinguin“ ist inzwischen offiziell anerkannt und als endemisch eingestuft.

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Märzrekorde geknackt

Auf den Drebacher Krokuwiesen ist der Frühling eingezogen

Das Hochdruckgebiet NICOLE, das sich von Rumänien bis zu den Balearen erstreckt, brachte gestern und heute zwei herrliche Frühlingstage. Die vom fast wolkenlosen Himmel strahlende Sonne und der fehlende Wind trieben die Temperaturen in die Höhe und sorgten für neue Temperaturrekorde. Mit 27,2 Grad wurde in Rheinau-Memprechtshofen südwestlich von Karlsruhe wurde ein neuer Deutschlandrekord für den Monat März eingestellt und der bisherige Höchstwert von 26,6 Grad vom 28. März 1989 deutlich überboten.

Aber auch im Erzgebirge wurden wie schon im Februar einige Märzrekorde geknackt. Neben Aue, Carlsfeld und Zinnwald wurde auch auf dem Fichtelberg ein neuer Höchstwert seit 1890 registriert.

Auch wenn die ganz große Wärme erst einmal vorbei ist, hat Petrus mit uns zu Ostern ein Einsehen. Es wird zwar deutlich kühler, aber außer einem Niederschlagsgebiet, welches uns in der Nacht von Freitag auf Samstag überquert und auch etwas Schnee bringen kann, wird es überwiegend sonnig und am Sonntag und Montag auch noch mal frühlingshaft warm. Aber der Winter gibt sich noch nicht geschlagen und nach heutigen Modellberechnungen kommt er nach Ostern in Höhenlagen oberhalb 500 Metern nochmal zurück. (ch)

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27.03.2021 – Erstes Gewitter des Jahres

Graupelschauer vom Fichtelberg in Richtung Osten. Quelle: Fichtelberg-Panocloud-Webcam

Das Wetter ist derzeit komplett im Aprilmodus. Zwischen T-Shirt-Wetter und Schneedecke liegen oft nur wenige Tage. Waren es am Donnerstag und Freitag noch herrliche 16°C (Aue), brachte gestern eine stürmische Kaltfront Schnee- und Graupelschauer sowie am Nachmittag die ersten Gewitter des Jahres. Die Temperaturen erreichten kaum noch 10°C und letzte Nacht gab es bei Aufklaren bis in die Täler verbreitet Frost. Am kältesten war es auf dem Fichtelberg mit -4,6°C.

Nun geht es in der Wetterachterbahn bis Mittwoch erst einmal wieder steil nach oben und in den Tälern werden die 20°C angekratzt, bevor uns zu Ostern erneut eine steile Abfahrt erwartet. Allerdings scheint die Talfahrt diesmal etwas länger zu dauern und der letzte Schnee ist definitiv noch nicht gefallen…

Nachfolgend das Gewitter in der Nähe von Schwarzenberg, aufgenommen von der begeisterten Autorin … 😉 (ch)

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Frühlingsanfang

Das kleine Schwarzenberger Graupelmännchen hat nicht lange überlebt … hier ist der Frühling nicht mehr aufzuhalten (ch)

Heute war um 10:37 Uhr der astronomische Frühlingsanfang. Aufgrund der Neigung der Erdachse zur Sonne hin entstehen die Jahreszeiten. Der Frühling auf der Nordhalbkugel beginnt dann, wenn die Sonne über dem Äquator exakt im Zenit steht. Dann sind Tag und Nacht überall genau gleich lang. Ab morgen „wandert“ die Sonne dann nach Norden, dass heißt, dass dort die Nächte länger sind als im Süden und am Nordpol beginnt der Polartag.

Beim Wetter gibt aber der Winter noch nicht auf. So sank die Temperatur auf dem Fichtelberg letzte Nacht nochmal bis auf -12°C auf dem Fichtelberg und -5°C in den Tälern und auch tagsüber blieb die Werte im frostigen Bereich. Während aber in den tiefer liegenden Tälern (z.B. Aue, Schwarzenberg) die schon hoch stehende Sonne dem Schnee sehr schnell den Garaus machten, summierte sich die Schneedecke auf dem Fichtelberg erneut auf über 1 Meter (103cm privat gemessen!). Und auch morgen wird es nochmals Schneefälle geben.

Der Fichtelberg ist bei 1m Schnee von Frühling noch wenig zu erahnen.

Aber der Frühling steht in den Startlöchern. In der kommenden Woche dehnt sich allmählich ein Hoch nach Deutschland aus und sorgt ab Mittwoch für immer mehr Sonne und deutlich steigende Temperaturen. Bis zum Wochenende könnten in den wärmeren Tälern die 15°C erreicht werden und auch auf dem Fichtelberg geht es dem Schnee bei deutlichen Plusgraden an den Kragen.

Der Blick auf die Langzeitprognosen stimmt auch recht optimistisch, daß das warme, wenn auch nicht durchweg trockene Frühlingswetter bis Ostern anhalten wird, eine deutliche Abkühlung ist bis dahin nicht in Sicht.

Nachfolgend einige Kontrastfotos vom Schwarzenberger Fast-Frühling und dem Tiefwinter auf dem Fichtelberg, wo man aber bei genauem Hinsehen auch die ersten Anzeichen von Frühling erkennt. (ch)

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Windige Gesellen

Abendlicher Schauer auf dem Fichtelberg (ch)

In den letzten Tagen brachten die Sturmtiefs KLAUS und LUIS heftige Windböen und einige Schauer, die im oberen Bergland als Schnee fielen. Sturmtief Klaus traf am 11.03. auf Skandinavien und schwächte sich dort in den Folgetagen ab. Es war kein „Monsterorkan“, wie einige Medien vorhergesagt haben, aber an der Küste wurden verbreitet Windspitzen über 100km/h gemessen und sorgten für umgestürzte Bäume, Störungen im Bahnverkehr und gesperrte Autobahnen. Die höchste Bö registrierte der Leuchtturm Alte Weser mit 129,6km/h. Höhere Windgeschwindigkeiten meldeten die Bergstationen. Diesmal war allerdings nicht wie gewohnt der Brocken Spitzenreiter, sondern der Feldberg im Schwarzwald mit 150,1km/h.

Folgesturm Luis war nicht mehr ganz so stark, zog aber direkt über Norddeutschland und brachte die höchsten Windspitzen im Westen Deutschlands. So wurde am 13.03. die höchste Windspitze Deutschlands mit 139,7km/h auf dem markanten 554 m hohe Weinbiet bei Neustadt an der Weinstraße (Rheinland-Pfalz) registriert. Interessant wäre hier der Messwert vom Feldberg im Schwarzwald gewesen, leider war die automatisierte Station ausgefallen. An der Nordseeküste gab es erneut Windspitzen über 100km/h. Das Erzgebirge wurde von beiden Stürmen weniger stark getroffen und die Spitzenwerte auf dem Fichtelberg waren nicht viel höher, als beispielsweise bei starken Böhmischen Wind. Im erzgebirgischen Tiefland wurden bei Windspitzen bis 80km/h vereinzelt Dächer beschädigt und kleinere Bäume entwurzelt, große Schäden sind aber nicht bekannt.

Aber die Stürme sorgten auch für Regenbögen und unglaubliche Wolkenstimmungen. So gab es im Großraum Berlin/Potsdam riesige Mamatuswolken, die zum Beispiel in einer Galerie von Wetteronline zu bestaunen sind. Auch im Erzgebirge gab es herrliche Sonnenuntergänge.

In den nächsten Tagen bleibt uns das windige und kühle Aprilwetter erhalten und es gibt immer wieder Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer. Im Erzgebirgsstau können diese auch ergiebiger ausfallen und für mehrere Zentimeter Neuschnee und zusammen mit dem Wind auch für Schneetreiben sorgen!

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Cirrenhalos

Cirrushalo in Schwarzenberg

Die Warmfront des kleinen Nordseetiefs INGO schaufelte heute reichlich hohe Cirren zu uns. Diese hohen Wolken bestehen aus Eiskristallen und können wunderschöne Halos erzeugen. Diese werden zwar selten so hell und farbig wie Eisnebelhalos, aber was der Himmel heute bot, war schon außergewöhnlich. Zu den 6 Stunden lang sichtbaren Haloarten gehörten 22°-Ring, beide Nebensonnen, oberen und unteren Berührungsbogen, ein fast vollständiger Horizontalkreis, Parrybogen, der Zirkumzenitalbogen sowie Supra- und Infralateralbogen. Nachfolgend einige Fotos aus Schwarzenberg

Auf dem SAT-Bild ist der Cirrus gut zu erkennen.

In der Nacht könnte INGO einige Zentimeter Neuschnee geben, ergibig werden die Niederschläge aber nicht sein. Ab morgen übernehmen dann atlantische Tiefdruckgebiete die Wetterregie. Morgen ebnet JOSEF den Weg für das Sturmtief KLAUS, der uns am Donnerstag erreicht und im Tiefland Sturmböen, auf dem Fichtelberg sogar orkanartige Böen bringen kann. Dazu wird es milder, aber auch unbeständiger und nasser.

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